Google Ads Adwords Tipps Anzeigenerstellung (Bild: Shutterstock)

Mehr Erfolg mit Google Ads: Das musst du bei den Anzeigentexten unbedingt beachten

Schaltest du Suchmaschinen-Anzeigen, solltest du Google Ads (ehemals Google Adwords) verstehen. Ebenso wichtig ist es, gute Werbetexte zu schreiben. So gelingt dir das.

Ein Gastbeitrag von Christoph Mohr, DAMCON

Das sind die Besonderheiten von Suchmaschinen-Anzeigen

Wenn man von Suchmaschinen-Marketing redet, ist damit in aller Regel Google-Marketing gemeint. Kein Wunder: Die Suchmaschine hat in Deutschland einen Marktanteil von über 90 Prozent, dahinter rangiert Bing. Zählt man YouTube – was wie Google zum Alphabet-Konzern gehört – zu den Suchmaschinen mit dazu, schiebt sich die Videoplattform auf den zweiten Platz.

Somit ist SEM bzw. SEA gleichbedeutend mit Google-Werbung. Und damit ist Google Ads – ehemals unter anderem als Google Adwords bekannt – das Tool zur Erstellung der ausgelieferten Textanzeigen in der Web-Suche.

Da die Bedienoberfläche von Google Ads ziemlich komplex ausfällt, solltest du als Laie lieber erst einmal mit den Grundlagen erfolgreicher Kampagnen beschäftigen und die Tagesbudgets geringhalten. Ansonsten besteht die Gefahr, dass unnötig Geld verbrannt wird. Um das zu vermeiden ist auch eine Agentur oder einen Google-Ads-Experte als Sparringspartner eine gute Wahl.

Ratschläge für Anzeigen-Texte mit Google Ads

Hast du dich mit der Oberfläche von Google Ads etwas vertraut gemacht, geht es an das Aufsetzen der ersten Kampagne. Bevor du planlos loslegst und Werbetexte schreibst, solltest du dir über ein paar Besonderheiten bewusst sein:

    • Die Anzeigen bestehen nur aus Text, es gibt derzeit keine Bilder oder Videos auf den Suchergebnisseiten von Google. Damit sehen sie wie normale Suchtreffer aus, lediglich ein „Anzeige“-Icon macht auf den Unterschied aufmerksam.
    • Nur bei passenden Suchanfragen werden deine Werbebuchungen angezeigt. Hierfür musst du vorher unter anderem die Keywords, also passende Schlagworte, definieren (“Hotel buchen”, “Schuhe kaufen” etc.)
    • Die Google Ads bieten wenig Platz (derzeit max. 270 Zeichen), somit gilt: Halte dich bei deinem Werbetext kurz und präzise!
    • Anzeigen, die sich gut klicken und von Google als relevant (Stichwort: Qualitätsfaktor) eingestuft werden, blendet die beliebte Suchmaschine in der Regel öfter und an höheren Positionen ein. Somit ist es wichtig, dass deine Ads-Kampagnen von Anfang an “rocken”.

So kannst du den knappen Platz in Google-Ads-Anzeigen besser nutzen

    • Schreibe einen werbekräftigen Text. Betone die wichtigsten Informationen in den ersten Anzeigentiteln und der ersten Beschreibungszeile (der 3. Titel und die 2. Beschreibung wird oft auf Mobilgeräten nicht angezeigt).
    • Schreibe Zahlen nicht aus, sondern verwende Ziffern. Also: “4 Wochen Wellnessurlaub” anstatt “Vier Wochen Wellnessurlaub”.
    • Kürze ab, aber bitte nur mit gängigen Abkürzungen wie: „MwSt.“ statt „Mehrwertsteuer“ oder „inkl.“ statt „inklusive“. Vermeide aber Abkürzung wie „versch.“ statt „verschiedene“ oder „spez.“ statt „speziell“
    • Nutze für zusätzliche Informationen die Anzeigenerweiterungen. Zum Beispiel: Referenzen und Kontakt in den Sitelinks; Versandkostenfreiheit, Expressversand, 24/7 Hotline in den Zusatzinformationen; Telefonnummer in der Anzeigenerweiterung.

Das musst du bei den Anzeigentexten noch beachten

    • Der Text und die verlinkte Seite müssen rechtskonform und jugendfrei sein (es gibt aber auch eine spezielle Freigabe „für Erwachsene“).
    • Der Anzeigentext sollte Sinn ergeben.
    • Nutze nur ein Ausrufezeichen und/oder Fragezeichen im gesamten Anzeigentext.
    • Es dürfen nicht mehrere Großbuchstaben hintereinander folgen. Gängige Bezeichnungen wie “PKW” oder „LED“ sind möglich, aber keine Wörter wie „AUTO“ in Großbuchstaben.
    • Die Aussage der Werbung darf nicht unvollständig oder abgeschnitten wirken.
    • Deutsche Rechtschreibung ist wichtig.

Fünf weitere Tipps für gute Google-Ads-Anzeigentexte

Hinter nahezu jeder Google-Suchanfrage steckt eine Frage oder ein Bedürfnis. Der User wünscht hierauf eine Antwort oder eine Lösung – und das möglichst schnell und treffend. Deswegen solltest du dir immer überlegen, was der potenzielle Kunde will und was du ihm dafür anbieten kannst.

