Erklärvideo (Bild: Shutterstock)

Wie du Erklärvideos nutzt, um aus Interessenten echte Kunden zu machen

So setzt du Erklärvideos richtig ein, um Aufmerksamkeit zu erhalten und deine Produkte besser zu verkaufen.

Was genau ist ein Erklärvideo?

Typische Erklärvideos sind in der Regel 30 bis 120 Sekunden lang und bestehen aus Comicartigen Bildern und Animationen. In dieser kurzen Zeit wird ein Sachverhalt kompakt per Video und Audio erklärt – daher der Name.

Die meisten Erklärvideos sind mit einer Hintergrundmusik und einer Sprecherstimme unterlegt. Der Sprecher vermittelt den Sachverhalt. Die Musik dient dazu, eine Grundstimmung zu erzeugen. Sie unterstreicht die Dynamik des kurzen Clips.

Welche Vorteile bieten Erklärvideos?

Es gibt einige Pluspunkte, die für die schnell geschnittenen Videos sprechen:

Sehr gut “snackbar”

“Goldfische haben bereits eine längere Aufmerksamkeitsspanne als Menschen”: Das ist die Erkenntnis einer Studie von Microsoft. Demnach kann sich der moderne Homo Sapiens nur noch wenige Sekunden auf eine Sache konzentrieren.

Das heißt, du musst potenzielle Kunden sofort “catchen” – ansonsten verlieren sie das Interesse. Ein Weg, dieses Kundenverhalten zu bedienen, ist sogenannter Snackable Content. Zu diesen “leicht essbaren Inhalten” gehören beispielsweise Social-Media-Posts und Erklärvideos.

Komprimierte Informationen

Wie funktioniert deine neue App? Wie revolutionär ist das Produkt deines StartUps? Vermittle die wichtigsten Fakten in wenigen Sekunden, indem du sie eindämpfst. Labere nicht lange herum, sondern komme zum Punkt – wie bei einem Pitch.

Ein Erklärvideo ist somit der animierte Elevator Pitch deines Unternehmens oder deines Produktes.

Bilder sagen mehr als Worte

Geben wir es zu: Die Wenigsten von uns finden es spannend, Produktinformationen oder Werbebroschüren zu lesen. Der moderne Mensch lässt sich lieber “berieseln”. Auch dafür eignet sich ein Erklärvideo bestens, besonders wenn es sympathisch gemacht ist.

Sympathisch heißt: nicht trocken. Leiere keine Fakten runter, sondern versuche mit dem Clip eine kleine Geschichte zu erzählen, in die du die relevanten Fakten einbettest. Eventuell würzt du das Video-Häppchen mit einer Prise Humor. “Falle auf, tanze aus der Reihe und bleibe in den Köpfen mit einem professionellem Erklärvideo!”, raten die Profis von ExplainNow.

Günstige Produktion

Viele Startups scheuen das Thema Bewegtbild. Denn die Produktion von Videos kann sehr aufwändig und teuer ausfallen – besonders bei Hochglanz-Imagevideos. Das Gegenteil ist der Fall bei Erklärvideos. Diese kriegst du von Profis für ein überschaubares Budget.

Brennt sich ein

Wie verschiedene Studien zeigen, bleiben sogenannte audiovisuelle Inhalte länger im Kopf hängen als reine Textinhalte. Das heißt, der Betrachter eines Erklärvideos kann sich recht lange an das Gezeigte erinnern.

Der wichtigste Pluspunkt: die Kundenbindung

Wenn ein potenzieller Kunde auf deiner Website ein Erklärvideo anschaut, verweilt er für eine kurze Zeit. Das ist einerseits ein positives Signal für die SEO-Kraft deiner Seite. Andererseits stellt das den perfekten Einstieg dar, den Interessenten länger bei dir zu behalten.

Fällt ein Erklärvideo überzeugend aus, verlockt das den Betrachter deine Website zu “durchstöbern”. Denn er ist nun angeregt und möchte mehr über das vermittelte Thema – zum Beispiel ein Produkt deines StartUps – wissen. Selbst wenn er nach einer kurzen Recherche deine Website verlässt, bleiben die Informationen dank des Videos in seinem “Hinterkopf“.

