Purpose im Job (Bild: Unsplash)

Purpose im Job: 4 Schritte, wie du zu deiner beruflichen Erfüllung gelangst

  • Letztes Update:1 Tag 
  • Lesezeit:7Minuten

Wie gelingt es dir, endlich Sinn – Purpose – in deiner Arbeit zu finden? Mit diesen Tipps gelingt dir das ganz strukturiert.

Ein Gastbeitrag Pauline Tonhauser, Design Thinking Coach Academy

Finde deine Werte, Stärken und Talente!

Hand auf’s Herz: Liebst du deinen Job? Springst du Montag morgens aus dem Bett, weil du es kaum erwarten kannst, in einen neuen Tag zu starten? Oder drückst du 10 Mal auf den Snooze-Button, weil es dir vor dem Berg an To Dos graut, die im Büro auf dich warten?

Vielleicht bewegst du dich auch irgendwo in der Mitte: Das Aufstehen macht dir keine Mühe, doch hin und wieder hast du das Gefühl, dass die Situation, in der du dich beruflich befindest, nicht wirklich zu dir passt. Dass du dich Tag ein Tag aus abstrampelst, ohne die wahre Erfüllung zu finden.

In welchem dieser Szenarien hast du dich wiedererkannt? Und welches Szenario würdest du stattdessen gerne leben? Wäre es nicht schön, jeden Tag in Vorfreude und Lebensenergie zu beginnen? Einem Job nachzugehen, der dich erfüllt und motiviert?

Doch wie oft geraten wir in die Versuchung, uns einfach treiben zu lassen, weil wir glauben, einer Situation machtlos ausgeliefert zu sein? In letzter Konsequenz bedeutet das jedoch, dass wir unsere Talente nicht so nutzen, wie wir sie nutzen könnten. Dass uns all das, was hinter der Tür neuer Möglichkeiten und Chancen wartet, verborgen bleibt. Heute entscheiden wir uns, genau das Gegenteil zu tun. Wir öffnen die Tür zu unserer beruflichen Erfüllung.

Purpose ist nicht gleich Purpose

Was passiert, wenn du den Sinn (englisch: Purpose) deiner täglichen Arbeit hinterfragst? Wie auf Autopilot tust du das, was eben zu tun ist – du arbeitest eine Aufgabe ab. Das Gefährliche daran: Kreativität, geschweige denn Selbstentfaltung haben in diesem Modus keinen Platz.

Doch was Sinnstiftung für den einen Menschen bedeuten kann, ist für den Nächsten der sichere Weg in die Frustration. Da die Bedeutung eines “sinnvollen” Jobs immer subjektiv ausfällt, ist es wichtig, sein ganz persönliches Warum zu finden. In den folgenden vier Übungen geben wir dir einen Leitfaden an die Hand, mit dem du dein Warum und letztlich deinen “sinnvollen” Job erarbeitest.

Wichtig dabei ist, dass du dir Zeit nimmst. Schalte alle Benachrichtigungen auf deinem Handy aus oder verwahre es außer Reichweite. Denk immer daran: Die Zeit, die du für diese Übungen verwendest, ist eine Investition in dich. Nutze Sie!

Schritt 1 | Definiere dein Wertesystem!

Was treibt dich an? Was ist es, das dich morgens aufstehen lässt und dich ermutigt, 110% zu geben? Falls du dich mit diesen Fragen noch nicht tiefergehend beschäftigt hast, empfehle ich dir das Buch Find Your Why: A practical Guide for Finding Purpose for You and Your Team von Simon Sinek. Ein Must-Read für Sinnsucher und Menschen, die herausfinden wollen, was sie inspiriert und begeistert.

Dass du nicht zu jeder Tageszeit 110% geben kannst, sollte klar sein. Doch wie kannst du dein Potential optimal ausschöpfen? Der erste Schritt auf dem Weg zu deinem Warum ist der Aufbau deines Wertesystems. Das klingt zunächst komplexer, als es eigentlich ist. Werte sind deine persönlichen Überzeugungen – die Bedeutung, die du einer Sache beimisst. Eben alles, worauf du besonders Wert legst.

Wertekompass (Bild: Pexels)

Stell dir dein Wertesystem wie ein Navigationsgerät vor, das dir die Richtung anzeigt, in die du als Nächstes gehen möchtest. Das ist wichtig, schließlich wollen wir nicht vom Weg abkommen.

Los geht’s: Konfiguriere dein Navigationsgerät

Stimmen deine Ziele nicht mit deinen Werten überein, landen wir in einer Sackgasse. Deshalb ist es wichtig, deine Werte zu entwickeln und zu definieren. Notiere zehn Dinge, die eine wichtige Bedeutung für dich haben. Beispiele für Werte können sein:

Schritt 2 | Finde heraus, was dich ausmacht!

