Active Sourcing / Recruiting Tipps für StartUps (Bild: Shutterstock)

Suchst du dringend Mitarbeiter für dein StartUp? Wichtige Tipps für ein besseres Recruiting

Active Sourcing meets StartUp-Spirit: Mit diesen Ratschlägen findest du besser neue Talente für dein junges Unternehmen.

Mitarbeitersuche: Active Sourcing ist angesagt

Sicherlich hast du schon vom Active Sourcing gehört, oder? Der Begriff ist auch als Active Recruiting bekannt. Beide Bezeichnungen liegen im Trend, denn die Welt des Personalwesens hat sich in den letzten Jahren stark verändert.

Früher war es in vielen Branchen üblich, dass massenweise Bewerber bei Unternehmen vorstellig wurden, um einen Job zu ergattern. Heute sieht es in einigen Bereichen ganz anders aus: Die Unternehmen müssen sich aktiv nach Bewerbern umschauen.

Der teils gravierende Fachkräftemangel sorgt für diese Situation. In der Pflege, im Handwerk, in der IT … überall werden Mitarbeiter gesucht. Auch StartUps buhlen um Aufmerksamkeit und neue Talente.

Wie du dein Active Recruiting verbessern kannst

Nichtsdestotrotz solltest du als Personalverantwortlicher nicht den Sand in den Kopf stecken! Investiere deine Energie und deinen Grips in ein vielseitiges und smartes Active Sourcing. Hierzu ein paar Tipps, wie du mehr Bewerber kriegst.

Tipp 1 | Entwickle eine Unternehmensmarke

Ein Bewerber möchte genau wissen, warum er sich gerade in deinem StartUp bewerben soll. Dabei interessieren ihn einerseits “harte Fakten” wie das Gehalt oder die Arbeitszeiten. Zum anderen ist das Image deines Unternehmens wichtig.

Das bedeutet für dich: Beschäftige dich mit Employer Branding! Entwickle eine sympathische Arbeitgeber-Marke, die wirklich zu deinem StartUp passt. Vermittle beispielsweise die Ziele, die Mission und die Vision des jungen Unternehmens. Und sprich über die Werte, die du und dein Team teilen.

Tipp 2 | Hebe die Benefits hervor

Geben wir es zu: Die Gehälter bei StartUps fallen in der Regel mau aus – zumindest im Vergleich mit etablierten und großen Firmen. Dafür bieten frisch gegründete, innovative Unternehmen ganz andere Vorteile. Zum Beispiel sind die Hierarchien flach, die Entscheidungswege kurz und die Herausforderungen können kreativ gemeistert werden.

Hebe diese Vorteile in deinen Stellenanzeigen hervor! Und versuche Benefits anzubieten, welche deine Mitbewerber vielleicht nicht bieten. Das können flexible Arbeitszeiten, regelmäßige Feiern oder spezielle Weiterbildungsmaßnahmen sein.

StartUp Benefits (Bild: Bitkom)

Tipp 3 | Hole dir Unterstützung

Sicherlichst wirst du Anzeigen in verschiedenen, namhaften Stellenportale schalten, um die gesuchten Mitarbeiter zu finden. Doch damit ist deine Arbeit nicht getan! Suche dir einen Partner, der verschiedene Services für Arbeitgeber anbietet. Derlei Dienstleistungen können sein:

    • Du hast die Möglichkeit, einen Talentpool zu durchforsten.
    • Du kannst deine Stellenanzeigen hervorheben und nach “oben” pushen.
    • Du lädst deine neuesten Stellenangebote automatisch über eine Schnittstelle hoch.

Wenn dein StartUp dauerhaft neue Mitarbeiter sucht, solltest du versuchen, jede manuelle Arbeit zu minimieren. Das gibt dir Zeit, dich auf wichtigere Dinge zu konzentrieren.

Tipp 4 | Optimiere deine Stellenausschreibungen

Bestehen deine Stellenausschreibung aus viel Text? Klingen sie so, wie die Gesuche von den meisten Mitbewerbern oder gar wie die der “Old Economy”? Dann wirf den Text in den Müll und schreibe ein einzigartiges, attraktives Stellengesuch!

