Observability Tipps (Bild: Shutterstock)

Observability: Mit diesen Tipps hältst du deine Cloud-Infrastrukturen deutlich besser im Blick

Du willst die Downtimes deiner cloudbasierten Apps und Umsatzeinbußen vermeiden? Observability hilft dabei. Hier fünf Tipps zum Einstieg.

Ein Gastbeitrag von Klaus Kurz, New Relic Inc.

Behalte deine Cloud-Anwendungen im Blick!

Viele StartUps verdienen ihr Geld mit Apps in der Cloud. Streikt die Anwendung, gefährdet das den Geschäftserfolg deines ganzen Unternehmens.

Während dein Business wächst, solltest du dir deshalb diese und ähnliche Fragen stellen: Wie skalieren wir unsere IT-Infrastruktur? Wie halten wir die Kosten für unsere Server oder Cluster niedrig? Wie behalten wir den Überblick, wenn in der Cloud plötzlich Warnungen auftreten? Schaffen wir es, in kritischen Situationen jede Menge Logs zu prüfen?

All das wird leichter, wenn du als Gründer von Anfang an auf Observability setzt und dabei die folgenden Ratschläge beherzigst.

Was bedeutet Observability?

Die direkte Übersetzung lautet “Beobachtbarkeit”. Doch die Observability im Sinne der IT verfolgt einen größeren, gesamtheitlichen Ansatz. Dieser geht über das klassische Monitoring von Tools, Anwendungen und IT-Infrastrukturen hinaus. Besonders im Bereich des Cloud Computing nimmt die Bedeutung von Observability zu.

Tipp 1 | Gib deinen Entwicklern die richtigen Tools

Die gute Nachricht: Unternehmen in der Frühphase haben heutzutage Zugriff auf die gleichen Entwicklungswerkzeuge, die auch Big Techs verwenden. Die Cloud macht es möglich und dank nutzungsabhängiger Bepreisung auch finanzierbar.

Doch viele StartUps gehen Kompromisse bei der Wahl ihrer Tools für Observability ein, indem sie sich auf Monitoring Tools beschränken. Das Problem hierbei: Du musst Monitoring Tools dann immer separat auswerten. Diesen Fehler solltest du vermeiden. Denn auf solider Basis entwickeln, veröffentlichen und wachsen lassen kannst du deine App nur mit Observability. Letztere ist viel mehr als bloßes Monitoring. Es umfasst die sofortige Analyse von Fehlern, Transaktionen, Metriken, Logs und mehr – KI-basiert und in Echtzeit.

Was du bei den Tools zu bedenken hast

Egal, ob du allein arbeitest, zwei oder zehn Entwickler beschäftigst: Deine Observability-Lösung sollte es ermöglichen, weniger Zeit mit mühsamer Fehlersuche und dem Auswerten von Logs zu verlieren. Dein Team muss jederzeit den Überblick über alle Aspekte haben, die für das korrekte Funktionieren deiner Anwendung relevant sind.

Log-Daten liefern dabei natürlich wertvolle Informationen. Doch ihr wollt ja auch die Ursachen jedes Events in eurem Cloud Stack kennen. So könnt ihr Performance-Probleme vermeiden und die Sicherheit eurer Cloud-Anwendung gewährleisten. Das Ziel: Du und dein Team bemerkt und behebt Fehler, bevor sie den Nutzern eurer Anwendung auffallen oder gar euer Business gefährden.

Inzwischen kannst du Observability in der Cloud ohne großen Einführungsaufwand als Service buchen. Moderne Lösungen für Cloud Observability sind sofort einsatzbereit. Manche Anbieter bieten dir als Gründer sogar einen komplett kostenlosen Start.

Tipp 2 | Zu teure Überwachungstools meiden

Besonders digitale StartUps geben oft viel Geld für Monitoring-Werkzeuge aus. Das sind Mittel, die für Innovation und fähiges Personal fehlen. Monitoring muss nicht viel Zeit und Geld kosten. Von Hand Traces, Logdateien, Metriken sowie Stichprobendaten rund um die Uhr zu prüfen, kostet unnötig Ressourcen. Weil sie noch keine umfassende Observability-Lösung nutzen, stellen viele Entwicklerteams nach wie vor Informationen aus diversen Log-Dateien und Monitoring-Lösungen mühevoll von Hand zusammen.

Junge Unternehmen, die auf eine effiziente Observability-Plattform setzen, verlieren weniger Zeit und Geld. Beides steht dann für Ideen, Innovation, Wachstum und New Business zur Verfügung. Bedeutet: Observability verschafft dir mehr Raum für Kreativität und die Weiterentwicklung deiner App und deines Business.

