LinkedIn (Bild: Pixabay)

LinkedIn: 10 Tipps für deinen Erfolg

Das Business-Netzwerk LinkedIn wird auch hierzulande immer beliebter. Es bietet dir und deinem StartUp jede Menge Möglichkeiten, deine Zielgruppe auf dich aufmerksam zu machen. So geht’s.

Ein Gastbeitrag von Caroline Hof

Schritt 1: Erstelle dein LinkedIn-Profil

Bevor du auf LinkedIn startest, brauchst du natürlich ein Profil. Es ist deine digitale Visitenkarte. Fülle es vollständig aus und halte es aktuell. So hinterlässt du bei deinen Besuchern einen guten ersten Eindruck.

Zu den wichtigsten Profilbereichen gehören:

    • Profilbild
    • Titelbild
    • Profilslogan
    • Info
    • Berufserfahrung und Ausbildung
    • Kenntnisse und Fähigkeiten
    • Qualifikationen und Auszeichnungen.

LinkedIn hilft dir auch beim Ausfüllen: Ist dein Profil vollständig, macht dich das Netzwerk zum „Superstar“.

Einer der wichtigsten Teile deines Profils: das Profilbild. Es sollte professionell sein, deine Persönlichkeit zeigen, zu deiner aktuellen Position und zu deinem Unternehmen passen. Blickst du offen in die Kamera und lächelst, sammelst du gleich schon ein paar Sympathiepunkte bei deinen Profilbesuchern. Von Selfies rate ich auf einem Businessnetzwerk wie LinkedIn ab, die gehören auf Facebook oder Instagram.

Im oberen Bereich deines Profils lässt sich ein Titelbild einfügen. Es sollte farblich und stilistisch zu deinem Unternehmen oder zu dir als Person passen. Wähle ein ausdrucksstarkes Bild oder eine Grafik aus. Denn damit hebst du dein Profil von anderen ab und stärkst dein Personal Branding, deinen Wiedererkennungswert.

Schritt 2: Lass dich finden – mit LinkedIn-SEO

LinkedIn funktioniert wie eine Suchmaschine. Nutze in deinem Profil deshalb die meistverwendeten und relevanten Schlagwörter deiner Branche. Sie sollten außerdem gut zu deinem Angebot und deinen Erfahrungen passen. So bist du leichter von deiner Zielgruppe zu finden.

Weiterer Vorteil: Verwendest du relevante Keywords, findet man dich auch leichter über Google. Vorausgesetzt, du hast dein Profil nicht auf „privat“ gestellt. Möchtest du nur von LinkedIn-Mitgliedern – und nicht über Suchmaschinen wie Google – gefunden werden, kannst du dein Profil auch über die Privatsphäre-Einstellungen vor Suchmaschinen verbergen. Alternativ lassen sich auch nur bestimmte Teile für das „Öffentliche Profil“ freigeben.

Mein Tipp für die Keywords: Erstelle dir eine Liste mit 5-10 relevanten Schlagwörtern. Du findest sie über Tools wie

    • XOVI,
    • Google Search Console,
    • den Keyword Planner
    • oder SEMRush.

Diese Schlagwörter baust du dann in dein Profil ein.

Schritt 3: Überlege dir einen knackigen Profilslogan

Der Profilslogan ist neben dem Profilbild das erste, das andere auf LinkedIn von dir wahrnehmen. Er sollte kurz und knackig beschreiben, was du und dein Unternehmen anbieten. Füge die recherchierten Keywords ein.

Schritt 4: Schreibe eine aussagekräftige Info

Gleiches gilt auch für den Bereich „Info“: Beschreibe mit Hilfe der Schlagwörter die wichtigsten Leistungen deines Unternehmens und arbeite dein Alleinstellungsmerkmal heraus: Was bietest du an? Für wen? Wie kannst du deiner Zielgruppe weiterhelfen? Was hebt dich vom Wettbewerb ab? Und erwähne hier auch bisherige, für die aktuelle Position relevante Erfahrungen.

Schritt 5: Zeige deine Arbeit

Als eine der neuesten Profilfunktionen rollt LinkedIn aktuell die Rubrik „Vorgestellt” aus. Bisher fand man sie unter „Medien“ in der „Info“. Ein eigener Kasten zeigt die Medien nun noch prominenter: Hier kannst du externe Links einfügen, beispielsweise auf deine Website oder deinen Blog verlinken, ein erfolgreiches Kundenprojekt vorstellen oder auf dein Angebot verweisen.

Auch LinkedIn-Content, wie eigene Postings oder Beiträge, oder weitere Medien wie Präsentationen, Videos oder Podcasts lassen sich in diesem Profilbereich besonders hervorheben. Lass diese Möglichkeit nicht ungenutzt, deine Profilbesucher auf besondere Projekte und Inhalte aufmerksam zu machen.

Schritt 6: Starte nicht planlos

Bevor du auf LinkedIn loslegst, überlege dir, was dir ein Auftritt auf dem Social-Media-Kanal bringen soll.

Wen möchtest du dort erreichen? Mit welchen Themen möchtest du sichtbar werden? Dabei solltest du immer von deiner Zielgruppe ausgehen: Was treibt deine potenziellen Kunden um? Womit haben sie zu kämpfen? Und wie kannst du hier mit deinem Produkt oder deiner Dienstleistung helfen?

