Muss jeder Freelancer, jeder Shop und jede Firma auf Facebook sein? Ja oder Nein? Die Antworten erhältst du in diesem Ratgeber.
Ist Facebook tot?
Diese Frage ist häufig zu hören. Die Antwort: Nein, Facebook ist nicht tot. Noch immer wird die Social-Media-Plattform weltweit von über zwei Milliarden Menschen genutzt. Täglich!
In Deutschland greifen ein Drittel der Bevölkerung ab 14 Jahren mindestens einmal pro Woche auf Facebook zu. Eine beachtliche Zahl, oder?
👉 Deshalb solltest du dir eine entscheidende Frage stellen: Passt Facebook zu deinem Business, deiner Zielgruppe und deinem Kommunikationsstil?
👉 Denn: Einfach so auf Facebook zu sein, weil es als „must have“ gilt, macht keinen Sinn! Du musst das soziale Netzwerk richtig „bespielen“, um Erfolge zu haben. Ansonsten verbrennst du nur Zeit und Geld.
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Die Vorteile: Warum Facebook immer noch funktioniert
Facebook ist noch immer sehr lebendig. Aber es hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Das sind gerade die Stärken des sozialen Netzwerkes:
🧑🤝🧑 Aktive Community
Facebook hat sich zur Austausch-Plattform entwickelt. Gruppen, lokale Seiten und Messenger dominieren das Nutzerverhalten. Das heißt: Du erreichst Menschen dort, wo sie sich vernetzen. Nicht mehr da, wo sie sich nur berieseln lassen.
💬 Draht zum Kunden
Messenger, Kommentare und Veranstaltungen ermöglichen einen schnellen, unkomplizierten Austausch mit Interessenten und deiner Kundschaft. Du kannst zum Beispiel Termine koordinieren, Feedback einholen und Service bieten – fast wie im echten Laden.
🏠 Lokale Sichtbarkeit
Ein gepflegtes Unternehmensprofil mit regelmäßigen Beiträgen, Veranstaltungen und Gruppenaktivität bringt dir Sichtbarkeit. Das gilt besonders in kleineren Städten oder Stadtteilen.
🎥 Guter Content
Videos, Fotoalben und persönliche Einblicke performen deutlich besser als reine Werbepostings. Wer nahbar und regelmäßig postet, kann auch ohne Facebook Ads eine große Wirkung erzielen.
📰 Info-Kanal
Viele Facebook-User in Deutschland erwarten Neuigkeiten, beispielsweise von Unternehmen, denen sie folgen. Für Updates, Aktionen oder Veranstaltungen bleibt Facebook daher ein nützlicher Kommunikationskanal.

Die Nachteile: Wann Facebook nicht die beste Wahl ist
Ja, Facebook ist nicht perfekt. Ganz und gar nicht! Das sind die Schattenseiten der Plattform:
📉 Organische Reichweite ist begrenzt
Der Facebook-Algorithmus entscheidet, was die User sehen. Daher erreichen deine Beiträge oft weniger als ein Prozent deiner Follower. Wer „einfach mal postet“, wird somit nicht wahrgenommen.
👶 Jüngere Zielgruppen sind woanders
Die Generation Z ist eher auf Instagram oder TikTok aktiv. Wenn du vorrangig Jugendliche oder junge Erwachsene erreichen willst, solltest du Facebook nur ergänzend einsetzen.
⚙️ Du bist abhängig vom Algorithmus
Der Facebook-Feed verändert sich ständig. Was heute gut funktioniert, kann morgen schon uninteressant sein. Ohne eine ständige Anpassung verlierst du schnell an Reichweite.
💣 Moderation ist Pflicht
In Gruppen oder unter Posts brauchst du klare Regeln. Diskussionen können schnell kippen, besonders bei sensiblen Themen. Daher musst du alles moderieren, damit kein Shitstorm entsteht.
📊 Begrenzte Analysen
Du siehst Reichweite, Interaktionen und Klicks. Für tiefere Einblicke fehlen oft die Daten. Das heißt, du musst Werbeanzeigen schalten, um mehr Daten zu erhalten.
🛑 Datenschutz ist zweifelhaft
Facebook und der Meta-Konzern sind als „Datenkranken“ verschrien, da sie sehr viele Daten über die Nutzer sammeln. Das bedeutet: Auch dein Unternehmen wird dadurch gläserner.
So nutzt du Facebook erfolgreich ohne Werbebudget
Mit Facebook Ads bekommst du eine größere Reichweite, als wenn du nichts bezahlst. Doch eine gute No-Budget-Marketing-Strategie hilft dir, trotzdem sichtbar zu werden.
Gestalte aktiv dein Profil
☑️ Klare Angaben: Öffnungszeiten, Kontakt, Leistungen
☑️ Begrüßungspost anpinnen (z. B. „So buchst du einen Termin“)
☑️ Messenger-Autoantwort für Standardfragen einrichten
Plane feste Content-Formate
☑️ Zwei bis vier Posts pro Woche
☑️ Wiederkehrende Serien wie „Freitags-Update“ oder „Montags-Tipp“
☑️ Persönliche Einblicke mit Fotos oder kurzen Videos
☑️ Lokale Inhalte wie Stadtfeste oder Vereinsaktionen
Nutze Gruppen gezielt
☑️ Eigene Gruppe starten (z. B. „Frag den Mechaniker“, „Yoga in Köln“)
☑️ In bestehenden Gruppen aktiv mitdiskutieren (ohne platte Werbung)
☑️ Fragen beantworten, Hilfestellungen geben, Nähe aufbauen
Erstelle Veranstaltungen
☑️ Events für Workshops, Verkostungen oder Aktionen anlegen
☑️ Mit lokalen Partner kooperieren (z. B. Crossposting nutzen)
Biete einen Kundenservice
☑️ Innerhalb weniger Stunden antworten
☑️ Standardantworten speichern
☑️ Feedback nach Terminabschluss einholen
Messe, was wirklich zählt
☑️ Facebook-Insights für Reichweite, Profilklicks und Interaktionen nutzen
☑️ Buchungs-Links mit Tracking versehen
☑️ Direktanfragen: Wie viele kommen über Messenger oder Kommentare?
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Deine Entscheidung: Facebook – Ja oder Nein?
Diese einfache Entscheidungsmatrix hilft dir, die große Frage zu beantworten:
Ja, wenn …
✅ deine Kunden älter als dreißig sind
✅ du lokal aktiv bist
✅ du regelmäßig Inhalte postest
✅ du echten Dialog zulässt (Kommentare, Messenger, Gruppen)
Nein, wenn …
🔻 du schnelle Reichweite ohne Aufwand erwartest
🔻 du keine Ressourcen für Pflege und Moderation hast
🔻 dein Business rein trendgetrieben ist
🔻 dir Datenschutz & Privatsphäre extrem wichtig sind
Fazit
Die entscheidende Frage lautet nicht „Ist Facebook noch wichtig?“, sondern: „Sind meine Kunden dort aktiv – und wie?“
Denn du solltest immer da sein, wo sich deine Zielgruppen aufhalten. Wenn du lokal agierst, eine passende Kundschaft hast und gerne online kommunizierst, kann Facebook weiterhin ein sehr wichtiger Kanal sein.
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Bild: Pixabay
