Buchhaltungssoftware (Bild: Pixabay)

Buchführung für Unternehmer: die Basics

Egal, ob du bereits ein Unternehmen gegründet hast oder in naher Zukunft dein StartUp gründen willst: die Buchhaltung ist/wird ein entscheidender Bestandteil deines Geschäftsalltags. Darum ist sie die Basis für wirtschaftlichen Erfolg und Rechtssicherheit.

Die Bedeutung der Buchhaltung

Bei der Buchhaltung erfasst du alle Zahlungen wie Einnahmen und Ausgaben des Unternehmens. Zudem werden die Investitionen und Verbindlichkeiten angegeben. Aufgrund der fiskalischen Bedeutung der Buchhaltung ist diese relevant für die Steuern eines jeden Unternehmens. Denn grundsätzlich sind alle Unternehmen zur Buchhaltung verpflichtet, die ein selbstständiges Handelsgewerbe betreiben.

Von dieser Buchführungspflicht sind lediglich Einzelunternehmer ausgenommen, deren Gewinn nicht die 60.000 Euro Grenze im Jahr überschreitet oder deren Umsatz unter 600.000 Euro im Jahr liegt. Wenn die Buchführung bzw. die Erfassung der Einnahmen und Ausgaben nicht richtig erfolgt, wird das Finanzamt eine Steuerschätzung vornehmen – höchstwahrscheinlich führt dies zu einer höheren finanziellen Belastung für dich.

Die Buchhaltung ist also bedeutsam, um den steuerlichen Vorschriften Genüge zu tun und möglichst wenig Steuern zu bezahlen. Darüber hinaus kannst du anhand der Buchhaltung die finanzielle Situation deines Unternehmens überblicken und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen.

Wann solltest du damit beginnen?

Bei einer einmal vernachlässigten Buchhaltung ist es für dich schwierig, diese wieder aufzuarbeiten. Somit ist gerade für ein neu gegründetes StartUp die Buchhaltung von eminenter Bedeutung.

Bereits vor der Gründung entstehen Kosten, die du steuerlich geltend machen kannst. Mit Hilfe der Betriebsausgaben reduzierst du den zu versteuernden Betrag im ersten Jahr nach der Gründung. Folglich ist es ratsam, bereits vor der Gründung ordentliche Bücher zu führen, da für die Steuererleichterung sämtliche Belege benötigt werden.

Die Aufgaben der Buchhaltung

Grundsätzlich hat die Buchhaltung zwei Aufgaben. Zum einen dient sie der Information: Aktuelle Daten aus der Buchhaltung sind oftmals Grundlage für die Entscheidung von Geschäftspartnern über eine etwaige Zusammenarbeit.

Darüber hinaus dient die Buchhaltung der Kontrolle. Du kannst mit Hilfe der Bücher etwaige Fehler entdecken und die Finanzplanung deines Unternehmens hinterfragen und überprüfen. Dazu unterstützt dich die Buchhaltung bei der Planung der Finanzen.

Der Unterschied zwischen einfacher und doppelter Buchführung

Vor dem Beginn der Buchführung musst du wissen, welche Buchführung für dich relevant ist. Denn es gibt die einfache Buchführung und die doppelte Buchführung, die sich je nach Art und Umfang unterscheiden.

Grundsätzlich ist die einfache Buchführung maßgeblich für Nicht-Kaufleute. Wenn du genau wissen willst, ob du die einfache Buchführung oder die doppelte Buchführung durchführen musst, findest du in unserem Ratgeber “Einfache oder doppelte Buchführung: Was gilt für dich?” mehr Informationen.

Möglichkeiten der Unterstützung bei der Buchhaltung

Gerade für Gründer ist es am Anfang oftmals schwer, die Buchhaltung ordnungsgemäß durchzuführen. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du den Anforderungen gerecht wirst, solltest du Hilfe in Anspruch nehmen.

Es gibt, je nach individuellem Bedarf und persönlicher Präferenz, unterschiedlichen Arten von professioneller Unterstützung. Du kannst zum Beispiel einen Steuerberater beauftragen, der dann die Buchhaltung deines Unternehmens übernimmt. Falls du nicht das Geld für das professionelle Outsourcing der Buchhaltung investieren möchtest, ist die Nutzung einer Buchhaltungssoftware eine weitere Möglichkeit. 

Die Buchhaltungssoftware

Mit einer Buchhaltungssoftware erstellst du nicht nur Rechnungen. Die integrierte Verwaltung der Stammdaten sorgt mit der laufenden Aktualisierung für eine übersichtliche Darstellung von Kundendaten und vielem mehr. Zudem kannst du die Belege verwalten und Mahnungen verwalten. Du profitierst also in vielfältigem Maße von einem Buchhaltungsprogramm.

Bei der Auswahl deiner Buchhaltungssoftware gibt es verschiedene Faktoren zu beachten: Das Programm sollte genau diejenigen Bereiche umfassen, die du automatisieren willst. Darüber hinaus ist die Unternehmensgröße ein entscheidendes Kaufkriterium. Denn je nach Anzahl der Mitarbeiter variieren die Anforderungen an die Buchhaltungssoftware.

Wichtig ist zudem die Qualität und das Preis-Leistungs-Verhältnis, da gibt es teilweise große Unterschiede. So bietet die Buchhaltungs-Software Candis zwei verschiedene Software-Lösungen: für Unternehmer in mittelständischen Unternehmen und schnell wachsende Startups. Je nach Anforderung kann ein solches Programm recht kostspielig ausfallen – das solltest du von Anfang bedenken.

Fazit

Eine ordnungsgemäße Buchführung dient unterschiedlichen Zwecken. Aus diesem Grund ist es für dich und dein StartUp bedeutsam, von Anfang an die Buchführung zu professionalisieren. Entweder machst du das mit einem Steuerberater oder selbst mit einem passenden Programm. Die Vor- und Nachteile beider Wege erfährst du in unserem Ratgeber “Steuererklärung auslagern oder selber machen?“.

Bild: Pixabay

Ein Kommentar

  1. Meinen Dank für den Link zu den Buchhaltungssoftwaren! Eine brauchen wir für unser junges Gewerbe. Das Gehalt sowie auch andere Ausgaben sollen doch im Auge gehalten werden. Mit der Digitalisierung soll es leichter, wie ich hoffe, gehen.

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