Versicherungen für StartUps, die man gerne vergisst (Bild: Freepik)

Richtig vorsorgen für den Ernstfall: 6 Versicherungen, die gerne vergessen werden

  • Letztes Update:4 Wochen 
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Ohne Versicherungen geht es nicht. Doch welche sind als Ergänzung zu den Standard-Absicherungen sinnvoll? Hier ein paar Empfehlungen.

Wichtige, vernachlässigte Versicherungen für StartUps

Ein Mitarbeiter verletzt sich, ein Firmenfahrzeug wird in einen Unfall verwickelt oder eine Hacker-Attacke legt alle Computer lahm: Weder kleine, noch große Unternehmen sind vor Pleiten, Pech und Pannen geschützt. Diese können unter Umständen sehr teuer werden – wenn du nicht die passende StartUp-Versicherung zur Hand hast.

Damit du für die häufigsten “Worst Cases” gewappnet bist, hast du unter anderem eine Betriebshaftpflichtversicherung, Gewerberechtsschutzversicherung und eine Inhaltsversicherung abzuschließen. Reicht das? Nicht unbedingt. Um auf der sicheren Seite zu sein, solltest du auch über diese wichtigen Versicherungen nachdenken, die gerne mal unter den Tisch fallen.

Cyberversicherung

Die Digitalisierung schreitet mit großen Schritten voran. Parallel dazu wächst auch die Gefahr, dass dein Unternehmen von Hackern erfolgreich angegriffen wird. Sind die sogenannten Cybergangster in deine IT-Systeme eingedrungen, klauen sie vertrauliche Daten oder fordern hohe Lösegelder, weil sie Festplatten mit wichtigen Informationen verschlüsseln.

Schaubild - Cyberangriffe auf deutsche Unternehmen (Bild: Bitkom)

Die Schäden durch Cyberattacken können immens teuer werden und sogar das Überleben deines StartUps gefährden. Eine Cyberversicherung greift dir unter die Arme, indem sie beispielsweise für die Behebung der Schäden und die Verdienstausfälle aufkommt.

Flottenversicherung

Sind du und deine Mitarbeiter viel mit dem Auto unterwegs? Habt ihr deswegen ein paar Geschäftswagen im Einsatz? Oder habt ihr sogar einen Fuhrpark inklusive Flottenmanagement? Dann macht es wenig Sinn, jedes Fahrzeug einzeln zu versichern. Effizienter und günstiger kann eine sogenannte Flottenversicherung sein. Diese Versicherung umfasst alle regulären KfZ-Versicherungen wie Teil- und Vollkasko. Sie kannst du auch um spezielle Leistungen wie Deckungen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge erweitern.

M&A-Versicherung

Wenn dein StartUp sich am Markt etabliert, wird es schnell zu einem Übernahmekandidaten. Das heißt, ein größeres Unternehmen möchte sich dein “Baby” einverleiben. Oder du drehst den Spieß um: Entwickelt sich dein StartUp zu einem ScaleUp, hast du die Möglichkeit, das Wachstum durch Zukäufe zu beschleunigen.

Kommt es zu einem sogenannten M&A (Merger & Acquisition), entstehen schnell ungeplante Schäden – beispielsweise wegen nicht eingehaltenen Versprechungen. Eine M&A-Versicherung kann die finanziellen Folgen abmildern, bei den Unternehmenskäufern wie auch bei den Unternehmensverkäufern.

Manager-Versicherung

Dein StartUp firmiert als GmbH und du bist der Geschäftsführer? Oder du möchtest dein Unternehmen zu einer Aktiengesellschaft umbauen? Dann hast du sicherlich jeden Tag zahlreiche Entscheidungen zu treffen. Doch nicht alle sind wahrscheinlich gut.

Vielleicht führt eine Fehlentscheidung zu deiner Entlassung als Führungsperson und dein Abgang endet in einem Rechtsstreit. In diesem Fall solltest du eine Manager-Versicherung abgeschlossen haben, die dich davor bewahrt, dass du mit deinem gesamten Privatvermögen haften musst.

Hörtipp zum Thema: Das ist zu bedenken, wenn dein StartUp an die Börse gehen will.

Betriebsunterbrechungsversicherung

Wenn in deinem Unternehmen etwas zu Bruch geht oder ein Cybergangster die IT-Infrastruktur lahmlegt, kommt in der Regel eine spezielle Versicherung für den Schaden auf. Doch was in der Regel nicht bezahlt wird, sind die Ausfallzeiten, weil deine Mitarbeiter während der Reparatur nicht ihren Arbeitsplatz nutzen können.

Kommt es in deinem StartUp zu einer Unterbrechung der Tätigkeiten, greift die Betriebsunterbrechungsversicherung. Sie bezahlt zum Beispiel die Löhne deiner Angestellten und die Miete deines Büros.

Strafrechtsschutz-Versicherung

Dein StartUp soll angeblich Steuerhinterziehung begangen oder gegen das Abfallgesetz verstoßen haben. Die Folge: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen dein Unternehmen. Alleine ein Verdachtsfall kann einen langwierigen und teuren Prozess nach sich ziehen. Eine Strafrechtsschutz-Versicherung unterstützt dich in solch einem Fall, indem sie beispielsweise die Kosten für Anwälte bezahlt. Damit ist diese Versicherung eine gute Erweiterung zu der Betriebshaftpflichtversicherung.

Fazit

Wenn du aus einer Idee ein Konzept und daraus ein Unternehmen formst, musst du Tausende Dinge bedenken. Ein sehr wichtiger Punkt ist die Absicherung deines StartUps. Denn Schäden, Ausfälle und Rechtsstreits können schnell ins Geld gehen. Geld, das deine junge Firma vielleicht nicht hat. Deshalb solltest du dich durch die passenden Versicherungen absichern.

Bilder: Freepik, Bitkom

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