Wir alle haben besondere Fähigkeiten und Gaben. Welche hast du? Kannst du diese Frage auf Anhieb beantworten? Ohne zu stammeln? Ohne lange zu überlegen? Die meisten Menschen können das nicht. Woran das liegt?

Wir unterschätzen häufig, welche Wirkung wir auf die Welt haben. Du baust im Nullkommanix aus Holzresten einen eigenen Tisch? Du reist in ein fremdes Land und beherrschst nach kurzer Zeit die neue Sprache? Doch nur, weil dir etwas besonders leicht fällt, heißt das nicht, dass es anderen Menschen genauso geht.

Deine Einzigartigkeit ist dein Trumpf!

Nimm ein Blatt Papier und einen Stift zur Hand und beantworte die folgenden beiden Fragen:

  • Auf welchem Gebiet gehst du Probleme geradezu spielerisch und mit Freude an?
  • Welche Probleme hast du bereits erfolgreich für andere Menschen gelöst?

Schritt 3 | Los geht’s auf Talent-Jagd!

Dieser Schritt knüpft an den vorangegangenen an. Da wir häufig dazu neigen, die Fähigkeiten unseres Gegenübers anzuerkennen, während wir unsere eigenen oft aberkennen, fragen wir heute Freunde und Bekannte, wie sie uns wahrnehmen.

Suche dir Fünf Freunde und Bekannte aus. Achte auf eine Ratio von „sehr gute Freunde“ zu „entfernte Bekannte“. Schreib ihnen eine nette Nachricht oder – noch besser – nimm sie dir persönlich zur Brust und bitte sie, dir die folgenden beiden Fragen spontan zu beantworten.

    1. Wenn du über die Eigenschaften nachdenkst, die mich als Mensch ausmachen, welche drei Worte fallen dir als Erstes ein?
    2. Was sind in deinen Augen meine größten Talente?

Eines kann ich dir verraten: Du wirst überrascht über die Antworten sein!

Schritt 4 | Sei mutig und gehe den ersten Schritt!

Les Brown sagte einst: „Du musst nicht großartig sein, um zu starten. Aber du musst starten, um großartig zu sein.”

Was glaubst du, wäre passiert, wenn Joseph Swan, Carl Benz, Steve Jobs und Elon Musk mit ihren Ideen hinterm Berg gehalten hätten? Würden wir dann in einer derart entwickelten Welt leben, in der wir innerhalb von wenigen Stunden von L.A. nach Berlin fliegen und von Voice-Search-Technologien wie Alexa geweckt werden? Natürlich nicht.

Wir alle kennen diese Menschen, deren Ideen die Welt verändert haben. Wir bewundern sie. Dabei haben sie nichts anderes getan, als den ersten Schritt zu wagen.

Schritt wagen (Bild: Pexels)

Bringe den Stein ins Rollen

Baue ein Momentum auf. Lasse nicht zu, dass dein Tatendrang in den Hintergrund gerät – bis er nur noch ein kleiner Punkt am Horizont ist. Nutze stattdessen die Erkenntnisse der Übungen, um ein Ziel zu finden, das deiner große Lebensvision entspricht.

Taste dich Schritt für Schritt vor, bleib in Bewegung und du wirst sehen: Wie ein Auto, das an der Ampel zur Fahrt ansetzt, wirst du beginnen, dich vorwärts zu bewegen. Erst langsam, doch bald immer schneller.

Fazit: Ins Tun kommen

Suche dir ein Talent oder eine Fähigkeit aus, die du in den Übungen zwei und drei für dich entdeckt hast. Welches StartUp-Buch könntest du lesen, um dein Wissen rund um diese Fähigkeit zu vertiefen? Welches Video oder Coaching könntest du dir anschauen, um dein Talent in der Praxis zu schärfen?

Kitzle jeden Tag dein Gehirn: Probiere ein neues Handwerk aus, das du schon immer einmal lernen wolltest oder teste eine neue Wanderroute! Der unschätzbare Effekt, den du beobachten wirst: Wenn wir unbekannte Wege gehen, eröffnen sich plötzlich Möglichkeiten, an die wir nicht gewagt hatten, zu denken. Und vielleicht werden sogar Talente geweckt, von denen du bis jetzt noch nicht wusstest.


Über die Autorin:

Wenn es um kreative Innovationen geht, leuchten ihre Augen auf: Als Gründerin der Design Thinking Coach Academy beschäftigt sich Pauline Tonhauser mit einem Grundprinzip des Lebens: der Veränderung. Anhand ihrer Expertise im Design Thinking und mithilfe von Techniken wie Rapid & System Prototyping und Lean Change Management bricht sie hinderliche Strukturen auf und befähigt Menschen dazu, Vertrauen in ihre eigene Kreativität zu fassen und innere Veränderungen anzustoßen.


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Bilder: Freepik, Pexels

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