Bundesland Fördermittel (Bild: Freepik)

Was ist das beste Fördermittel-Bundesland in Deutschland? Das sind die Top 3!

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Welches deutsche Bundesland bietet die beste Förderung für StartUps? Wie findest du das heraus? Ein Fördergelder-Experte gibt dir wichtige Tipps.

Förderung für Existenzgründung: Welches Bundesland ist attraktiv?

Möchtest du ein StartUp gründen? Dann musst du dir einige Gedanken über deinen Standort machen! Ein Baustein, den du bei denen Überlegungen mit einbeziehen solltest, ist die Verfügbarkeit und die Attraktivität der lokalen Zuschüsse.

Denn: Die einzelnen Bundesländer haben unterschiedliche Fördergelder für kleine Unternehmen in petto. Wenn du diese haben möchtest, musst du ein paar essentielle Dinge beachten. Welche das sind, erklärt Mirko Twardy im StartUpWissen Podcast.

Hinweis: Die Folge kannst du auch bei Apple Podcast, Google Podcasts, Spotify, Deezer, Podigee und über Alexa bzw. Amazon Echo anhören.

Mirko ist Fördermittel-Experte und betreibt unter anderem die Website Fördercafè. Im Podcast-Gespräch zeigt er auf, wie kompliziert und auch komplex es für Gründer und StartUps ist, die passenden Fördergelder der einzelnen Bundesländer zu bekommen.

Weshalb fördern die Bundesländer kleine und große Unternehmen?

Wenn dein StartUp seinen Sitz in Deutschland haben soll oder hat, hast du eine erstklassige Ausgangslage. Denn es gibt Tausende Fördertöpfe für Unternehmen. Warum? Das Fördersystem wurde so aufgebaut:

  • Es gibt Europa-Programme, also Förderungen für europäische Firmen
  • Der Bund betreibt über seine Ministerien unzählige Förderprogramme für deutsche Unternehmen
  • Und die 16 Bundesländer betreiben ebenso Förderung für regionale Gründer und StartUps

Warum haben Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Hamburg und Co. spezielle Förderungen für Existenzgründungen und kleine Unternehmen in petto? Sie möchten damit einerseits die Unternehmensgründung fördern – denn StartUps schaffen Arbeitsplätze und generieren Steuereinnahmen.

Das ist besonders für strukturschwache Regionen und Städte wichtig. Bei diesen Fördermitteln der Bundesländer handelt es sich um das sogenannte GRW – der Gemeinschaftsaufgabe “Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur”.

Andererseits lassen sich über spezielle Förderprogramme ganz gezielt StartUps und Unternehmen aus bestimmten Branchen und Industrien anlocken. Das erfolgt beispielsweise über F&E-Förderung (Forschung und Entwicklung) oder über Programme wie dem “Innovationsgutschein Hightech StartUp” von Baden-Württemberg.

Was ist das beste Bundesland für StartUp-Förderung?

Das lässt sich eigentlich pauschal nicht sagen. Denn jeder Gründer und jedes kleine Unternehmen hat unterschiedliche Startvoraussetzungen und Ziele. Wenn du beispielsweise ein Automobil-StartUp aus dem Studium heraus starten möchtest, sind für dich andere Dinge wichtig als für ein bestehendes Kleinunternehmen, das sich auf Fintech spezialisiert hat.

Trotzdem lässt sich eine tendenzielle Unterscheidung in gute und weniger gute Fördermittel-Bundesländer machen. Wie Mirko im Podcast erläutert, sind seiner Meinung nach diese drei seine Favoriten:

  • Berlin-Brandenburg
  • Nordrhein-Westfalen
  • Sachsen

Warum sind Berlin, NRW und Sachsen für Gründer so interessant?

Berlin ist super attraktiv für StartUps, unter anderem wegen den Fördermitteln. Doch: Da sich sehr viele kleine Unternehmen in der Bundeshauptstadt tummeln, kämpfen sie um die begrenzten Mittel. Das heißt, viele Töpfe sind schnell leer.

Anders sieht es in Brandenburg aus: Das Bundesland bietet  ähnlich attraktive Förderungen für StartUps, doch es gibt weniger Unternehmen, die sich darauf bewerben. Zudem lobte Mirko im Gespräch die digitale und recht schnelle Antragstellung über die Landesbank.

Auch NRW tut sehr viel für StartUps. Hier gibt es allerdings regionale Unterschiede. So hat das Bundesland spezielle Fördergelder für Unternehmen, die in strukturschwachen Gegenden ansässig sind. Sachsen nennt Mirko als Geheimtipp. Es gewann unter anderem bei einer schnellen Umfrage auf LinkedIn.

