Windows vs. Mac (Bild: Adobe Firefly)

Windows oder macOS: Welches Betriebssystem ist besser für Selbstständige und StartUps?

  • Letztes Update:9 Monaten 
  • Lesezeit:4Minuten

Jedes Betriebssystem hat seine Vor- und Nachteile. Ob sich Windows oder macOS tendenziell besser für dein Unternehmen eignet, erfährst du hier.

Ein Gastbeitrag von Robert Majowski / Apfelgenie.de

Welche Gründe sprechen (nicht) für einen Systemwechsel?

Bei der Frage nach dem richtigen Betriebssystem gibt es eine wichtige Faustregel: Wähle das System, mit dem du und deine Mitarbeiter am besten zurechtkommen! Jedoch gilt das nicht in jedem Fall. Denn es gibt für manche Branchen oder Tätigkeiten ein Betriebssystem, das besser passt als das andere.

Mit einem weltweiten Marktanteil von 80 Prozent dominiert das Microsoft-System immer noch ganz klar den Markt. Die breite Bevölkerung nutzt Windows zuhause, wodurch sich ein Großteil der Anwender bereits mit dem Betriebssystem auskennt. Arbeitest du ebenfalls mit einem Windows-PC und es gibt keine zwingende Notwendigkeit für einen Apple-Computer mit macOS, kannst du dir die Umschulung sparen.

Wichtig: Du solltest dein Business nicht grundlos auf ein neues Betriebssystem umstellen! Hast du beispielsweise bisher beispielsweise mit Apple-Geräten gearbeitet, ist eine Umstellung auf Windows-Computer wenig sinnvoll – außer es gibt mindestens ein paar extrem wichtige Gründe. Denn die Umschulung kann mitunter zu einem zeitaufwändigen und teuren Prozess werden.


Hinweis: Durch das BootCamp-Dienstprogramm von Apple lässt sich Windows auf jedem Mac installieren und einwandfrei mit nativer Geschwindigkeit nutzen.


Relevant für die Wahl eines neuen Betriebssystems sind unter anderem Faktoren wie regelmäßige Updates, Sicherheit, gute Usability und Zukunftsorientierung. Weitere Aspekte, die es beim Kauf zu berücksichtigen gilt, sind die Kosten bei der Anschaffung der Hardware sowie laufende Lizenzkosten. Auch mögliche Reparaturen oder Neu- und Ersatzanschaffungen solltest du mit einberechnen.

Kurz: Erstelle eine ordentliche Kosten-Nutzen-Kalkulation bzw. eine Rentabilitätsrechnung vor dem angestrebten Wechsel auf ein neues Betriebssystem!

Welche Vor- und Nachteile haben die beiden Betriebssysteme?

Was ist besser – Windows oder macOS? Diese Frage spaltet schon lange die IT-Welt. Die Antworten können ziemlich emotional ausfallen.

Deshalb stellen wir dir ganz nüchtern die wichtigsten Vorteile und Nachteile von macOS und Windows tabellarisch gegenüber, damit du einen schnellen Überblick erhältst.

Mac-Systeme

Microsoft Windows

Vorteile
  • hohe Arbeitsgeschwindigkeit
  • läuft auf einer Vielzahl von Computer-Systemen
  • hohe Qualität und Langlebigkeit
  • sehr großes Softwareangebot
  • einfache und benutzerfreundliche Oberfläche
  • vielfältige und anpassungsfähige Oberfläche
  • weniger anfällig für Viren und Malware
  • kompatibel mit beinahe allen Software-Lösungen
  • gute Integration ins Apple-Ökosystem
  • besser fürs Gaming geeignet
Nachteile
  • hohe Hardware-Kosten
  • angestaubtes Image
  • macOS läuft nur auf Apple-Produkten
  • nicht quelloffen
  • weniger Software-Unterstützung
  • bevorzugtes Ziel von Malware-Angriffen
  • wenige Anpassungen möglich
  • wird mit der Zeit langsamer
  • begrenzte Hardware-Upgrades
  • häufige Updates, die oft unumgänglich sind

Warum Unternehmen auf macOS setzen sollten

Ein Computer mit dem macOS-Betriebssystem empfiehlt sich nach wie vor im Kreativ-Bereich, wenn du viel mit Bildbearbeitung, Video- oder Grafikdesign arbeitest. Auch im Print-Bereich eignet sich das Apple-System besser, da die Adobe-Programme besser auf den Computern aus Cupertino laufen.

