Microsoft Bing (Bild: Shutterstock)

Microsoft Bing: Wichtige Fragen & Antworten zum Google-Konkurrenten

Es muss nicht immer Google sein! Deswegen solltest du auch Bing für deine Onlinemarketing-Kampagnen nutzen.

Der Marktanteil von Bing

Wenn es um SEM (Search Engine Marketing) geht, dann reden alle über Google. Verständlich: Die Suchmaschine dominiert das Web – zumindest im Westen. Google hatte die letzten Jahren in Deutschland einen Marktanteil von über 90 Prozent, dementsprechend fokussieren sich kleine wie auch große Unternehmen bei ihren Onlinemarketing-Maßnahmen auf den Marktführer.

Trotzdem solltest du die Nummer 2 nicht vernachlässigen: Microsoft Bing. Die Suchmaschine rangiert in Sachen Marktanteil zwar deutlich hinter dem Platzhirschen Google, hatte aber im September 2020 zumindest im Bereich der Desktop-Suchen einen Marktanteil von knapp zehn Prozent.

Was sich in Deutschland für Bing abzeichnet, gilt auch im Rest der Welt: Die Suchmaschine aus Redmond verliert sukzessive an Bedeutung, ist dabei aber kontinuierlich die Nummer zwei. Das zeigt unter anderem ein ausführlicher Beitrag von luna-park über die Suchmaschinen Marktanteile in der Welt.

So sah die Verbreitung laut SEO-Summary in 2020 aus, in der jeweiligen linken Säule sind die Marktanteile für die Desktop-Suche, in der jeweiligen rechten Säule die Marktanteile für die mobile Suche verzeichnet.

Lohnt sich Bing für deine Onlinemarketing-Maßnahmen?

Wie bei Google kannst du bei Bing Anzeigen im Rahmen deiner SEA-Strategie schalten. Die Ads sehen ähnlich wie die gekauften Suchtreffer beim großen Mitbewerber aus und funktionieren auch so.

Die Suchmaschinen mögen sich zwar sehr ähnlich sein, doch es gibt ein paar Unterschiede. So wurde früher gerne damit argumentiert, dass Bing unter anderem über Hintergrundbilder und eine einfachere Datum-Filterfunktion steht.

Diese Pluspunkte haben aber kaum Relevanz für die User, so dass man es seitens Microsoft mit anderen taktischen Maßnahmen versucht: In Produkten von Microsoft 365 (ehemals Office 365) wird Bing als Standardsuchmaschine eingesetzt.

Und mit Bing erreichst du zusätzlich die User von Yahoo und AOL. Das sind Dinos aus den Anfangszeiten des World Wide Web, sie besitzen aber immer noch Millionen Usern weltweit. Zudem steckt unter der Haube der deutschen Suchmaschine Ecosia ebenfalls die Technologie von Bing.

Das bedeutet: Möchtest du gewisse Zielgruppen ansprechen, solltest du Bing in deine Onlinemarketing-Maßnahmen aufnehmen. Wenn du auf große Reichweiten setzt, kommst du an Google nicht vorbei.

Bing Tools: Womit erstellt man Bing Ads?

Fürs Bing Advertising, das auch Microsoft Advertising heißt, hat Microsoft ein Pendant zu Google Ads (ehemals Google Adwords) entwickelt: den Bing Ads Editor aka Microsoft Advertising Editor. Mit ihm erstellst und verwaltest du deine Anzeigen.

Die Bing Ads App von MicrosoftDarüber hinaus gibt es unter anderem einen Keyword Planer, ein Anzeigenvorschau-Tool und ein Programm namens Advertising Intelligence. All diese Werkzeuge fasst der Konzern aus Redmond unter dem Begriff “SEM-Tools für Microsoft Advertising” zusammen.

Wer Bing Ads schaltet, möchte nicht nur am PC, sondern auch unterwegs wissen, wie gut die Performance seiner Anzeigen ist. Dafür hat Microsoft eine App für iPhone, iPad sowie für Smartphones und Tablets mit Android im Angebot.

Mit der App lassen sich Kennzahlen wie CTR (Click Through Rate), CPC (Cost per Click), CPA (Costs per Aquisition) und der ROAS (= die zurechenbaren Werbekosten) in Echtzeit ermitteln, Kampagnen-Budget verändern oder Anzeigen per Fingertipp aussetzen.

Bing Ads vs. Google Ads: Welche Vorteile hat die Microsoft-Suchmaschine?

Aufgrund der recht geringen Marktanteile wird Bing bei Marketern gerne unterschätzt bzw. vernachlässigt. Dementsprechend gibt es bei vielen Keywords weniger Konkurrenz, was sich positiv auf die Klickpreise auswirkt.

Das bedeutet: Dadurch, dass weniger Menschen Bing nutzen, erhältst du die Anzeige dort günstiger. Der Cost per Click bei Bing liegt unterhalb dessen von Google. Zudem schlägt Bing Ads den Konkurrenten Google Ads beispielsweise beim Targeting, also bei der Auswahl der Zielgruppe.

Weitere Vorteile fasst die Seite Instapage sehr gut zusammen.

Bing Ads: die Kosten

Das Geschäftsmodell von Bing Ads bzw. Microsoft Advertising entspricht dem von Google Ads: Die Benutzung des SEA-Tools ist kostenlos, auch die Schaltung der Anzeigen kostet dich nichts. Dafür wird nach dem CPC-Modell (Cost per Click) abgerechnet: Du bezahlst nur für die Klicks auf deine Anzeigen.

Hier kann – wie erwähnt – Bing gegenüber Google punkten, denn die CPC-Preise fallen laut SEM-Spezialisten in der Regel günstiger aus. Das macht die Nr. 2 im SEM bzw. SEA-Markt auch für StartUps interessant.

Bing-Anzeigen: Hilfe und Tipps

Wer Google Ads bzw. Google Adwords kennt und damit umgehen kann, wird sich bei Bing Ads bzw. Microsoft Advertising schnell zurechtfinden. Damit auch Einsteiger schnell zurechtkommen, gibt es auf der offiziellen Webseite zahlreiche Ratschläge und Online-Kurse. Diese erklären unter anderem, wie du eine effektive Anzeige verfasst, wie du passende Keywords auswählst oder wie du das Targeting optimierst.

Hast du trotzdem noch offene Fragen oder benötigst du Hilfe? Dann kannst du dich an den Bing-Support wenden, der per Telefon, Chat und E-Mail erreichbar ist.

Sollte dir all das nicht ausreichen, kannst du mit dem den Tipps und Tricks des “Internet-Gurus” Neil Patel mehr aus deinen Bing Ads herausholen. Patel hat in seinem Blog mehr als 20 “Hacks” für das Suchmaschinen-Tool parat.

Bilder: Shutterstock, SEO-Summary.de, Luna Park, Microsoft

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