Weniger attraktiv für Gründer seien Baden-Württemberg und die Region München. Weshalb, das erfährst du in der Podcast-Folge.

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Wie erhältst du die regionalen Förderungen?

Das Finden von Fördermitteln und die Beantragung stellt ein kompliziertes Vorhaben dar. Sehr gute Tipps dazu gibt dir Kai Schimmelfeder in dieser älteren Folge des StartUpWissen Podcast:

Ein Aspekt, der beim “Abgreifen” der Bundesländer-Förderungen wichtig ist: Dein Unternehmen muss in der jeweiligen Region ansässig sein! Das bedeutet, dass ein StartUp aus Hessen keine Zuschüsse aus Berlin oder Bayern erhalten kann.

Du musst dementsprechend den Hauptsitz deiner Neugründung in das Bundesland, in dem du die Förderung erhalten möchtest, verlegen. Oder du eröffnest eine Niederlassung deines bestehenden StartUps in der entsprechenden Stadt oder Region.

Ganz wichtig: Es darf sich bei der Niederlassung um keine Briefkastenfirma oder um ein Virtual Office handeln! Du musst beispielsweise über Arbeitsverträge nachweisen, dass du vor Ort mit Mitarbeitern tätig bist. Hast du ein Team, das nur aus Remote Workern besteht, stehst du vor gewissen Herausforderungen bei der Beantragung der regionalen Förderung.


Apropos Remote Work: Im Gastbeitrag “Digitales Nomadentum in Thailand” erklärt Mirko Twardy, was du du als Selbstständiger in dem asiatischen Land beachten musst.


Fazit: Gibt es das beste Bundesland in Sachen StartUp-Fördermittel?

Jein. Manche Städte und Regionen sind zwar attraktiv, da sie viel für kleine Unternehmen und deren Förderung unternehmen. Doch am Ende musst du ganz individuell für dich abwägen, ob diese vermeintlichen Vorteile auch für dein Vorhaben gelten.

Manche Bundesländer haben wie erwähnt spezielle Töpfe für gewisse Branchen und Industrien. Passt dein StartUp hier dazu? Zudem musst du beachten, dass viele Förderprogramme zeitlich begrenzt sind und irgendwann auslaufen. So kann ein Pluspunkt schnell verpuffen.

Ebenso bedenken musst du die Konkurrenzsituation. In Berlin gibt es beispielsweise Tausende junge und kleine Unternehmen, die mit dir um die Förderungen “buhlen”. Macht es Sinn, bei diesem Wettstreit mitzumachen? Besonders, wenn damit unter Umständen ein Umzug deines Unternehmens oder die Eröffnung einer Zweigstelle verbunden sind?

Worauf du auch achten solltest: Mach dich schlau, wie schnell und digital die Landesbanken, welche die regionalen Förderungen vergeben, agieren. Bei manchen musst du dich mit extrem viel Papierkram beschäftigen und langsame Prozesse hinnehmen.

Unterm strich heißt das: Lohnt sich all den Aufwand für die in Aussicht gestellte Summe? Stell dir diese wichtige Frage!

Was bietet der StartUpWissen Podcast?

Unser Podcast richtet sich wie StartUpWissen.biz an Selbstständige, Gründer, Unternehmer und StartUp-Mitarbeiter. In kurzen Episoden von 20 bis 30 Minuten Länge beleuchtet unser Chefredakteur Jürgen Kroder zusammen mit jeweils einem Gast verschiedene Aspekte des Unternehmertums.

Sie reden über ungewöhnliche Geschäftsmodelle und über die vielen, vielen Herausforderungen der Selbstständigkeit. Das Ziel jeder Folge ist es, deinen Horizont zu erweitern, dir neue Inspirationen zu geben und zugleich wichtige Tipps zu vermitteln.

Wie entstand das Podcast-Format?

Der StartUpWissen Podcast ist eigentlich keine neue Idee, sondern eine Weiterentwicklung des USP Marketing Podcast. Den startete Jürgen spontan im Frühjahr 2020, passend zum Beginn der Corona-Pandemie. Aus dem grob skizzierten Konzept wurde eine Podcast-Serie, die es auf 40 Folgen brachte.

Doch im Laufe der Zeit ging die Grundidee, sich mit den Gästen hauptsächlich über den USP und über Marketing-Themen zu unterhalten, verloren. Somit war klar: Eine Anpassung des Konzeptes musste her! Gesagt, getan: Der USP Marketing Podcast ging in Rente und der StartUpWissen Podcast war geboren.

Die besten Folgen des USP Marketing Podcast wie auch alle Folgen des StartUpWissen Podcast findest du unter www.startupwissen.biz/podcast

 

Bilder: Freepik, LinkedIn

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