Website offline, WordPress-Daten weg, Kunden sauer: Das kann schnell passieren. Leite daher diese wichtige, präventive Maßnahme ein.
Kümmere dich richtig um deine “Homepage”
Ohne Website geht es heutzutage nicht mehr. Erst recht nicht, wenn dein Unternehmen in einem dynamischen, hart umkämpften Markt agiert.
Hunderttausende Firmenwebseiten, umgangssprachlich “Homepage” genannt, setzen auf WordPress als Technologie. Verständlich, denn das Content-Management-System (CMS) ist flexibel, leistungsstark und ideal für professionelle Websites. Doch eine häufig unterschätzte Gefahr bedroht viele dieser Internetpräsenzen: mangelnde oder gar keine WordPress-Wartung!
Denn Unternehmer denken häufig: „Die Seite läuft doch, warum soll ich etwas ändern?“ Dieser Trugschluss öffnet Tür und Tor für einige – teils sehr teure – Folgen.
Warum ist WordPress-Wartung so wichtig?
WordPress ist das meistgenutzte CMS der Welt. Und es ist auch sehr zuverlässig. Doch ohne regelmäßige Wartung wächst das Risiko für:
🐛 Fehler
Sogenannte Bugs schleichen sich ein, zum Beispiel durch inkompatible Erweiterungen.
🔓 Sicherheitslücken
Sie entstehen, wenn Plugins, Themes oder das System insgesamt veraltet sind.
🐌 Ladezeiten
Der Pagespeed verlangsamt sich, was Nutzer und Suchmaschinen abschreckt.
📉 Ranking-Verluste
… bei Google, Bing & Co. drohen, wenn technische Probleme auftreten.
🚫 Rechtsverstöße
Sie passieren unter anderem bei veralteten Datenschutz-Plugins.
👉 All das ist nicht nur ärgerlich, sondern kann auch rechtliche Folgen haben. Werden zum Beispiel Kundendaten über deine unsichere WordPress-Seite gestohlen, drohen dir unter anderem ein hoher Reputationsverlust und saftige Strafzahlungen.
Was gehört zur WordPress-Wartung?
Denkst du beim Begriff „Wartung“ nur an gelegentliche Updates? Das ist nicht richtig. Eine professionelle WordPress-Betreuung umfasst deutlich mehr. Ziel ist es, deine Website dauerhaft sicher, stabil und schnell zu halten.
Zu den wichtigsten Aufgaben einer WordPress-Wartung gehören:
🛠️ System-Updates
Für WordPress erscheinen regelmäßig neue Versionen – oft mit wichtigen Sicherheitspatches. Auch Erweiterungen und Themes müssen ständig aktualisiert werden. Ohne diese Updates kommt es schnell zu Fehlern und Sicherheitslücken.
🔒 Sicherheitsüberprüfung
Ein guter WordPress-Wartungsprozess umfasst regelmäßige Scans auf Malware, Login-Versuche, Dateiänderungen und verdächtige Aktivitäten. Ergänzend solltest du Sicherheits-Plugins und Firewalls einsetzen, um Angriffe frühzeitig abzuwehren.
💾 Backups
Eine regelmäßige Sicherung der Website inklusive Datenbank, Mediendateien und Konfiguration ist Pflicht. Idealerweise erfolgt das automatisiert. Und die Speicherung sollte an einem sicheren, externen Ort stattfinden.
🚀 Performance-Optimierung
Ladezeiten beeinflussen sowohl die Nutzererfahrung als auch das Google-Ranking. Die WordPress-Wartung sollte deshalb auch Caching, Datenbank-Verbesserungen, Bildkomprimierung und Hosting-Anpassungen umfassen.
📊 Monitoring
Falls die Seite ausfällt, bekommst du oft als Letzter etwas davon mit. Tools zur Uptime-Überwachung benachrichtigen dich sofort. Sie ermöglichen eine schnelle Reaktion, wenn etwas nicht rund läuft.