Was Erklärvideos mit der Customer Journey zu tun haben

Jeder Kunde geht auf eine Reise, die sogenannte Customer Journey. Diese fällt kurz aus, wenn du dir im Supermarkt spontan einen Kaugummi in den Einkaufswagen legst. Länger ist die Customer Journey bei erklärungsbedürftigen und teuren Produkten. Denn wer von uns kauft schon mehrmals pro Woche ein neues Auto oder eine komplizierte Software?

Bei derartigen Produkten gestaltet sich die “Kundenreise” gerne lang und verworren. Deshalb müssen Unternehmen ihre Kunden in den verschiedenen Phasen umgarnen. Zum Beispiel gilt es, für Aufmerksamkeit (Attention) zu sorgen, das Interesse zu wecken (Interest) oder einen Kaufwunsch auszulösen (Desire).

Erklärvideos sind bestens geeignet, um sie in der Interest- und Desire-Phase einzusetzen. Denn hier sind deine möglichen Kunden empfänglich für überzeugende Argumente.

Wo du Erklärvideos überall nutzen kannst

Normalerweise kommen Erklärvideos auf Firmenwebseiten und Onlineshops zum Einsatz. Hier erklären sie kurz und knapp die Vorzüge eines neuen Produktes. In der Nähe ist meist ein Call-to-Action-Button platziert, über den man das Produkt sofort bestellen bzw. kaufen kann.

Oder du verwendest einen derartigen Clip, um Bewerber anzusprechen. Zum Beispiel, indem du das Erklärvideo auf Facebook, Instagram und deiner Karriere-Landingpage postest.

Ebenso kannst du die Videos offline einsetzen. Lass sie auf einer Messe oder einem Kongress auf einem Monitor laufen. Oder nutze Erklärvideos, um Inhalte bei Schulungen und Fortbildungen zu vermitteln.

Was du bei der Umsetzung beachten musst

Denke bei der Konzeption und beim späteren Einsatz stets daran, wenn du mit dem Erklärvideo ansprechen möchtest. Wer ist deine Zielgruppe? Sind es Geschäftskunden oder private Endkunden, welche ein Produkt kaufen sollen? Sind es Geldgeber, die in dein Startup investieren? Oder sprichst du vielleicht Studenten an, die sich bei deinem Unternehmen bewerben möchten?

Je nach Zielgruppe und Einsatzort muss dein Video anders “gestrickt” sein. Eventuell lässt du verschiedene Versionen erstellen, um den Clip passgenau in der Customer Journey einzusetzen. Denn ein versierter Interessent weiß bereits mehr über dein Produkt als jemand, der gerade zum ersten Mal davon hört.

Wer produziert das Erklärvideo? Was kostet das?

Das sind zwei häufig gestellte Fragen. Die erste lässt sich leicht beantworten:

Es gibt mittlerweile zahlreiche Programme, mit denen du selbst Erklärvideos erstellen kannst. Dafür hast du eine Lizenz- oder Kaufgebühr zu bezahlen. Zudem wartet viel Arbeit auf dich! Du musst dich unter anderem in die Software einarbeiten, die Animationen umsetzen, einen professionellen Sprecher aufnehmen und das Gesamtwerk zusammenschneiden.

Einfacher, schneller und meist auch günstiger geht es, wenn du eine auf Erklärvideos spezialisierte Agentur beauftragst. Der Dienstleister unterstützt dich bei der Konzeption und Umsetzung. Du bekommst am Ende ein fertiges Video, das du sofort einsetzen kannst.

Was die Kosten anbelangt: Diese fallen unterschiedlich aus. Wenn du selbst ein Erklärvideo produzierst, musst du Ausgaben für die Software und den Sprecher einreichen. Dazu gesellt sich ein hoher zeitlicher Aufwand.

Die meisten Agenturen bieten attraktive Komplettpakete an. Oft erhältst du für einen niedrigen, vierstelligen Betrag ein kurzes, ansehnliches Video. Je länger und aufwändiger, desto teurer – so die einfache Faustformel.

Bild: Shutterstock

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