Sicheres Passwort (Bild: Freepik)

Schütze deine Daten! 7 einfache Tipps für bessere und sichere Passwörter

  • Letztes Update:2 Monaten 
  • Lesezeit:6Minuten

Passwörter sind einer der wichtigsten Aspekte der Online-Sicherheit. Deshalb solltest du unbedingt ein sicheres Passwort wählen. So geht das.

Ein Gastbeitrag von Frank Sarodnick, ALSA digital GmbH

Das beliebteste Passwort

Das beliebteste Passwort im Jahr 2021 war „123456“, gefolgt von „passwort“, „12345“ und „hallo“. Das Sicherheitslevel der weiteren beliebten Passwörter ist nicht besser. Es ist wie eine Einladung an alle Hacker, die auf deine Daten aus sind.

Stell dir einmal vor, was passiert, wenn dein Passwort kompromittiert, also gehackt wird? Wie viele Daten sind von dir zugänglich? Welche Konten könnte ein Hacker sperren und was bedeutet dies für dich und dein Business?

Die Kernfragen aber sind folgende: Was kannst du tun, damit das nicht passiert? Und wie kannst du dafür sorgen, dass deine Passwörter sicher und geschützt sind?

In diesem Artikel gehen wir auf die Bedeutung von Passwörtern ein und geben dir sieben Tipps die sichere Passwort-Erstellung.

Tipp 1 | Niemals einfache Wörter verwenden

Nimm kein Wort, das man leicht erraten kann oder das im Wörterbuch zu finden ist. Selbst wenn du ein oder zwei Buchstaben änderst, macht das keinen großen Unterschied. Hacker können leicht an Listen mit gängigen Passwörtern herankommen, deshalb ist es besser, wenn du etwas Einzigartiges verwendest.

Tipp 2 | Niemals persönliche Informationen nutzen

Vermeide es, persönliche Informationen zu verwenden, auf die leicht zugegriffen werden kann. Zu den persönlichen Daten gehören unter anderem:

  • Geburtstag
  • Telefonnummer
  • Hochzeitstag
  • Wohnort
  • Adresse
  • Namen der engsten Verwandten oder deines Haustieres
  • Namen der Firma, bei der du tätig bist
  • deine Lieblingsband

Viele Websites fragen bei der Anmeldung nach persönlichen Informationen. Am besten ist es, wenn du keine Daten von dir preisgibst, wenn es nicht unbedingt notwendig ist.

Wenn eine Website wirklich bestimmte Informationen benötigt, um dir Zugang zu gewähren, stelle sicher, dass die Verbindung sicher und verschlüsselt ist. So kannst du verhindern, dass jemand deine persönlichen Daten sieht, ohne eine entsprechende Berechtigung zu haben.

Tipp 3 | Niemals das Passwort aufschreiben

Der größte Fehler, den du machen kannst, ist es, dein Passwort irgendwo aufzuschreiben. Leider ist es im stressigen Büroalltag immer noch so, dass viele komplizierte Passwörter auf irgendwelchen Zetteln stehen, unter der Tastatur liegen oder gar am Bildschirm angeklebt werden.

Viele denken, dass Hackerangriffe nur von außen kommen. Und da ist das komplizierte Passwort ja vermeintlich gut genug. Aber es ist so, dass auch eine große Gefahr innerhalb einer Organisation entstehen kann. Der frustrierte Kollege oder die enttäuschte Mitarbeiterin können sich ein zugängliches Passwort nehmen und damit viel Schaden anrichten. Ob bewusst oder unbewusst ist an dieser Stelle egal. Letzten Endes wird es immer auf den Inhaber des Passwortes zurückfallen und diesen in ein schlechtes Licht stellen.

Tipp 4 | Nimm komplizierte Passwörter

Ein kompliziertes Passwort sollte mindestens acht, besser zehn Zeichen haben. Es sollte eine Mischung aus Buchstaben, Zahlen und Symbolen enthalten. So wird es für Hacker schwieriger, dein Passwort zu erraten.

Du kannst dir deine eigenen komplizierten Passwörter ausdenken, aber merke sie dir gut. Auf keinen Fall darfst du sie aufschreiben oder sie auf deinem Computer oder Handy speichern. Das wäre dann wieder eine Möglichkeit für Hacker, dein Passwort abzugreifen.

Wenn du dir mehr als drei oder fünf dieser komplizierten Passwörter dauerhaft merken musst, kann das ganz schön schwierig sein. Dann solltest du überlegen, ob ein Passwortmanager für dich in Frage kommt.