🧩 Fehleranalyse
Ein seriöser Wartungsdienstleister erkennt Fehler frühzeitig, behebt sie proaktiv und steht bei Fragen oder akuten Problemen zur Verfügung.
📱 Kompatibilitätstests
Funktioniert deine Seite auf Smartphones und Tablets? Werden alle Inhalte korrekt angezeigt? Regelmäßige Tests mit verschiedenen Browsern und Endgeräten sorgen für ein einheitliches Nutzererlebnis.
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Wer übernimmt die WordPress-Betreuung?
Grundsätzlich hast du zwei Möglichkeiten: Du oder jemand aus deinem Team kümmert sich um die Wartung von WordPress. Oder du beauftragst einen Dienstleister.
Das sind die jeweiligen Vor- und Nachteile:
Interne Betreuung
Wenn du über technisches Know-how verfügst und genügend Zeit investieren kannst, lässt sich die WordPress-Betreuung intern erledigen. Das spart Kosten und gibt dir maximale Kontrolle.
Doch Vorsicht: Die Anforderungen sind hoch! Du musst dich regelmäßig informieren, auf dem Laufenden bleiben und darfst Updates oder sicherheitsrelevante Aufgaben nicht verschieben. Schon ein falsch gesetztes Häkchen beim Plugin-Update kann im schlimmsten Fall deine Firmenseite lahmlegen.
Externe Betreuung
Die meisten Unternehmen lagern die WordPress-Betreuung aus – und das aus gutem Grund. Professionelle Dienstleister kümmern sich zuverlässig um alle technischen Aspekte, reagieren schnell bei Problemen und übernehmen die komplette Wartung.
So sparst du Zeit, minimierst Risiken und gewinnst Sicherheit. Allerdings solltest du unbedingt einen schriftlichen WordPress-Wartungsvertrag abschließen, um Leistungen, Verantwortlichkeiten und Kosten transparent zu regeln.
Was gehört in einen WordPress-Wartungsvertrag?
Ein guter IT-Dienstleistungsvertrag kann sehr lang und detailreich sein. Denn er schafft Klarheit und schützt dich vor bösen Überraschungen. Doch du solltest auch nicht übertreiben, ansonsten kostet dich die Vertragserstellung und die Kontrolle zu viel Zeit.
Diese Punkte solltest du aber aufnehmen:
☑️ Leistungsumfang
Core-, Plugin- und Theme-Updates, Sicherheitschecks … was genau wird gewartet?
☑️ Wartungsintervalle
Wie oft werden welche Maßnahmen durchgeführt? Täglich, wöchentlich oder monatlich?
☑️ Reaktionszeiten
Wie schnell muss der WordPress-Dienstleister bei Problemen oder Ausfällen reagieren?
☑️ Erreichbarkeit
Wann und auf welchen Wegen steht der externe WordPress-Experte zur Verfügung?
☑️ Backup-Regelung
Wie oft werden Backups erstellt? Wo werden sie wie lange gespeichert?
☑️ Haftung und Gewährleistung
Was passiert, wenn trotz WordPress-Wartung ein Schaden entsteht?
☑️ Kündigungsfristen
Wie lange läuft der Vertrag? Wie kann er von beiden Seiten gekündigt werden?
Fazit
Viele Unternehmen investieren viel Geld in den Aufbau ihrer Website, aber zu wenig in deren Erhalt. Dabei ist die WordPress-Wartung kein Kostenfaktor, sondern eine strategische Investition. Sie schützt deine Website vor Ausfällen, Angriffen, Imageverlusten und Rechtsstreits.
Du würdest dein Auto auch nicht jahrelang ohne Inspektion fahren, oder? Genauso solltest du deine WordPress-Firmenseite nicht vernachlässigen. Ob intern oder extern: Stelle sicher, dass eine regelmäßige Betreuung stattfindet.
Also: Jetzt handeln, statt später ärgern!
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Bild: Freepik