Weiterbildung mit Fördermittel (Bild: Shutterstock)

“WEITER.BILDUNG!”: So kannst du Fördergelder für die Mitarbeiter-Weiterbildung erhalten

Wusstest du schon, dass es Fördermittel für Fortbildungen gibt? Das steckt hinter der Weiterbildungsinitiative der Bundesregierung.

Weiterbildungen sind wichtig

Seit einigen Jahren ist in den Medien zu lesen und zu hören, dass es in Deutschland einen Fachkräftemangel gibt. Dementsprechend werden passende Mitarbeiter händeringend gesucht und nur schwer gefunden.

„Weiterbildung ist der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg. Gerade in einer Zeit, in der sich fast alle Branchen durch die digitale Transformation gravierend verändern müssen“, erklärte Dr. Bernhard Rohleder, Geschäftsführer des IT-Branchenverbandes Bitkom, bereits 2016.

Trotzdem hinkt das Fachwissen vieler Angestellter leider den Anforderungen der Digitalisierung hinterher. Das belegen zum Beispiel eine Studie von Etventure und eine Erhebung der KfW-Bank.

Bremsklotz Kosten: Fortbildungen sind teuer

Woher kommt der Mangel an Fachwissen? Viele Unternehmen, besonders StartUps und kleine Mittelständler, scheuen sich davor Ihre Mitarbeitern weiter zu bilden. Denn Fortbildungen und Schulungen sind teuer: Zum einen kosten die Bildungsangebote selbst etwas, zum anderen kommt es zu einem Arbeitsausfall, bei dem Arbeitgeber trotzdem den Lohn weiterzahlen müssen.

Das alles sorgt dafür, dass die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands ausgebremst wird. Dieses Manko hat die Bundesregierung erkannt und 2018 ein neues Förderprogramm an den Start gebracht: das Qualifizierungschancengesetz.

Was ist das Qualifizierungschancengesetz?

Das Qualifizierungschancengesetz, kurz: QuaChaG, stellt die Weiterentwicklung des WeGebAu (Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen) dar. Mit dem QuaChaG werden nicht nur Fortbildungsmaßnahmen von Gerinqualifizierten gefördert, sondern von allen Mitarbeitern – sofern sie dafür ein paar vorgegebene Kriterien erfüllen.

Die Fortbildungsinitiative der Bundesregierung, welche über die Bundesagentur für Arbeit läuft, nennt sich auch “WEITER.BILDUNG! #Qualifizierungsoffensive”.

Welche Kriterien gelten für das Förderprogramm “WEITER.BILDUNG!”?

    1. Die Berufsausbildung der Mitarbeiter, die staatlich gefördert fortgebildet werden sollen, muss mehr als vier Jahre zurückliegen.
    2. Die letzte Weiterbildung, die über das QuaChaG gefördert wurde, ist vier Jahre her.
    3. Die Fortbildung darf keine reguläre, gesetzlich vorgeschriebene Weiterbildung sein.
    4. Es muss sich um eine besondere Fortbildung handeln, durch die dein Personal fit für die Zukunft wird (zum Beispiel in Sachen Digitalisierung).
    5. Der Umfang der Weiterbildung beträgt mindestens 160 Stunden und findet nicht in deinem Unternehmen statt.

Wie hoch fällt die Förderung durch das QuaChaG aus?

Das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Bei StartUps und Kleinunternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern übernimmt die Arbeitsagentur bis zu 100% der Weiterbildungskosten. Auch den Arbeitsausfall trägt das “Arbeitsamt”: Im Idealfall erhältst du 75% Zuschuss zum Arbeitsentgelt, also den Lohn deiner Angestellten.

Auch größere Unternehmen profitieren von den Förderungen der “WEITER.BILDUNG!”-Qualifizierungsinitiative. Sie bekommen zwischen 15% und 50% der Kosten erstattet. Bei Mitarbeitern mit Behinderungen oder ohne Bildungsabschluss kann die Bezuschussung durch die Agentur für Arbeit auch bei Großunternehmen 100% betragen.

Qualifizierungschancengesetz.info

Fazit: Fördergelder für Weiterbildungen beantragen!

Der Staat hat zahlreiche Fördermittel in petto. Zum Beispiel wird über “go-digital” und “Digital Jetzt” die Digitalisierung deines Unternehmens finanziell unterstützt, mit “WEITER.BILDUNG!” unter anderem die Qualifizierung für die digitalen Herausforderungen.

Nutze die Fördergelder, um dein Personal weiter zu bilden. Es lohnt sich!

Bilder: Shutterstock, Etventure, Qualifizierungschancengesetz.info

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