Tipp 5 | Verwende einen Passwort-Manager

Ein Passwortmanager ist eine Software, die komplexe und einzigartige Passwörter erstellt und an einem Ort verschlüsselt und sicher speichert. Den Zugang zum Passwortmanager sicherst du mit einem starken Passwort und gegebenenfalls mit einem zweiten Faktor. Auf diese Weise musst du dir nur ein Hauptpasswort merken und der Rest wird im Passwortmanager gespeichert.

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Die Vorteile eines Passwortmanagers:

  • Du musst dir nur ein (starkes) Hauptpasswort merken.
  • Ein Passwortmanager erstellt einzigartige, schwer zu erratende Passwörter.
  • Du kannst für jedes Konto ein anderes Passwort verwenden.
  • Du kannst beim Login in ein Konto die Anmeldedaten automatisch vom Passwortmanager übernehmen. Das spart viel Zeit.

Es gibt inzwischen viele verschiedene Arten von Passwortmanagern, deshalb ist es wichtig, dass du dich informierst und den richtigen für dich findest.

Beliebte Anbieter sind zum Beispiel:

  • 1Password
  • Bitwarden
  • KeePass
  • LastPass
  • NordPass.

Tipp 6 | Ein Konto = ein Passwort

Nutze für jedes Konto ein anderes Passwort. Auf diese Weise wird der Schaden auf dieses eine Konto begrenzt, wenn dein Passwort doch einmal kompromittiert wird. Du kannst dich darauf konzentrieren, dieses eine Konto zu sichern oder wiederherzustellen und musst nicht noch gleichzeitig weitere Konten bearbeiten.

Das Prinzip „ein Konto = ein Passwort“ ist nicht immer einfach umzusetzen, aber die Mühe lohnt sich auf jeden Fall. Am einfachsten geht das, wenn du einen Passwortmanager einsetzt, wie im vorherigen Tipp aufgeführt.

Tipp 7 | Passwort regelmäßig ändern

Es ist außerdem wichtig, dass du deine Passwörter regelmäßig auswechselst. Allgemein wird empfohlen, dies alle drei Monate zu tun. Wenn dein Passwortmanager das zulässt, kannst du das Passwort automatisch ändern. Auf diese Weise musst du das nicht selbst tun und das Risiko, das neue zu vergessen, ist geringer.

Wenn es jemandem gelingt, deine Passwörter zu stehlen oder zu erraten, hat er/sie durch regelmäßiges Ändern weniger Chancen, sich in Zukunft wieder Zugang zu deinen Daten zu verschaffen.

Vergiss nicht, dass stärkere Passwörter auch für einige Geräte wie Router und Überwachungskameras wichtig sind. Viele Hersteller verwenden standardmäßig Standardbenutzernamen und -passwörter für ihre Produkte, die im Internet leicht zu finden sind (z. B. „admin“ als Benutzername ohne Passwort). Stelle sicher, dass du diese auch änderst!

Was bringt die Zukunft der Passwörter?

Wenn du ein sicheres Passwort wählst und regelmäßig änderst, dann bist du im Moment auf der sicheren Seite. Aber mit dem technischen Fortschritt werden die heute üblichen Passwörter nicht mehr sicher sein.

Das Werkzeug, mit dem sich Passwörter leicht knacken lassen, sind die Quantencomputer. Ein Quantencomputer ist ein Gerät, das die Quantenmechanik nutzt, um Informationen zu speichern und zu verarbeiten. Während klassische Computer Bits verwenden, die entweder 1 oder 0 sind, verwenden Quantencomputer Qubits, die gleichzeitig 1 und 0 sein können. Dadurch lassen sich Rechenoperationen viel schneller als gewöhnlich durchführen.

Fazit

Ja, ein Quantencomputer kann nahezu beliebige Passwörter knacken. Im Moment sind die Quantencomputer in der Entwicklung und es gibt recht wenige von ihnen. Somit ist die Gefahr noch gering, dass dein Passwort schnell geknackt wird.

Doch: Passwörter wie „123456“, „0000“ oder „QWERTZ“ sind und waren noch nie sicher! Denke daran, wenn du dir das nächste Mal ein Passwort ausdenkst.


Über den Autor:

Frank Sarodnick ist Gründer der ALSA digital GmbH. Als Business- und Technikmentor unterstützt er kleine Unternehmen und Solopreneure beim Onlinebusiness. Er schreibt seine Texte mit Hilfe einer künstlichen Intelligenz.


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