Budget Investment Tipps (Bild: Shutterstock)

So investierst du dein Budget richtig & gewinnbringend

Ein solides Budget bietet eine gute Basis für den Erfolg deines StartUps. Es gibt diverse Möglichkeiten, es gewinnbringend einzusetzen. Allerdings existieren auch vielen Fallen, die dazu verführen, finanzielle Mittel unnötig und wenig zielführend zu verwenden. Eine gute Priorisierung und Planung kann hiervor bewahren.

Nötige Investitionen

Bringst du dein StartUp auf den Weg, gibt es unabdingbare Investitionen. Diese sind in jedem Falle zu tätigen. Und bei denen auf deinem Weg zum Erfolg aus diversen Gründen nicht gespart werden sollte. Hierzu gehören:

    • Entwicklungs- und Produktionskosten
    • Marketing
    • Steuerberatung

Entwicklungs- und Produktionskosten

Das perfekte Produkt verlangt eine umfassende Investition. So kannst du zum Beispiel mit einem höheren Budget für die Entwicklungskosten bessere Fachleute für dich gewinnen, die in den allermeisten Fällen ein besseres Ergebnis erzielen.

Stellt dein StartUp haptische Produkte her, kannst du bereits bei der Produktentwicklung an den Produktionskosten sparen. Allerdings solltest du keinen zu rigiden Sparplan verfolgen. Denn durch die hochwertigere Beschaffenheit der Grundmaterialien wird auch die Qualität des Endproduktes besser. Es gilt also: Wenn man bei den Produktionskosten sparen möchte, dann wohlüberlegt und an den richtigen Stellen.

Marketing

Ein gutes und auffallendes Marketing (zum Beispiel Toilettenwerbung) erhöht die Bekanntheit des Produktes. Dies wiederum sorgt für mehr Käufer und höhere Umsätze. Für den Erfolg deines Unternehmens sind ausreichende Werbeinvestitionen unabdingbar. In der heutigen Geschäftswelt solltest du zudem auf eine ausgeglichene Balance zwischen Offline- und Onlinmarketing achten.

Wichtig bei den Marketing-Ausgaben ist vor allem, sie richtig und somit zielführend zu investieren.

    • Welche Zielgruppe(n) sollen angesprochen werden?
    • Welche Aktion passt zu dir, deiner Firma und deinem Produkt?
    • Was ist das richtige Medium hierfür?
    • Macht auch oft teureres Product-Placement eventuell Sinn?

Die Beantwortung dieser Fragen ist unabdingbar, um festzustellen, in welche Werbemaßnahmen du investieren solltest. Allerdings gibt es auch eine ganze Reihe kreativer und sparender Marketing-Strategien, die du ebenfalls miteinbeziehen kannst.


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Steuerberatung

Ein Steuerberater ist für jedes StartUp sinnvoll! Durch die richtige Beratung kannst du Kostenfallen umgehen. Und du bekommst Tipps, wie du dein Unternehmen wirtschaftlich führst.

Und im besten Fall sparst du viel Geld. Ein guter und seriöser Steuerberater hat nämlich in den meisten Fällen das Ziel, für seine Klienten mehr “herauszuschlagen” als seine eigene Leistung kostet.

(Scheinbar) nötige Investments

Abseits der wirklich zentralen Investitionen gibt es eine ganze Reihe von Ausgaben, die auf den ersten Blick nötig erscheinen. Dabei müssen sie es im individuellen Einzelfall nicht immer sein und können unnötige Ausgaben verursachen.

Rechtsformen

Um die Produkte deines StartUps auf den Markt zu bringen, musst du eine Firma gründen, also auch eine passende Rechtsform wählen. GmbH, GbR, oder die heutzutage seltener angewandte Form des e. K.: Die Möglichkeiten sind vielfältig und unterschiedlich kostenintensiv.

Die Gründung einer GbR kostet in der Anmeldung beim Gewerbeamt 20-30 Euro.
Das Geschäftsmodell benötigt keine Mindesteinlage. Andere Rechtsformen sind deutlich kostenintensiver.

Für die Gründung einer GmbH benötigst du neben anderen Voraussetzungen und der Beachtung von Regularien zunächst ein Stammkapital von 25.000 Euro. Eine solch hohe Investition macht vor allem dann Sinn, wenn Kooperationen mit Investoren angedacht sind, da eine GmbH hierfür wie geschaffen ist.

Allerdings ist zu beachten, dass die Gesamtkosten der gewählten Rechtsform auch steuerliche Vor- und Nachteile sowie Haftungsfragen beinhalten. So haftet zum Beispiel ein eingetragener Kaufmann mit seinem gesamten (Privat-)Vermögen. Ein hohes Risiko, dass nur wenige Gründer tragen möchten. Bei der Suche nach einer Rechtsform mit passendem Kostenmodell sollte also das beste Gesamtpaket gefunden werden.

Versicherungen

Jeder Selbstständige und jedes Unternehmen muss abgesichert sein. Es gibt ein paar Versicherungen, die für StartUps ratsam sind. Und einige, die eher unwichtig oder “nice to have” sind. Welche dies sind, kannst du am Ende nur individuell abwägen. Daher solltest du dich gut informieren oder einen Versicherungsberater konsultieren.

Zudem gibt es viele Versicherungen, in denen verschiedene Leistungen abgesichert werden. Hier kannst du gut sparen, indem du unnötige Bestandteile heraus nimmst. Je individueller das Angebot und die Preisgestaltung einer bestimmten Versicherung, desto geringer ist auch das Risiko, dass du unnötige Kosten hast.

