Schulden - Finanznot - Pleite (Bild: Freepik)

Hohen Schulden in der Selbstständigkeit: Wie vermeidest du eine Insolvenz?

Was ist zu tun, wenn du nicht mehr genügend Geld hast, um Ausstände zu bezahlen? Ab wann geht es in die Insolvenz?

Wenn das Geld nicht mehr reicht

Dein wichtigster Auftraggeber zahlt nicht, ein Lieferant verlangt plötzlich höhere Preise oder eine Krise wie die Corona-Pandemie lässt dein Geschäftsmodell zusammenbrechen: Es gibt zahlreiche Gründe, warum du als Selbstständiger in eine finanzielle Schieflage kommen kannst.

Hast du noch ein paar Euro auf der hohen Kante, deine Bank gewährt dir einen Kredit oder Verwandte leihen dir etwas Geld? Das ist gut, um eine Durststrecke zu überwinden.

Doch irgendwann ist auch der letzte Notnagel verbraucht. Dann wird die Zeit knapp. Es gilt, richtig zu handeln!

Was du bei Geldmangel tun solltest

Wenn dein Cash Flow, der Geldfluss, ins Stocken gerät, wird deine Liquidität schlechter. Die Folge: Du kannst dringend benötigte Waren oder Dienstleister schwer bezahlen, das Geld für Darlehen und andere Ausstände musst du zusammenkratzen. Das heißt, du stehst irgendwann vor der Zahlungsunfähigkeit – der Insolvenz.

Diesen Zustand musst du unbedingt vermeiden, denn dann steht deine ganze Selbstständigkeit auf der Kippe. Damit das nicht geschieht, musst du dir etwas Luft verschaffen. Das geht unter anderem so:

Ein weiterer Weg ist: Gehe viele kleine Schritte, um zumindest Kleinstbeträge einzunehmen. “Auf Plattformen wie Momox oder Mamikreisel kannst du gebrauchte Bücher, Filme und Kleidung verkaufen”, empfiehlt nachhaltig-schuldenfrei-werden.de.

Und: Verschaffe dir eine klare Übersicht über deine Einnahmen und Ausgaben – geschäftlich wie auch privat. Bei Selbstständigen sind ja die Grenzen teilweise fließend. Hierbei kann dir unter anderem ein Haushaltsplan helfen.

Geld Haushaltsplan (Bild: Nachhaltig-schuldenfrei-werden.de)

Kann eine Schuldnerberatung helfen?

Jeder kennt Peter Zwegat. Der arbeitete nicht nur im Fernsehen, sondern auch im echten Leben als Schuldnerberater. Sein Beruf und seine Berufung war es, Menschen in finanzieller Not zu helfen.

Möchtest du deine monetären Engpässe mit einem Profi beseitigen, hast du dafür vier Möglichkeiten:

    • Staatliche Schuldnerberater
    • Gemeinnützige Schuldnerberater
    • Anwaltliche Schuldnerberater
    • Gewerbliche Schuldnerberater

Gleichgültig, welche Art von Hilfe du annimmst: Alle haben das Ziel, dich raus aus den Schulden zu bringen. Dafür setzen die Schuldnerberater einen Schuldenbereinigungsplan auf.

“Mit dem Schuldenbereinigungsplan gehen die Schuldnerberatung und du deine Schulden aktiv an und versuchen, mit so vielen Gläubigern wie möglich eine außergerichtliche Einigung zu erzielen”, erklärt nachhaltig-schuldenfrei-werden.de. “Wenn alle Gläubiger dem Schuldenbereinigungsplan zustimmen, gilt dieser als erfolgreich. Dies gelingt bei über einem Fünftel, Tendenz steigend.”

Was geschieht, wenn der Schuldenbereinigungsplan fehlschlägt?

Gelingt es dir nicht, deine Liquidität zu verbessern, deine Schulden abzutragen und/oder lässt sich ein Gläubiger nicht auf die Vorschläge des Schuldnerberaters ein, kommt das, was du eigentlich vermeiden wolltest: du rutscht in die Insolvenz.

Besser gesagt: in die Regelinsolvenz. Das Regelinsolvenzverfahren gilt für Selbstständige, für Arbeitnehmer gibt es die Privatinsolvenz bzw. Verbraucherinsolvenz. Es gibt zwar ein paar rechtliche Unterschiede zwischen den beiden Verfahren, doch im Grunde laufen sie ähnlich ab.

Das Ziel ist stets deine Entschuldung. Dabei kann es im schlimmsten Fall dazu kommen, dass du deine Selbstständigkeit aufgeben musst.

Wo kannst du dich über das Thema Insolvenz informieren?

Dafür gibt es im Internet ein paar gute und seriöse Quellen. Zum Beispiel bietet die Verbraucherschutzzentrale einen Ratgeber für alle, die in der Schuldenfalle hängen.

Ebenso erklärt dir die Website nachhaltig-schuldenfrei-werden.de sehr bildlich, was es bedeutet insolvent zu sein und welche Folgen das hat. Hier erfährst du auch die Vor- und Nachteile zwischen der staatlichen, gemeinnützigen, anwaltlichen und gewerblichen Schuldnerberatung.

Wichtig ist, dass du dich tief in das Thema einliest, bevor du dich an einen Schuldnerberater bindest. Einerseits wegen der möglichen Kosten, andererseits wegen des persönlichen Drahts. Denn du musst vor dem Berater deiner Wahl sinnbildlich die Hosen runter lassen, indem du deine finanzielle Situation genau aufschlüsselst. Ist dir dein Ansprechpartner unsympathisch oder hast du kein Vertrauen zu ihm, solltest du dir einen neuen Schuldnerberater suchen.

Wie lässt sich die Schuldenfalle vermeiden?

Der beste Weg ist es, deine Finanzen immer im Blick zu behalten. Achte darauf, mittel- und langfristig nicht mehr auszugeben, als du einnimmst. Nicht nur das: Peile an, in deiner Selbstständigkeit mindestens kostendeckend zu arbeiten. Im Laufe der Jahre solltest du einen deutlichen Gewinn erwirtschaften, um einen Puffer für schlechte Zeiten zu haben.

Und versuche stets ehrlich zu dir selbst zu sein. Dazu gehört einzugestehen, dass dir eine Insolvenz droht. Diese kannst du zum Beispiel über die Früherkennungstreppe erkennen.

Schaubild Früherkennungstreppe (Bild: BMWi)


Hinweis zur Transparenz: Bei diesem Ratgeber handelt es sich um einen bezahlten Beitrag. Weitere Infos gibt es unter www.trusted-blogs.com/werbekennzeichnung

Bilder: Freepik, nachhaltig-schuldenfrei-werden.de, BMWi

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