Das Apple-Ökosystem und das übersichtliche, benutzerfreundliche Mail-Programm sind ebenfalls eine erfreuliche Entlastung im Arbeitsalltag. Und dank der systemübergreifenden Software kannst du effizient zwischen verschiedenen Apple-Geräten wie iMac, iPad und iPhone kommunizieren und Dateien über AirDrop austauschen.

Mac OS Laptop (Bild: Freepik)

Was spricht für Windows in deinem Business?

In der Regel sind die günstigeren Windows-Geräte für den durchschnittlichen Büroalltag vollkommen ausreichend. Und das Betriebssystem aus Redmond ist besser für dich geeignet, wenn du auf eine breite Palette an Programmen und Tools angewiesen bist.

Was auch tendenziell für Windows spricht: Du kannst besonders bei Desktop-Rechnern in der Regel leichter Veränderungen vornehmen, indem du beispielsweise den Arbeitsspeicher erweiterst oder den Prozessor wechselst.

Fazit: Windows oder macOS für Selbstständige?

Die Grenzen zwischen Mac oder Windows weichen sich zunehmend auf, doch es existieren immer noch Unterschiede. Informiere dich darüber. Und lass dich bei deiner Wahl nicht von Emotionen treiben!

Entscheide dich anhand von harten Kriterien, die auf deinen Bedürfnissen und Anforderungen basieren. Zudem solltest du immer dein Budget im Blick haben, denn ein macOS-Computer ist in der Regel (deutlich) teurer als ein Windows-Rechner.


Über den Autor:

Robert Majowski ist schon seit Kindertagen fasziniert von Technik. Mit seiner Plattform apfelgenie.de hat er sich auf Macbook Reparaturen verschiedenster Art spezialisiert. Da Kunden ihre Geräte einsenden können, agiert apfelgenie.de bundesweit und bietet eine unkomplizierte Reparaturabwicklung.


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Bilder: Adobe Firefly, Freepik

Ein Kommentar

  1. Eigentlich stellt sich die Frage schon lange nicht mehr. Nüchtern kann man sagen, es führt kein Weg mehr an MacOS vorbei. Seit Jahren verwenden viele Ex Windows-Nutzer zwar keinen „Mac“, aber millionenfach MacOS auf einem PC. Wobei es seit dem M1 und M2 keinen Grund mehr gibt auf PC Hardware zu setzen, denn diese ist mittlerweile erheblich langsamer, was noch unter Intel Derivaten genau anderes herum war. Die PCs können mittlerweile nur noch dem Mac Paroli bieten, in dem diese den Usern tausende € aus der Tasche ziehen, denn seit den M1 und M2 Prozessoren trifft die Aussage „Teuer“ nicht mehr zu, da die Leistung der Mac Computer exorbitant angestiegen ist. Mittlerweile sind auf YouTube sehr oft nur noch auf „Macs“ zu sehen, und der PC wird immer weiter in den Hintergrund gedrängt. Statistiken gehen davon aus das der Windows Anteil mittlerweile auf 64% weltweit gesunken ist, und MacOS bei 26% liegt. Der Rest verteilt sich auf Chrome und Linux sowie sonstige. Selbst hartgesottene Apple/Mac Hasser sind teilweise auf den Mac und umgestiegen. Ungewöhnlich, aber nicht verwunderlich. Warum? Nach dem Einschalten kann der User in Ruhe arbeiten. Der PC ist eine Bastelkiste, was immer weniger gefragt ist, denn die 90er sind schon lange vorbei, genauso wie der Bastelhype, wovon der Zeitschriftenmarkt gehörig profitiert hat. Der Große Vorteil beim Mac ist auch, für quasi Kleingeld bekommt der User professionelle Video und Musiksoftware, wobei Windows-User das Vier- bis Achtfache ausgeben müssten. Apple verschenkt mehr oder Weniger die Software. Updates gibt es seit 10 Jahren für diese Programme kostenlos. So etwas gibt es bei Windows nicht.

    Jeder der mal mit PC und Windows gearbeitet hat weiß, mit so einem Bastelcomputer gibt es ständig Ärger, das es so beim Mac nicht gibt. Es sei denn man erwischt ausgerechnet ein Montagsgerät. Ja, bei Apple gibt es gerade mit neuen Betriebsystemen Probleme, so wie den M1 Memory Bug, der aber mit dem neusten OS Ventura behoben ist. Es dauert zwar manchmal lange, aber die wenigen Probleme werden gelöst. Ich bin in jedem Fall sehr zufrieden, und das seit sehr vielen Jahren. Freiwillig würde ich mir Windows niemals antun, selbst dann nicht wenn 100.000€ damit verbunden wären. Angenehmes und störungsfreies Arbeiten ist ein unschätzbares Gut.

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