CBD-Blüten (Bild: Hand photo created by jcomp - www.freepik.com)

CBD-Blüten online verkaufen: Worauf muss man als StartUp unbedingt achten?

  • Letztes Update:2 Monaten 
  • Lesezeit:3Minuten

Du willst CBD-Produkte vermarkten? Bist du unsicher, ob du auch legal CBD-Blüten verkaufen darfst? So sieht die Lage aus.

Hinweis: Bei diesem Beitrag handelt es sich um keine Rechtsberatung! 

Was sind eigentlich CBD-Blüten?

Die Knospen der Hanfpflanze werden CBD-Blüten genannt. Diese können die Konsumenten rauchen, verdampfen oder als Tee genießen.

CBD-Blüten sind besonders rein und gelten als unverarbeitetes CBD-Produkt. Deshalb gibt es dafür ein paar rechtliche Auflagen.

Darf ein StartUp in Deutschland CBD-Produkte anbieten?

Die Antwort lautet: theoretisch ja. Doch der Onlinehandel, also der E-Commerce mit CBD-Produkten, ist noch alles andere als einfach.

Wollen deine Kunden legale CBD-Produkte online kaufen, musst du als Händler auf einiges achten. Denn die deutsche Politik und die Rechtsprechung tun sich mit dem Thema Cannabis und seinen Erzeugnissen noch schwer.

Was sind die wichtigsten Kriterien für den CBD-Blüten-Verkauf?

Um CBD-Produkte legal im Onlinehandel anbieten zu können, musst du die nachfolgenden vier Kriterien erfüllen:

  1. Die Produkte stammen aus einem Anbau mit zertifiziertem Saatgut. Der sogenannte Nutzhanf muss aus Ländern der Europäischen Union kommen.
  2. Der THC-Gehalt, der berauschende Bestandteil der Hanfpflanze, liegt in den Produkten bei unter 0,2 Prozent.
  3. Der Missbrauch zu Rauschzwecken muss ausgeschlossen werden. Der Vertrieb bzw. Verkauf dient ausschließlich gewerblichen oder wissenschaftlichen Zwecken.
  4. Die Dosierungsempfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung sollte eingehalten werden.

Ist es möglich, all diese Kriterien zu erfüllen?

Die Zertifizierung, der geringe THC-Gehalt des CBD-Produktes und die Dosierungsempfehlung lassen sich definitiv einhalten. Aber den Missbrauch zu Rauschzwecken auszuschließen ist zumindest aus Sicht der Polizei und Staatsanwaltschaft nicht möglich.

Deshalb bewegst du dich beim Verkauf von unverarbeiteten CBD-Produkten wie CBD-Blüten nach wie vor in einer gewissen Grauzone. Sollte es zu einer Anklage kommen, drohen dir unter Umständen saftige Strafen.

Gibt es Entspannung bei der Rechtslage?

Beim Verkauf von unverarbeiteten CBD-Produkten stellt der gewerbliche Zweck eine notwendige Bedingung dar. Nur so darfst du CBD-Blüten mit geringem THC-Gehalt legal an deine Kunden vertreiben.

Der Bundesgerichtshof bestätigte im “Hanfbar-Prozess”, dass dieser gewerbliche Zweck auch beim Verkauf an Endkunden gegeben sei. Eine sehr gute Nachricht für Käufer und Verkäufer von CBD-Blüten in Deutschland! Dementsprechend gilt das Urteil des BGH als Meilenstein für die ganze CBD-Branche.

Fazit

Die Rechtslage ist dank den jüngsten Lockerungen definitiv ein guter Weg. Doch der Verkauf gilt weiterhin als nicht wasserdicht. Deswegen raten wir dir: Informiere dich immer wieder über die aktuellste Rechtsprechung. Im besten Fall konsultierst du zum Thema einen Rechtsanwalt, der sich auf dieses Fachgebiet spezialisiert hat.

Bild: Hand photo created by jcomp – www.freepik.com

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