Tipp 3 | Managed Services im Griff behalten

Als Gründer beschäftigst du dich viel mit Code. Oft läuft es dann auf Managed Services hinaus. Damit musst du deine Infrastruktur nicht selbst verwalten, weil das der Cloud-Anbieter für dich erledigt. Doch das bringt manchmal Nebeneffekte mit sich: Plötzlich funktioniert deine App nicht mehr. Liegt das an Änderungen der “Managed-Infrastruktur”, hast du Probleme, die Ursache zu erkennen und zu beheben, weil der Durchblick fehlt.

Auch in solchen Situationen hilft dir eine Observability-Lösung. Verteiltes Tracing und die Darstellung von Logdateien im passenden Kontext geben Aufschluss darüber, welcher Service oder Aufruf zum Beispiel deine App ausbremst. Ein paar Klicks führen dich zu den Fehlerdetails in den Protokolldateien.

So kannst du Metriken, Events, Logs und Traces in einer einheitlichen, benutzerfreundlichen Ansicht durchprüfen. Achte bei der Auswahl deines Observability Tools aber darauf, dass die Dashboards und Abfragen nicht limitiert sind. Denn das stresst, wenn es einmal eng wird und du auf der Suche nach einem Fehler bist.

Tipp 4 | Tote Winkel in der IT-Infrastruktur vermeiden

StartUps, die neben der Cloud noch weitere Infrastrukturen nutzen, sollten auch diese in ihre Observability einbeziehen. Dazu gehören Dienste und Schnittstellen externer Anbieter oder an anderer Stelle gehostete Komponenten. Bei einer App ist immer das schwächste Glied verantwortlich für die Funktion der gesamten Kette.

Stell dir vor, du verwendest eine extern gehostete Lösung, um den Bezahlvorgang für deinen Onlineshop abzuwickeln. Mit Observability erhältst du zum Beispiel eine Instant Message, sobald hier irgendwo der Arbeitsspeicher knapp wird und die Gefahr besteht, dass deine Kunden nicht mehr bestellen oder bezahlen können.

Observability hilft dir in solchen Situationen jedoch noch mehr: Mit zwei Klicks kommst du zu den Metadaten. Von dort aus klickst du dich problemlos bis zu den Logs durch. Ergebnis: Du siehst, dass der “Hänger” durch einen bestimmten Prozess ausgelöst wird. Dann behebst du das durch Änderungen am Code – oder durch Anpassen der Speicherlimits. Fertig. Der Bestellprozess in deinem Onlineshop läuft wieder, deine Umsätze können weiter fließen.

Mit der passenden Observability-Lösung kannst du Fehler in jedem Bereich deines Online-Geschäftsmodells viel leichter beheben als bisher.

Tipp 5 | Schieb Observability nicht auf die lange Bank

StartUps fehlt es meist an Zeit und Geld. Da hast du keine Lust, lange Gespräche mit dem Vertriebsteam für Observability-Lösungen zu führen oder Verträge mit langfristigen Verpflichtungen abzuschließen.

Heute ist es aber kein Problem mehr, dass StartUps direkt in der Cloud ihre Observability-Lösung konfigurieren können. Ohne komplexe Konditionen und lange Vertragsdauer. Oft kannst du sogar eine Guided Installation nutzen. So ist ist innerhalb kürzester Zeit möglich, das Observability-Zeitalter für dein Cloud-basiertes Geschäftsmodell einzuläuten.

Fazit: Cloud Observability ist für StartUps machbar

Gründer wie du müssen nicht auf Observability für ihren gesamten Cloud Stack verzichten. Der Einstieg ist simpel. So entlastet du dich oder deine Entwickler und kannst dich auf neue Ideen und Geschäftsmodelle konzentrieren. Deine Apps und Produkte hast du besser im Griff denn je und kannst ungestört von IT-Problemen in der Cloud weiter wachsen.


Über den Autor:

Klaus Kurz ist seit Herbst 2019 Director, Solutions Consulting Central Europe bei New Relic. Hier führt er ein stetig wachsendes Team an Solution Engineers, Solution Consultants und Solution Architects, das Kunden bei der Umsetzung ihrer Digitalisierungspläne unterstützt. Zuvor arbeitete er 15 Jahre bei Adobe und füllte Positionen vom Manager Business Development bis zum Head of Solution Consulting für Zentral- und Osteuropa. Observability in der Cloud, etwa bei AWS mithilfe von New Relic One, gehört zu seinen Kernthemen.


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