Denke hierbei immer an die potentiellen Bewerber. Erstelle Personas, um sie dir besser vorzustellen. Und dann schreibst du passende Stellenangebote.

Wichtig: Verfasse keine Romane, sondern kurze, prägnante Texte. Und falle mit Originalität auf.

Tipp 5 | Nutze die sozialen Netzwerke

Deine zukünftigen Mitarbeiter sind nicht nur in Stellenportalen unterwegs. Sie findest du auch auf LinkedIn, Xing, Facebook, Instagram und in den Foren von Fachportalen.

In diesen Netzwerken musst du aktiv sein. Halte Ausschau nach geeigneten Kandidaten, um sie zu “sourcen”. Zudem sollte dein StartUp die Social Networks nutzen, um unter anderem das Employer Branding zu unterstreichen. Zudem kannst du auf Facebook und Co. deine Jobangebote posten.

Tipp 6 | Denke an Bilder

Kein Mensch mag “Textwüsten”. Ein attraktiver Arbeitgeber punktet nicht nur mit einer interessanten Stellenbeschreibung, sondern auch mit ansprechenden Bildern. Gerade auf sozialen Netzwerken sind Eyecatcher extrem wichtig.

Gestalte also auffällige und ansprechende Bilder. Verwende hierfür keine Stock-Fotos mit Models, sondern Fotos von echten Menschen. Menschen, die deinen Personas entsprechen. Oder noch besser: Verwende Bilder von den Mitarbeitern deines StartUps, um 100 % authentisch zu sein.

Tipp 7 | Sei schnell

Ein weiterer Aspekt, mit dem du positiv auffallen kannst, ist die Schnelligkeit der HR-Abteilung. Beispielsweise könntest du eine Chat-Funktion auf deiner Firmenwebsite anbieten, über den Interessenten sofort zu einem Austausch mit dir gelangen.

Was ebenso wichtig ist: Bewirbt sich jemand bei deinem StartUp, dann gib dem Bewerber so schnell wie möglich Feedback. Ideal wäre es, ihm unmittelbar eine Mail oder eine Chat-Nachricht zu senden, dass seine Bewerbung eintraf. Und dann gilt es, ihn innerhalb weniger Tage für ein Vorstellungsgespräch einzuladen, wenn er zu deinem Unternehmen passt.

Tipp 8 | Reduziere die Hürden

Das Gegenstück zur Customer Journey ist die Candidate Journey. Versuche, den Bewerbern die “Reise” so einfach und bequem zu machen. Oft sind das vermeintliche Kleinigkeiten. Dazu gehören unter anderem:

    • Eine Möglichkeit, schnell Kontakt aufzunehmen – beispielsweise über einen Web-Chat oder über WhatsApp.
    • Ein Bewerber-FAQ, in dem alle wichtigen Fragen beantwortet werden.
    • Videos und Bilder, welche das Team und den möglichen Arbeitsplatz zeigen.
    • Der Verzicht auf “Bürokratie”. Das könnte das Weglassen des Bewerbungsanschreibens oder des Motivationsschreibens sein. Oder fordere nur einen verkürzten Lebenslauf mit den “Hard Facts”.
    • Biete auch Vorstellungsgespräche per Videokonferenz an. Dabei solltest du Programme einsetzen, die leicht zu bedienen sind.
    • Gib Ratschläge, wie das Outfit der Bewerber aussehen sollte. Am besten gibt es keinen Dresscode in deinem StartUp.
    • Nimm den Bewerbern die Nervosität vor dem Bewerbungsgespräch, indem du verrätst, worauf es dir und deinen HR-Kollegen ankommt.

Fazit

StartUps sind anders als “normale” Unternehmen. Nimm diese Stärke und setze sie fürs Active Sourcing ein! Versuche mit Originalität, Schnelligkeit, Nähe und Sympathie zu punkten. Und nutze fürs Recruiting mehrere Kanäle, um die geeigneten Mitarbeiter zu finden.

Bilder: Shutterstock, Bitkom

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