New Work (Bild: Shutterstock)

Was bedeutet eigentlich … New Work? Was macht das „neue Arbeiten“ so besonders?

  • Letztes Update:1 Monat 
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New Work ist in aller Munde. Was hat es damit auf sich? Welchen Prinzipien folgt dieser Ansatz? Und was könnte er mit deinem StartUp zu tun haben? Hier kriegst du die Antworten.

Was ist New Work? Eine kurze Definition

Unter New Work fasst man Konzepte neuer Arbeit zusammen, die durch Globalisierung und Digitalisierung möglich und erforderlich werden. Bestehende Unternehmen machen sich so auf den Weg der Veränderung.

Was hat es mit New Work SE auf sich?

Die New Work SE ist ein deutsches Unternehmen mit Hauptsitz in Hamburg. Dazu gehören unter anderem das Business-Netzwerk Xing, die Arbeitgeber-Bewertungsplattform Kununu und die Job-Plattform Honeypott.

Warum braucht es eine neue Form des Arbeitens?

Um das “New” in New Work zu verstehen, hilft ein Blick in das Bild, das wir bislang von Arbeit hatten:

    • Die Führung erfolgte Top-Down
    • Prozesse werden isoliert betrachtet und immer effizienter gestaltet
    • Der einzelne Mensch ist ein Leistungserbringer in vorgegebenen Arbeitsschritten

Machst du dir bewusst, dass der Begriff “Manager” ursprünglich aus der Manege und damit aus dem Zirkus stammt, wird vieles deutlich: Wie dressierte Lebewesen agieren Arbeiter, um von anderen vorgegeben Aufgaben zu erledigen.

Schluss mit dem Zirkus!

Was beinhaltet der New-Work-Gedanke?

Ideen wie Kickertisch und Bürohund sind mittlerweile bei vielen Unternehmen angekommen. Das sind jedoch oft nur kosmetische Maßnahmen. New Work ist viel mehr! Es ermöglicht das Arbeiten in einer Wissens- und Informationsgesellschaft.

New Work besteht im Grunde aus sechs wichtigen Faktoren. Diese sind:

    • Flexibilität
    • Flache Hierarchien
    • Agilität
    • Digitalisierung
    • Individualität
    • Neue Bürokonzepte

Was setzt du New Work um?

Was ist beispielsweise unter Individualität, Flexibilität und Agilität zu verstehen? Wie kannst du in deinem Unternehmen die Schlagworte umsetzen und leben? Hier ein paar Beispiele und Ansätze:

Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung

„Sag mir was du willst […], sag mir was du wirklich willst“, singt Clueso in einem seiner Songs. Dieser könnte so etwas wie eine Hymne für New Work sein.

Es geht nicht in erster Linie um Geld, Status, Macht und Karriere. Es geht darum, das zu tun, was man wirklich tun möchte. Freiheit und Verantwortung anstatt Hierarchien und Vorgaben. Persönliche und fachliche Weiterentwicklung statt Arbeitsteilung und Lohnarbeit.

Organisatorische Rahmenbedingungen wie Home Office, Open-Space-Büros und agile Teamstrukturen unterstützen den Ansatz nach Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung.

Gemischte Teams

Die Arbeit in New Work wird in Projekten erbracht. Das heißt: Für ein Projekt stellst du ein individuelles Team zusammen, das die besten Kompetenzen für die jeweilige Aufgabe mit sich bringt. So entstehen gemischte Teams mit differenzierten Sichtweisen. Diese bringen im Idealfall effiziente Ergebnisse, in die sich jeder leidenschaftlich einbringt.

Das ist das Gegenteil von Dienst nach Vorschrift in verkrusteten Strukturen!

Kreativität und Innovationen

Sätze wie “Das haben wir schon immer so gemacht” gibt es nicht bei New Work! Experimentierfreudigkeit, Freiheit, Spaß an der Arbeit und Selbstverwirklichung stehen im Fokus.

Das bedingt, dass kreative und freie Lösungen zulässig sind. Aspekte wie Design Thinking, agile Methoden oder Design Sprints sind hier relevant. Sie gehören zu den freien und zugleich zielführenden Methoden.

Das nächste Level der Führung

Führen heißt Dienen. Dieser Anspruch gilt in New-Work-Konzepten. Damit verliert der klassische Boss an Relevanz, an seine Stelle tritt der Leader als Coach, Befähiger und Moderator.

Die Aufgabe einer Führungskraft ist es, Mitarbeiter zur Eigenverantwortung zu befähigen und zu ermutigen, ihren Visionen zu folgen – auf Augenhöhe und im Miteinander.

Warum ist New Work wichtig?

Früher haben die Menschen für ihr eigenes Überleben und Glück gearbeitet. Das eigene Geschick, der eigene Fleiß und die eigene Kreativität waren wichtige Eigenschaften.

In Zeiten der Industrialisierung rückte die Effizienz in den Fokus. Einzelne Prozess-Schritte wurden wichtiger als die einzelnen Menschen. Die Lohnarbeit etablierte sich als “normal”. Dafür brauchte es einen Boss, der Vorgaben machte, den Manager, der die Arbeiter antrieb, und die Arbeiter, die isolierte Arbeitsschritte immer wieder ausführten.

Die antiquierte Arbeitsweise hat Charlie Chaplin im Film Modern Times wunderbar dargestellt.

In der Wissensgesellschaft rückt das Individuum wieder ins Zentrum. Und damit werden die eigene Freiheit, Selbstverantwortung und Selbstverwirklichung zu relevanten Größen für das gesamte Leben.

Nur ein Trend?

Um New Work im eigenen Unternehmen einzuführen, braucht es einen Plan und eine Kultur des Ausprobierens. Flexibilität und Agilität klingen großartig, benötigen aber auch eine gehörige Portion Eigenverantwortung, Selbstmanagement und Neugier.

Das passt nicht zu jedem Unternehmen, zu jeder Aufgabe und zu jeder Persönlichkeit. Und doch: Der Wandel ins Informationszeitalter ist längst da. Mit ihm wird auch New Work an Relevanz hinzugewinnen.

Buchtipp zum Thema „New Work“

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