Kaizen (Bild:. Shutterstock)

Was bedeutet eigentlich … Kaizen?

Kaizen ist alt, aber extrem wichtig für die Gegenwart. Besonders für Selbstständige und StartUps. Das steckt dahinter.

Was ist Kaizen?

Dahinter steckt eine japanische Philosophie. Diese beinhaltet, dass du und deine Mitarbeiter täglich danach streben solltet, Dinge zu verändern und besser zu machen.

Der Begriff setzt sich aus den beiden Worten “Kai” (das bedeutet übersetzt “Veränderung”) und “Zen” (“Verbesserung”) zusammen. Im Englischen bezeichnet man ihn unter anderem als CANI (Constant And Never Ending Improvement) oder Continuous Improvement.

Kaizen hat viel Einfluss

Ständige Veränderungen, täglich besser werden, Dinge optimieren – diese Elemente haben andere anderen Philosophien und Theorien übernommen und zu neuen Methoden vermengt. Zum Beispiel steckt die Idee des Kaizen in Scrum und Kanban der agilen Entwicklung. Sowie in allen Lean-Management-Frameworks, beispielsweise dem Lean StartUp. Gelegentlich wird auch vom Kaizen-Lean gesprochen.

Warum Kaizen für StartUps wichtig ist

Echte StartUps zeichnet unter anderem aus, dass sie die Schnellboote der New Economy sind. Damit überholen sie die Tanker der Old Economy.

Um dieses Tempo zu erreichen und dabei schlagkräftig zu bleiben, muss jede Art von Ballast abgeworfen werden. Zum Beispiel Dinge, die Zeit rauben und Energie fressen. Es geht darum, sich auf wenige Dinge zu fokussieren. Und diese setzt du dann mit voller Energie um.

Da du mit deinem StartUp in unsicheren Gewässern fährst, solltest du unbedingt Experimente durchführen. Diese müssen schnelle Erfolge bringen. Also entwickelst du ein MVP (das kleinstmögliche Produkt), welches du in kurzen Schritten ständig optimierst und verbesserst.

Kaizen bedeutet somit in deinem Alltag: Sei bestrebt dich niemals mit dem Status Quo zufrieden zu geben. Es gibt immer etwas zu verbessern. Denn die Welt dreht sich ständig weiter, einen Stillstand gab und gibt es nie. Erst recht nicht mit der zunehmenden Globalisierung und Digitalisierung.

Wie du Kaizen anwendest

Viele große und alte Unternehmen sind so langsam, weil bei ihnen über die Jahre starre Strukturen entstanden. Sie schippern wie ein Tanker geradeaus, eine Kursänderung durchzuführen erfordert einen großen Aufwand und viel Zeit.

Lasse so etwas in deinem StartUp nicht zu! Erschaffe eine Arbeitskultur, in der alle stets “open minded” und engagiert sein können – und es auch sein möchten. Macht euch täglich bewusst, dass ihr etwas verändern wollt, in eurem Unternehmen, in eurer Branche oder gar in der ganzen Welt.

Damit das gelingt, sollte dein Unternehmen einen ständigen Kreislauf durchleben. Für diesen gibt es unterschiedliche Bezeichnungen, zum Beispiel:

    • PDCA: Plan, Do, Create, Act
    • BML: Build, Measure, Learn

Diesen Zyklus kennst du aus allen agilen Methoden bzw. Lean-Management-Methoden. Die Idee dahinter ist, dass sich in deinem StartUp insgesamt, wie auch in den einzelnen Abteilungen in kurzen Intervallen (zum Beispiel alle zwei bis drei Wochen) ein neuer Output erfolgt. Dieser bringt immer eine Veränderung und Verbesserung mit sich.

PDCA Zyklus (Bild: Pixabay)

Zum Beispiel veröffentlicht ihr alle zwei Wochen eine neue Version eurer innovativen Software.

Fazit

Bist du selbstständig oder arbeitest du in einem StartUp, muss dir Kaizen im Blut liegen. Nur so kannst du schnell, wendig und bereit für Neues sein.

Magst du keine Veränderungen? Beschreibst du dich selbst als konservativ? Dann solltest du dich mit Kaizen anfreunden. Nur so kannst du im Haifischbecken der New Economy überleben.

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Bilder: Shutterstock, Pixabay

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