Freelancer Portal Profil Tipps für mehr Erfolg und Aufträge (Bild: Shutterstock)

Mehr Aufträge, mehr Erfolg: So präsentierst du dich richtig auf Freelancer-Portalen

Auf Freelancer-Portalen ist ein attraktives Profil das A und O. Mit diesen Experten-Tipps gewinnst du leichter mehr Projekte.

Ein Gastbeitrag von Peggy de Lange / Fiverr

Was bringen Freelancer-Portale?

Selbstständig zu arbeiten klingt aufregend: Du bist dein eigener Chef, kannst dir deine Projekte aussuchen, mobil oder von zuhause aus arbeiten und dir deine Arbeitszeit frei einteilen.

Doch: Um auf lange Sicht eine finanzielle Stabilität zu erlangen und nicht in die Falle der Scheinselbstständigkeit zu tappen, solltest du dir als Solo-Unternehmer mehrere Einnahmequellen sichern! Freelancer-Portale sind eine gute Möglichkeit, um mit potenziellen Kunden außerhalb deines eigenen Netzwerks in Kontakt zu treten und Aufträge zu generieren. Internationale Plattformen verschaffen dir sogar eine globale Präsenz.

Der große Vorteil dabei: Präsentierst du dich richtig auf den Freelancer-Portalen, musst weniger Zeit mit Kundenakquise verbringen. Die Aufträge flattern – vereinfacht gesagt – automatisch in den Postfach, und du kannst dich ganz auf deine eigentliche Arbeit konzentrieren.

Falle auf! Ratschläge für ein besseres Freelancer-Profil

Wenn du ein Profil auf einem Freelancer-Portal anlegst, können deine Dienstleistungen bestenfalls von Kunden aus der ganzen Welt gesehen werden. Das heißt, du sprichst unter Umständen kleine und große Unternehmen mit unterschiedlichsten Budgets an.

Möchtest du das? Oder möchtest du das nicht? Erstelle ein aussagekräftiges Profil! In dem kommunizierst du, was du anbietest und was nicht. Und versuche stets, aus der großen Masse heraus zu stechen. Mit folgenden Tipps gelingt dir das.

Finde deine Nische

Auf Freelancer-Portalen gelangen Auftraggeber in der Regel durch eine Stichwortsuche zum passenden Auftragnehmer. Damit du also gut auffindbar bist, solltest du diejenigen Services anbieten, die besonders gefragt sind.

Doch das ist nicht alles. Versuche mehr aus der Kundenperspektive zu denken, als würdest du die Dienstleistung wie ein Produkt im Einzelhandel anbieten:

    • Du bist Texter? Dann könntest du dich auf das Schreiben von Blogs oder Website-Texte konzentrieren.
    • Du bist Grafikdesigner? Dann könntest du Logos oder Photoshop-Services verkaufen.

Die meisten Freiberufler wählen eine Nische und positionieren sich so in einem bestimmten Spezialgebiet. Mache das nach! Derart schaffst du ein Unterscheidungsmerkmal, unter Umständen bekommst du einen ganz besonderen USP (Unique Selling Point).

Biete mehr Leistungen an

Du möchtest dein Angebot erweitern? Dann biete beispielsweise verschiedene Pakete zu unterschiedlichen Preisen an. Oder schließe dich mit anderen Freelancern zusammen und tretet gemeinsam als kleine Agentur auf.

Zum Beispiel könntest du als Texter gemeinsam mit einem Grafiker und einem Voice-Over-Spezialisten Videos für Website-Anwendungen anbieten. So bedienst du deine Kunden über deine eigene Nische hinaus.

Erstelle ein attraktives Profil

Die Art und Weise, wie du dich auf einem Freelancer-Portal präsentierst und dort kommunizierst, ist für die Kundenakquise entscheidend. Frage dich selbst: Warum sollten Kunden mit dir arbeiten und nicht mit einem anderen Anbieter?

Um das Vertrauen der Kunden zu gewinnen sind Glaubwürdigkeit und Authentizität die Grundlage. Das beginnt mit deinem Profilfoto: Es sollte dein echtes Gesicht zeigen und sympathisch wirken. Verkäufer, die nicht ihr echtes Foto verwenden, performen in der Regel schlechter.

Verständlich, denn die Kunden möchten sich ein möglichst gutes Bild von dir machen können, schon bevor sie mit dir für einen konkreten Auftrag in Kontakt treten. Deshalb ist es auch ratsam, auf sozialen Netzwerken wie LinkedIn, Xing oder Facebook aktiv zu sein.

Nutze die AIDA-Formel

Neben den persönlichen Angaben ist die Beschreibung des eigenen Angebots natürlich ein wichtiger Teil der Vermarktung. Formuliere dein Angebot prägnant und wahrheitsgetreu. Überlege dir dazu: Was benötigt der potenzielle Kunde und was lieferst du als Lösung?

Für den Aufbau des Angebotstexts solltest du dich am AIDA-Modell orientieren. Das steht für Attention (Aufmerksamkeit), Interest (Interesse), Desire (Verlangen) und Action (Handlung).

So kannst du AIDA anwenden:

Schritt 1: Errege Aufmerksamkeit
Die wichtigsten Fakten zuerst: dein Spezialgebiet, deine Expertise, dein Geschäftsmodell.

Schritt 2: Erwecke echtes Interesse
Jetzt gilt es, den eigenen Marktwert unter Beweis zu stellen. Welche Qualifikationen und relevanten Berufserfahrungen hast du? Kannst du große, ehemalige Kunden oder Projekte als Referenzen nennen? Besitzt du besondere Zertifikate?

Schritt 3: Wecke Begehrlichkeiten
Mit welchen Fähigkeiten hebst du dich von anderen Anbietern ab? Wie kannst du das Projekt für den Kunden besonders einfach gestalten? Liste hierzu beispielsweise Workflow-Prozesse auf und mache deutlich, was zu deinem Arbeitsumfang gehört – und was nicht.

Schritt 4: Mache Nägel mit Köpfen
Formuliere eine konkrete Aufforderung, damit Kunden deine Dienstleistung buchen. Sei daher positiv und überzeugend.

Fazit

Markenführung und Positionierung ist nicht nur für große Unternehmen wichtig. Auch als Freelancer solltest du eine Marke sein und dich von der Konkurrenz abheben, indem du ein attraktives Profil erstellst und ein klares Angebot formulierst.

Noch ein Tipp: In der Regel ist es so, dass Selbstständige auf Freelancer-Portalen umso sichtbarer werden, je mehr Aufträge sie abschließen. So gelingt ein kontinuierliches Wachstum.


Peggy de Lange von FivverrÜber die Autorin:

Peggy de Lange ist Vice President International Expansion von Fiverr, dem führenden Marktplatz für Freelancer und digitale Jobs. Neben der globalen Expansion des Unternehmens verantwortet sie die Lokalisierung des Marktplatzes, um die Käufer- und Verkäufererfahrungen auf Fiverr außerhalb der USA zu optimieren. Sie ist seit 2012 bei Fiverr tätig, u.a. als Marketing Director und VP Corporate Marketing. 


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