Erstelle dazu passende Inhalte, die deiner Zielgruppe helfen, ein bestimmtes Problem zu lösen. Gehe dabei aber nie so weit, deine Dienstleistung überflüssig zu machen. Zeige dich als Problemlöser, als kompetenter Ansprechpartner und Berater. So baust du Vertrauen zu potenziellen Kunden auf, so dass sie später noch einmal auf dich zukommen und vielleicht auch bei dir kaufen.

Schritt 7: Setze dir Ziele und behalte die Zielgruppe im Blick

Wenn du weißt, wen du mit welchen Inhalten erreichen möchtest, definiere noch grob einen Zeitrahmen für einzelne Maßnahmen. Ich persönlich überlege mir beispielsweise, was ich in den nächsten Wochen erreichen möchte – und erstelle auch einen Plan, welche Themen ich wann, wo und wie veröffentliche.

Ich lege außerdem für mich fest, was ich in einem Monat erreicht haben möchte und stecke mir Jahresziele. Definiere diese Ziele auch für dich so genau wie möglich. Natürlich sollten sie immer mit deinen Unternehmenszielen verknüpft sein.

Tipp: Mehr zum Thema Zielgruppen und Ziele im Social Media Marketing erfährst du in dieser Podcast-Folge

Schritt 8: Vernetze dich

Dann kann es schon losgehen: Für den Start vernetze dich mit Menschen, die du auch schon aus der Offline-Welt kennst, wie ehemalige Kollegen, Vorgesetzte, Kooperationspartner, Kontakte aus der Uni oder dem Auslandssemester. LinkedIn selbst schlägt dir auch immer wieder Kontakte vor, mit denen du Gemeinsamkeiten hast –beispielsweise, dass ihr dieselbe Uni besucht habt oder in derselben Stadt lebt und arbeitet.

Im nächsten Schritt recherchiere Personen, die zu deiner Zielgruppe gehören oder die in derselben Branche arbeiten – und bei denen sich ein gegenseitiger Austausch anbietet. Und wenn du auf einem Event oder einer Messe unterwegs bist und spannende Leute triffst: Nutze gleich die Gelegenheit und vernetze dich mit ihnen auf LinkedIn.

Auch wenn eine Kontaktanfrage schnell versendet ist, indem du auf den „Vernetzen“-Button klickst: Schreibe immer eine Nachricht dazu. Erkläre kurz, warum du dich mit der Person verknüpfen möchtest und welchen Mehrwert du ihr bieten kannst. So hast du schon den ersten Schritt getan, um Vertrauen aufzubauen – und vielleicht ergibt sich daraus sogar ein weiterer Austausch.

Schritt 9: Like, kommentiere, poste

LinkedIn ist ein soziales Netzwerk. Und soziale Netzwerke leben von Gesprächen, vom gegenseitigen Austausch. Scrolle durch deinen Newsfeed, hinterlasse ein „Gefällt mir“ unter einem Posting, das dich anspricht und das zu deinem Themengebiet passt – wahlweise auch eine andere sogenannte Reaction wie „Applaus“, „Wunderbar“, „Inspirierend“ oder „Nachdenklich“.

Kommentiere Postings, die inhaltlich zu dir und deinem Angebot passen und schalte dich in Dialoge ein. Denn das ist eine prima Möglichkeit zu zeigen, dass du dich in deinem Fachgebiet auskennst. So werden auch andere LinkedIn-Mitglieder aus deinen Themenumfeldern auf dich und dein Wissen aufmerksam. Und vielleicht ist sogar dein nächster Kunde darunter.

Im nächsten Schritt poste Inhalte, die deiner Zielgruppe weiterhelfen. Die Themen hast du ja bereits recherchiert. Jetzt gilt es, sie in unterschiedlichen Formaten umzusetzen. Das kann ein reiner Text sein, eine Infografik mit ein paar Zeilen Text oder ein Video. Denke auch an die passenden Hashtags, damit deine Postings besser gefunden werden. Um ein Gespräch mit deinen Kontakten zu starten, kannst du ans Ende auch mal eine Frage einfügen.

Und dann heißt es: Testen, testen, testen. Poste Inhalte, die die Fragen deiner Zielgruppe beantworten, die sie unterhalten oder zum Nachdenken anregen. So sorgst du für Abwechslung und kommst vielleicht auch mit ihr ins Gespräch. Mit der Zeit wirst du merken, was gut bei deiner Zielgruppe funktioniert – und was weniger. Damit kommen wir auch schon zum nächsten Punkt.

Schritt 10: Beobachte die Ergebnisse und lerne daraus

In regelmäßigen Abständen, beispielweise einmal im Monat, solltest du einen Blick zurück und in deine Analytics werfen: Was hat besonders gut funktioniert? Welches Format, welches Thema kam gut bei der Zielgruppe an? Hast du deine Ziele erreicht? Wo kannst du noch nachbessern? Bleibst du hier konsequent und behältst deine Zielgruppe im Blick, wird sich das auch auf deine Ergebnisse auswirken: Du lernst deine Zielgruppe immer besser kennen, machst dich mit deinen Inhalten und Aktivitäten sichtbar bei ihr, baust Vertrauen auf – und gewinnst damit auch Kunden.


Über den Autor:

Caroline Hof ist Gründerin von Hof Digital Marketing & Strategy mit Sitz in München. Die Digitalstrategin berät kleine und mittlere IT- und Technologieunternehmen aus dem B2B-Bereich und macht sie fit für digitale Kanäle. Als langjährige Technologieredakteurin, PR- und Digital-Marketing-Beraterin begeistert sie sich für die IT- und Hightechwelt und kennt deshalb die Anforderungen der Branche. Carolines Fokus liegt auf Content Marketing, Social Media und LinkedIn Marketing.

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