Patente

In einigen Fällen können Patente durchaus sinnvoll sein. Entwickelst du ein Produkt, das absolut neuartig und vielleicht sogar einfach zu kopieren ist, ist ein Patent nahezu unabdingbar.

Außerdem können Patente dein Unternehmen durchaus aktuell oder zu einem späteren Zeitpunkt aufwerten. Dies kann einerseits einen höheren Bekanntheitsgrad und somit höhere Ab- und Umsätze zur Folge haben. Andererseits die Attraktivität für potenzielle Partner steigern.

Außerhalb von gewissen Nischen können Patente unnötige Kosten verursachen. Ist zum Beispiel davon auszugehen, dass es einem großen Know-how und langer Entwicklung bedarf, um deine Idee zu kopieren, macht ein Patent nicht unbedingt Sinn. Entwickelst du ein Produkt außerhalb einer Nische, dass einfach durch besondere Qualität und eine kleinere Innovation überzeugt, kann es ebenfalls überflüssig sein.

Hinzu kommt die Frage, was genau du patentierst.

      • Den Produktnamen?
      • Die Eigenschaften des Produktes selbst?
      • Oder gleich alles zusammen?

So kann zum Beispiel ein Patent auf die Funktionsweise eines Produktes durchaus Sinn machen, ein Namenspatent aber überflüssig sein, da deine Bezeichnung ohnehin nur für den von dir entwickelten Artikel Sinn macht. Meldest du ein Patent an, solltest du dir vorher überlegen, welchen Aspekt genau du schützen willst.

Oftmals unnötige Investments

Um dein Budget für die zielführenden Faktoren zur Verfügung zu haben, macht es Sinn, alle unnötigen Investitionen auszusortieren. Dazu können unter anderem gehören:

    • Büroeinrichtung
    • Firmenwagen
    • Partnerschaften

Statussymbol Geschäftsräume

In der Geschäftswelt sagen Statussymbole viel aus. Ein teurer Bürostuhl, Marmorböden, teure Bilder oder allgemein sehr hochwertiges Inventar: All diese Investitionen können in Verhandlungen und Meetings für möglich Partner und Kunden sehr überzeugend wirken. Frei nach dem Motto: Diese Firma läuft gut, eine Zusammenarbeit macht Sinn.

Natürlich solltest du darauf achten, dass dein Firmensitz einen seriösen Eindruck macht. Allerdings erzeugt ein zu nobles Auftreten oft das Gegenteil des gewünschten Effektes. So könnten sich mögliche Partner oder Kunden bei einem StartUp mit einer übermäßig teuren Einrichtung schnell die Frage stellen, ob du richtig kalkulieren kannst. Oder ob an eurem Geschäftsmodell etwas faul ist.

Zudem besteht das Risiko, Kunden oder Partner durch den Neidfaktor zu verprellen. Reichtum muss nicht immer sympathisch wirken. Passe deine Einrichtung also dem Status deines Unternehmens und deinen echten finanziellen Möglichkeiten an! Bleibe dabei stets realistisch und “auf dem Teppich”.

Richtig viel Geld kannst du sparen, wenn du auf ein Büro verzichtest. Die Corona-Krise hat ja sehr gut gezeigt, dass Remote Work bzw. Home Office über viele Wochen hinweg funktionieren kann.

Firmenwagen

Firmenwagen bringen viele Vorteile. Sie haben, ähnlich wie die Einrichtung der Geschäftsräume, eine repräsentative Funktion. Zudem bieten Firmenwagen steuerliche Vorteile gegenüber deinem Privatwagen.

Dennoch solltest du dir die Frage stellen, ob du wirklich einen solchen Wagen benötigst. Hast du bereits ein seriös wirkendes Privatauto, macht die Investition keinen Sinn und verursacht unnötigen Abfluss finanzieller Mittel.

Ähnlich wie bei deiner Einrichtung könnte dich ein teurer Wagen unseriös und arrogant wirken lassen. Zudem gibt es branchenspezifische Unterschiede. Entwickelst du zum Beispiel ein ökologisch wertvolles Produkt, schadet ein großes, Sprit-fressendes Auto dem Image deiner Firma . In diesem Fall wäre ein klimafreundlicher Dienstwagen besser.

Partnerschaften

Hat deine Idee das erste Momentum gewonnen und verbreitet sich in deiner Branche wie das sprichwörtliche Lauffeuer, werden dich möglicherweise einige Angebote zu Kooperationen erreichen. Dabei gilt es, gut zu sortieren.

    • Welche Partnerschaft bringt dich weiter, macht also für die Entwicklung deiner Produkte Sinn?
    • Welches Angebot ist wirtschaftlich zweckmäßig?
    • Und: Gibt es Angebote, die eher darauf abzielen, auf den von dir entdeckten sprichwörtlichen Zug mit aufzuspringen?

Diese Faktoren solltest du vor dem Eingehen einer Partnerschaft gründlich abwägen. Nur wenn das Gesamtbild stimmt, die Kosten im Verhältnis zum Outcome stehen und dich der Deal wirklich weiterbringt, solltest du ihn auch abschließen.

Fazit

Um dein Budget richtig und zielführend einzusetzen, ist es unabdingbar, eine Trennung der nötigen und hilfreichen von den unnötigen Ausgaben vorzunehmen. Dabei sollten alle Investitionsbereiche mit einbezogen werden. In einigen Fällen können Ausgaben, die auf den ersten Blick zielführend scheinen, auch völlig überflüssig sein.

Durch die richtige Einschätzung der Relevanz jedes Postens schonst du dein Budget. Und du hast möglicherweise für Erfolgsfaktoren, die dich eher ans Ziel bringen, mehr finanzielle Mittel zur Verfügung.

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