Onlinebanking (Bild: Shutterstock)

Hacker-Angriffe: So schützt du dein Geschäftskonto

Wie kannst du dafür sorgen, dass Hacker dein Geschäftskonto nicht leer räumen? Diese Maßnahmen solltest du ergreifen.

Hacker versus Bankkunden

Das Thema IT-Sicherheit ist in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden. Das liegt vor allem daran, dass immer mehr Vorgänge über das Internet abgewickelt werden und Hacker dadurch zahlreiche neue Angriffspunkte bekommen. Gerade im Bereich Banking bzw. Onlinebanking finden Kriminelle ständig neue Möglichkeiten, um an das Geld ihrer Opfer zu gelangen.

Die Banken sehen dabei natürlich nicht tatenlos zu, sondern suchen ebenfalls immer komplexere Wege, um sich und ihre Kunden vor den Angriffen zu schützen. Allerdings setzt das auch das Mitwirken der Bankkunden voraus. Denn nur mit den richtigen technischen Maßnahmen und einem gesunden Maß an Misstrauen, kannst du das eigene Geschäftskonto schützen.

Wie gehen Kriminelle vor?

Kriminelle versuchen auf vielen verschiedenen Wegen, das Geld von Bankkunden zu klauen. Als es noch klassische TAN-Listen gab, versuchten sie mit Schadsoftware die TANs zu ergaunern. Um sich zu verifizieren, sollten die Kunden mehrere oder alle TANs eingeben, um sich in ihren Account einzuloggen. Durch die zahlreichen TANs, konnten die Kriminellen dann die gephishten Zugangsdaten nutzen, um Überweisungen auszulösen und an das Geld der Kontoinhaber zu gelangen.

Ganz so einfach ist es heutzutage glücklicherweise nicht mehr. Die klassische TAN-Listen sind Geschichte und wurden von Verfahren wie der mTAN oder der photoTAN abgelöst. Diese bieten deutlich mehr Sicherheit. Für Hacker ist es eine echte Herausforderung, hier noch erfolgreiche Attacken durchzuführen. Trotzdem darfst du dich auch mit diesen Verfahren nicht in Sicherheit wähnen! Es ist ratsam, weiterhin misstrauisch zu bleiben, um nicht das Opfer von kriminellen Machenschaften zu werden.

Übrigens: Hacker greifen mittlerweile nicht nur Computer an, auch Smartphones sind das Ziel ihrer Angriffe. So wurde 2019 ein Banking-Trojaner bekannt, der rund 800.000 Smartphones befiel.

Wie kannst du dich vor Angriffen schützen?

Wenn das eigene Geschäftskonto von Hackern leergeräumt wird, dann ist das erst einmal ein Schockmoment. Das Gute: Die Angelegenheit lässt sich normalerweise innerhalb kürzester Zeit klären, am Ende erstattet deine Bank das Geld. Trotzdem ist es selbstverständlich besser, wenn du erst gar nicht in solch eine missliche Lage kommst.

Um dich vor Angriffen auf das eigene Bankkonto zu schützen, hast du unterschiedliche Möglichkeiten. Ein Virenscanner kann einen Großteil der gängigen Schadsoftware (Viren, Trojaner und Co.) abwehren und für einen guten Schutz sorgen.

Wichtig: Auch die Nutzer von Macs sollten das Installieren eines Antivirenprogramms nicht vergessen! Lange Zeit galt das Betriebssystem von Apple als sicher. Die Praxis hat leider gezeigt, dass nicht nur Windows, sondern ebenso macOS Schwachstellen besitzt. Diese nutzen Hackern unter anderem aus, um ihren Opfern einen finanziellen Schaden zuzufügen.

Was ist beim Onlinebanking über Smartphones zu beachten?

Smartphones galten ebenfalls lange Zeit als sicher. Doch das hat sich geändert. Die Betriebssysteme weisen kleinere und größere Schwachstellen auf, die zumindest teilweise von Hackern genutzt werden können.

Deshalb solltest du bei der Nutzung des sogenannten Mobile Bankings (Onlinebanking über eine Bank-App) nicht gedankenlos vorgehen, sondern stets ein gewisses Maß an Vorsicht an den Tag legen. Wenn du beispielsweise eine Nachricht erhältst, die (angeblich) von deiner Geschäftsbank oder einem Zahlungsanbieter wie PayPal stammt, solltest du lieber noch ein zweites Mal hinschauen.

Übrigens gibt es auch für Smartphones Virenscanner, die vor der gängigen Schadsoftware schützen und Phishing-Mails als solche erkennen. Zwar kann es nie einen vollständigen Schutz geben, doch ein entsprechendes Programm und eine gewisse Umsichtigkeit schützt dich vor den meisten Angriffen.

Die IT-Sicherheit in Unternehmen

Unternehmen werden immer wieder zum Ziel von Hackern. Große Banken und Zahlungsdienstleister sind in der Regel sehr solide aufgestellt. Sie können Angriffe auf ihre IT-Systeme sehr gut erkennen und abwehren. Doch in StartUps und bei KMU aus anderen Branchen sieht es oft anders aus. Vor allem bei Unternehmen, die innerhalb kürzester Zeit sehr stark gewachsen sind, fehlen häufig die Strukturen und das nötige Budget für eine richtige IT-Sicherheit.

Das ist einerseits nachvollziehbar, andererseits der falsche Weg. Es muss immer ein gehobenes Maß an IT-Security geben! Informationssicherheit und Datenschutz sind nicht nur Worthülsen, sondern gesetzlich verankert. Dein Unternehmen hat sich daran zu halten. Ein leer gefischtes Geschäftskonto ist gegen die hohen Strafzahlungen bei DSGVO-Verstößen und anderen “Datenpannen” schon fast harmlos.

Deine IT-Security-Spezialisten sollten sich nicht nur um die nötige Hard- und Software kümmern, um dein StartUp abzusichern. Ebenso ist es wichtig, deine Mitarbeiter in Sachen IT-Sicherheit und Datenschutz zu schulen. Denn das sogenannte Social Engineering, die Manipulation und Täuschung einzelner Mitarbeiter, wird von Kriminellen immer wieder als Einfallstor in Unternehmen genutzt. So können Hacker schnell an sensible Daten kommen – und damit unter anderem dein Geschäftskonto angreifen.

Fazit

Die Banken spielen ein tägliches Katz- und Maus-Spiel gegen die sogenannten Cyberkriminellen. Auch du trägst zu diesem Spiel bei. Denn was bringt es, wenn deine Bank dein Geschäftskonto schützt, du aber gedankenlos auf die Köder der Hacker reinfällst?

Deswegen: Sei achtsam beim Mobile- und Onlinebanking! Und sichere deine IT-Systeme auf dem aktuellen Stand der Technik ab.

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