Formuliere hierfür zielgenaue Texte, um den potenziellen Kunden sofort anzusprechen. So schaffst du das:

Tipp 1 | Stelle eine Frage in der Anzeige

    • Fühlst du dich zu dick?
    • Haben Sie Halsschmerzen?
    • Seitensprung gesucht?
    • Zeit für einen Tapetenwechsel?

Wichtig: Greife die Frage auf und biete bereits in der Anzeige eine mögliche Lösung an. Das könnte so aussehen:

    • Fühlst du dich zu dick?
      Wir bieten Abnehmkurse an.
    • Haben Sie Halsschmerzen?
      Günstige Medikamente jetzt bestellen.
    • Seitensprung gesucht?
      Bei uns gibt es diskrete Flirt-Möglichkeiten.
    • Zeit für einen Tapetenwechsel?
      Buche hier ein Wellness-Wochenende für 99€.

Tipp 2 | Spreche die Sprache deiner Zielgruppe

Wie reden deine Kunden? Sind es Profis in einem Fachgebiet oder eher Otto-Normal-Verbraucher? Und: Wie suchen sie im Internet? Sucht deine Zielgruppe nach Beamern oder Projektoren? Heißt es Handy, Smartphone oder Mobiltelefon? Schraubenzieher oder Schraubendreher?

Welche Wortwahl ist besser bzw. bringt dir größere Erfolge? Werde dir darüber bewusst. Am besten startetst du eine entsprechende Recherche und befragst gern den Google-Ads-eigenen Keyword-Planer.

Tipp 3 | Werbe mit verlockenden Angeboten

Bietet deine Webseite gerade besondere Rabatte? Gibt es gute Paket-Angebote? Sind die Angebote vielleicht nur kurzfristig erhältlich? Ja? Dann sage das auch in deiner Anzeige! Setze hierbei attraktive Wörter wie “kostenlos” oder „günstig“ ein.

Tipp 4 | Call to Action!

Auch wenn der Platz knapp ist: Vergiss nicht bei deiner SEA-Kampagne die potenziellen Kunden direkt anzusprechen und zu einer Handlung aufzufordern. Ein entsprechender Call to Action könnte “Jetzt testen”, “Sofort buchen” oder “Kostenlos bestellen” sein.

Tipp 5 | Konzentriere dich auf eine Nische

Manche Suchbegriffe und Zielgruppen sind hart umkämpft. Wer Schuhe online verkauft oder für ein Gratis-Konto werben will, wird aufgrund der hohen CPC-Preise (Cost per Click) schnell sein Budget los.

Deswegen kann es sinnvoll sein sich auf eine kleine, aber feine Randgruppe zu konzentrieren. Eben eine Nische, die deine Mitbewerber nicht im Blick haben. Picke dir hierfür einen USP – ein Alleinstellungsmerkmal – heraus.

Google Ads Text Beispiel (Bild: Google / Christoph Mohr)

Wenn du beispielsweise einen Pizza-Lieferdienst betreibst, ist dir bewusst, dass viele Konkurrenten mit günstigen Preisen werben.

Was könnte dein Alleinstellungsmerkmal sein? Vielleicht bietest du glutenfreie Pizza oder Pizzen für Vegetarier an? Schreibe das in deinen Anzeigentext bzw. starte eine spezielle Ads-Kampagne nur dafür!

Noch mehr Tipps für Google-Ads-Textanzeigen

… erhältst du in dieser Folge des USP Marketing Podcasts:


Über den Autor:

Christoph Mohr verteilt als offiziell zertifizierter Trainer für Google Ads sein Wissen und betreibt mit der DAMCON GmbH eine Suchmaschinenmarketing-Agentur. Zudem ist er Herausgeber eines kostenlosen Google-Ads-Kurses, Buch-Autor und Videokurs-Anbieter. Im Onlinemarketing ist Christoph seit 2002 unterwegs.


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Bilder: Shutterstock, Google, Christoph Mohr

Ein Kommentar

  1. Schöne Tipps habt ihr zusammengestellt. Die helfen einem wirklich weiter wenn man mal wieder nicht Performance hat die man erwartet. Ich finde aber, dass es nicht immer ein Call to Action sein muss. Man kann die Leute auch anders ansprechen und zum Klicken animieren. Ich habe gemerkt, dass die Position der Leute im Kaufprozess eine entscheidende Rolle spielt. Das sollte man bei der Gestaltung der Anzeigentexte beachten.

    Wird z.B. erstmal nach Produkten gesucht und recherchiert, können die USPs im Anzeigentext auch sehr gut funktionieren. Man sollte daher mehrere Anzeigentextformate testen und analysieren welche am besten funktionieren. Dementsprechend können dann auch neue Keywords eingebucht und weniger relevante Keywords ausgeschlossen werden. Das verbessert die Performance und auch den Qualitätsfaktor der Anzeigen. Der Qualitätsfaktor hat ja einen hohen Einfluss auf die Position der Anzeige. Bei diesem Punkt gibt es viel Optimierungspotential. Ich habe diesen Blogartikel (https://www.onlinesolutionsgroup.de/blog/verbesserung-des-adwords-qualitaetsfaktor/) gelesen, der eniige gute Vorschläge zur Verbesserung bereithält. Das sollte man auch mit in die Erstellung der Anzeigentexte einfließen lassen.

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