Klassisches Marketing - Klassische Werbung (Bild: Freepik)

Was bedeutet eigentlich … Klassisches Marketing? Und was zählt zur klassischen Werbung?

Muss Marketing immer digital sein? Nein, auch klassische Werbung kann heutzutage noch funktionieren! Mehr zu den Hintergründen.

Definition: Was ist klassisches Marketing?

Unter klassischem Marketing versteht man alle Marketing-Maßnahmen, die vor dem Onlinemarketing existierten. Da die alten Marketinginstrumente oft aus Push-Kampagnen bestanden, wird klassisches Marketing auch als klassische Werbung oder Reklame bezeichnet.

Begriffsdefinition: Was bedeutet Reklame?

Reklame ist ein alter Begriff für Werbung. Somit sind Werbung und Reklame synonym zu sehen. Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man heutzutage aufdringliche, klassische Werbung, die mit klaren Aufforderungen, Versprechungen oder Slogans wirbt. Dazu zählen zum Beispiel die Inhalte von Anzeigenblättern und Postwurfsendungen.

Mittlerweile wird der Begriff “Werbung” zunehmend durch neue Bezeichnungen wie “kommerzielle Kommunikation” ersetzt.

Beispiele: Welche Maßnahmen gehören zur klassischen Werbung?

Zu den bekanntesten “Oldschool”-Werbeformen zählen TV-, Kino- und Radio-Werbung. Ebenso beliebt ist und war Außenwerbung in Form von Plakaten, fachsprachlich Out of Home (kurz: OoH) genannt.

Ein sehr großer Zweig des klassischen Marketings ist Printwerbung. Diese beinhaltet unter anderem Anzeigen in Tageszeitung und “Werbeblättchen”, Branchenbüchern und Telefonbüchern, Zeitschriften und Magazinen. Darüber hinaus gehört zum Printmarketing das Drucken von Flyern, Broschüren und Katalogen.

Nicht zu vergessen: Werbeklassiker wie bedruckte Kugelschreiber, Tassen und Taschen zählen ebenso zu der klassischen Werbung.

Unterteilung: Was bedeutet Above-und Below-the-Line-Kommunikation?

Früher teilte man die Werbemaßnahmen in zwei Kategorien ein:

    • Above-the-Line-Kommunikation (ATL)
    • Below-the-Line-Kommunikation (BTL)

Zu Above-the-Line-Kommunikation zählen klassische Marketing-Aktionen, die sofort als Werbung erkenntlich sind. Werbespots im Fernsehen, Plakatwände und Annoncen in Wochenzeitungen gelten als typisch für ATL.

Die Below-the-Line-Kommunikation erfolgt subtiler, weshalb sie von den Empfängern nicht direkt als Werbung wahrgenommen wird. Beispiele für BTL sind Advertorials in Zeitungen, Sponsoring und Werbeartikel.

Wirksamkeit: Funktioniert klassisches Marketing noch?

Onlinemarketing bietet extrem viele Facetten, um Zielgruppen jeden Alters anzusprechen. Und das auch mit überschaubarem Aufwand und geringen Budgets. Doch die klassische Werbung kann man weder als “tot”, noch als “out” bezeichnen!

Zum Beispiel ist Print-Werbung lebendiger denn je, da Visitenkarten, Flyer und Plakate für Aufmerksamkeit sorgen – sofern du sie bei den passenden Zielgruppen einsetzt. Und wenn die Maßnahmen originell gestaltet sind.

Nachteile: Warum klassische Werbung an Relevanz verliert

Noch können sich altbekannte Marketing-Kanäle sehr gut gegen die digitale Konkurrenz behaupten. Aktuelle Auswertungen und Experten-Prognosen gehen davon aus, dass es in manchen Bereichen – zum Beispiel beim TV – kaum Einbußen geben wird.

Doch warum schrumpft die Relevanz von klassischer Werbung? Weil die Konsumenten zunehmend digital unterwegs sind. Zudem lassen sich durch ein ganz genaues Targeting die Streuverluste verringern.

Das Onlinemarketing greift fortwährend auf neue Möglichkeiten zurück, um deine Zielgruppen und somit potenziellen Kunden anzusprechen. Denke alleine an den Bereich Social Media: Instagram- und Facebook Ads, Werbebanner und Preroll-Spots bei Youtube, Anzeigen-Kampagnen auf Xing und LinkedIn … die Arten, wie und wo du Geld ausgeben kannst, wächst ständig an.

Fazit

Klassisches Marketing ist ein wenig in Verruf geraten, da Onlinemarketing und andere moderne Werbeformen “in” sind. Nichtsdestotrotz haben die alten Kanäle und Möglichkeiten nicht ausgedient. Radio- und Fernsehwerbung erreichen heute noch Millionen von Menschen, und über Goodies wie kostenlose Kugelschreiber und T-Shirts freuen sich die meisten.

Somit gilt: Analysiere genau, wer deine Zielgruppe ist und wie du diese bestmöglich ansprechen kannst. Probiere aus, was ankommt. Du wirst überrascht sein, wie gut selbst Teenager und Twens noch auf vermeintlich ausgedienten Werbemaßnahmen reagieren.

Bilder: Freepik, Statista

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