Schlechtes Gewissen und Angst bei der Kündigung des Jobs (Bild: Freepik)

Schlechtes Gewissen wegen der Job-Kündigung? Darum brauchst du dir keine Sorgen zu machen

  • Letztes Update:3 Wochen 
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Du möchtest deinen Job kündigen, fürchtest dich aber vor den Reaktionen deines Chefs und deiner Kollegen? Dann beherzige diese Ratschläge.

Hast du ein schlechtes Gewissen wegen einem Jobwechsel?

Du arbeitest seit einiger Zeit in einem StartUp, wo du dich eigentlich wohl fühlst, trotzdem zieht es dich zu neuen Herausforderungen? Oder bist du seit ein paar Jahren latent unzufrieden mit deinem Job, traust dich aber nicht zu kündigen? Dann geht es dir wie vielen Arbeitnehmern. Sie möchten eigentlich ihren Job wechseln, zögern aber damit.

Denkst du, du würdest bei einer Kündigung deine Kollegen im Stich lassen? Oder verbindest du andere schlechte Gefühle, weil du über einen Jobwechsel nachdenkst? Streife diese Gedanken ab!

Warum? “Ein Job ist nur ein Job”, fasst es Desired.de treffend zusammen. “Am Ende musst nur du mit deiner Entscheidung glücklich sein”. Denke deshalb nicht zu viel über die Gefühle deiner Kollegen nach, wenn du kündigen möchtest. Denn am Ende geht es um dein Leben.

Hast du Angst zu kündigen wegen deinem Chef?

Wenn du wirklich deinen Job aufgeben willst, hat das Konsequenzen. Zum Beispiel könnte dein Chef wegen deiner Kündigung enttäuscht sein. Zum Beispiel, weil ihr seit vielen Jahren toll zusammengearbeitet und euer StartUp vorangebracht habt. Oder weil du mit deinem Vorgesetzten privat befreundet bist.

Derartige Bindungen können verständlicherweise in dir ein schlechtes Gewissen aufkommen lassen, wenn du von deinem geplanten Jobwechsel berichtest oder gar direkt die Kündigung vorlegst. Aber auch hier gilt: Ein Job ist nur ein Job und das Leben viel zu bunt und spannend. Manchmal muss man eben alte Zöpfe abschneiden.

Oder bekommst du gar Angst vor dem Kündigungsgespräch, weil du einen cholerischen Chef hast? Gehst du davon aus, dass er dich anschreien und fertig machen will? Auch das sind keine Gründe, deine Kündigung aufzuschieben! Ganz im Gegenteil – solch ein Vorgesetzter ist wahrscheinlich kein guter Teamplayer. Und somit kein Bereichsleiter oder Geschäftsführer, mit dem man gerne zusammenarbeitet. Was hält dich also von einer Kündigung ab?

Wie du das schlechte Gewissen und die Angst meisterst

Sei professionell und auch egoistisch. Denke an dich, dein Leben und deine Zukunft. Wenn du kündigen möchtest, gibt es dafür – hoffentlich – gute Gründe. Mach dir klar, dass du mit deinem Jobwechsel deine Umstände verändern und verbessern möchtest. Das verringert deine negativen Gefühle.

Und habe keine Angst vor der Kündigung, weil du die Reaktion deines Chefs fürchtest: Egal, wie er sich aufführt – du tust nichts Unrechtes. Ein Jobwechsel ist etwas vollkommen Normales. Du musst auch keine Argumente liefern, warum du eine Kündigungsschreiben abgibst. Der Schritt und deine Gründe sind deine Sache.

Trotz aller Emotionen solltest du darauf achten, dass du das Unternehmen gut verlässt. Und dass man dich bei deinem Abgang fair behandelt. Achte zum Beispiel darauf, dass du deinen Resturlaub nehmen oder auszahlen lassen kannst. “Wichtig ist auch, dass du ein ordentliches Arbeitszeugnis bekommst”, rät Christian Vogedes. “Lass dir am besten von Experten dabei helfen, dein Arbeitszeugnis zu verstehen”, so der Rechtsanwalt für Arbeitsrecht in Bielefeld.

Hab keine Angst vor dem Kündigungsgespräch!

Wenn du wegen deines Jobwechsels ein schlechtes Gewissen oder gar Angst vor der Reaktion deines Chefs hast, solltest du dich gut auf das Kündigungsgespräch vorbereiten. Denn egal, wie deine Gefühlslage ist: Versuche, ohne verbrannte Erde das Unternehmen zu verlassen.

Damit dir das gelingt, solltest du möglichst ruhig und sachlich im Kündigungsgespräch bleiben. “Selbst wenn du innerlich bebst – stimme einen freundlichen Ton an und behalten diesen bei”, empfiehlt der Personalvermittler Ratbacher in seinem Blog. “Und lasse dich nicht provozieren!” Nutze das finale Gespräch nicht, um Kritik zu üben oder um deinen Vorgesetzten zu beleidigen.

Ebenso solltest du standhaft bleiben. Versucht dich dein Chef umzustimmen, dann komme nicht ins Wanken. Denn jemand, der eigentlich gehen möchte, aber dann trotzdem im StartUp bleibt, ist ein ewiger Wackelkandidat. So etwas belastet dein Verhältnis zu deinem Vorgesetzten und auch zu deinen Kollegen.

Fazit

Einen Job zu wechseln ist nie einfach. Sammle deshalb vor deinem wichtigen Schritt genügend Pro-Argumente für den Jobwechsel. Versuche kein schlechtes Gewissen zu haben, weil du denkst, du lässt deine Kollegen im Stich. Und habe auch keine Angst vor der Reaktion deines Chefs bei deiner Kündigung. Fokussiere stattdessen deine Gefühle auf deine Zukunft und denke an die positiven Aspekte deines Jobwechsels!

Bild: Freepik

 

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