Golden Circle (Bild: Pixabay)

Was ist eigentlich… der Golden Circle? Lerne zu kommunizieren wie Apple und Tesla!

  • Letztes Update:1 Monat 
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Weißt du, wie du dich im Wettbewerb differenzieren kannst? Der Golden Circle hilft dir dabei, deine Firmenpositionierung zu schärfen.

Was ist der Golden Circle?

Der Golden Circle ist ein Management-Tool, mit dem du die Unternehmenskultur und die Marke deines Unternehmens nachhaltig prägst und nachvollziehbar für Außenstehende formulierst. Die Idee des Golden Circle geht auf den Amerikaner Simon Sinek zurück. Er hat dazu Bücher veröffentlicht und einen viel beachteten TED Talk gehalten.

Wie funktioniert der Golden Circle?

Der Ansatz von Sinek klingt einfach: Jedes Unternehmen dieser Welt weiß ziemlich genau, was es tut (“What”). Manche Unternehmen wissen auch, wie sie die Dinge tun (“How”). Das definieren sie dann zum Beispiel in USP, halten es in ihrer Unternehmensvision fest und entwerfen dementsprechende Marketingbotschaften.

Es gelingt jedoch den wenigsten Unternehmen zu formulieren, wofür sie wirklich stehen und wozu sie eigentlich antreten (“Why”).

Schaubild Golden Circle (Bild: Medium)

Im Zentrum des Golden Circles: das Wozu

Das “Why” steht im Zentrum des Golden Circles. Viele übersetzen es mit “Warum”, treffender dürfte die Übersetzung “Wozu” sein. Damit nimmt der Golden Circle Anleihen von dem, was viele Unternehmen und Organisationen in ihrem Mission Statement beschreiben: Ein „Wozu“ nimmt den Zweck, der für andere erreicht werden soll, in den Fokus.


Wer ist eigentlich Simon Sinek?

Simon Sinek ist ein britisch-amerikanischer Autor, Motivationssprecher und Organisationsberater. Er wurde besonders bekannt für sein Konzept des Golden Circle. Sinek hat mehrere inspirierende Bücher geschrieben, darunter „Start with Why“ und „Leaders Eat Last“, in denen er seine Theorien über Führung und Motivation ausführt.


Golden Circle: Bekannte Beispiele

Simon Sinek hat ja das Konzept des Golden Circle entwickelt, um die Bedeutung von „Warum“, „Wie“ und „Was“ in der Unternehmenskommunikation zu betonen. Hier ein paar Beispiele für Unternehmen und Marken, die den Golden Circle erfolgreich angewendet haben:

Apple

  • Warum: „Think Different“ – Apple ist davon überzeugt, dass Innovation nur durch das Andersdenken erreicht werden kann.
  • Wie: Durch intuitive, einfache und elegante Designs, die das Leben der Menschen erleichtern.
  • Was: Produkte wie das iPhone, iPad, MacBook, AirPods und andere Apple-Produkte.

Nike

  • Warum: „To bring inspiration and innovation to every athlete in the world“ – Nike glaubt daran, dass jeder Mensch ein Athlet sein und sein volles Potenzial erreichen kann.
  • Wie: Durch Produkte, die Leistung und Komfort vereinen. Und durch emotionale und inspirierende Werbekampagnen, die Menschen dazu ermutigen, ihre Grenzen zu überschreiten.
  • Was: Schuhe, Kleidung und Zubehör für verschiedene Sportarten und Aktivitäten.

Tesla

  • Warum: „To accelerate the world’s transition to sustainable energy“ – Tesla ist der Meinung, dass Elektrofahrzeuge die Welt verändern zu einer ökologischeren Zukunft können.
  • Wie: Durch die Entwicklung von Elektrofahrzeugen, die leistungsstark, schön und umweltfreundlich sind, sowie durch den Ausbau von Ladestationen.
  • Was: Elektroautos wie das Model S, Model X, Model 3 und Model Y sowie Solarsysteme und Batteriespeicher.

Airbnb

  • Warum: „Belong anywhere“ – Airbnb glaubt daran, dass Reisen Menschen verbinden und die Welt zu einem besseren Ort machen kann.
  • Wie: Durch eine Plattform, die es Menschen ermöglicht, einzigartige Unterkünfte auf der ganzen Welt zu finden. Und durch Erlebnisse, die es Reisenden ermöglichen, sich mit Einheimischen zu treffen und authentische Erfahrungen zu teilen.
  • Was: Vermietung von Unterkünften und Erlebnissen auf der ganzen Welt.

Man sieht: Diese Unternehmen haben den Golden Circle erfolgreich eingesetzt, um ihre Profile zu schärfen und eine treue Kundenbasis aufzubauen.

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Die weiteren Ebenen im Golden Circle

Das “How”, also das “Wie”, finden sich in der zweiten Ebene. Das „What“, also das “Was”, ist in der dritten Ebene zu Hause. Normalerweise formulieren Unternehmen, was sie zu tun und wie sie Dinge tun. Beim „Wozu“ tun sich die allermeisten Unternehmen und Menschen dann tatsächlich schwer. Deshalb adressiert Sinek dieses Problem in seinen Vorträgen und Büchern.

Golden Circle: Wie setzt man ihn um?

Das Geniale an dieser nach wie vor simplen Idee ist: Wirklich starke Marken und wirklich inspirierende Persönlichkeiten denken von innen nach außen. Sie beginnen mit dem „Wozu“, dann folgt das „Wie“ und dann erst wird das „Was“ beschrieben. Das heißt, dein Vorgehen sollte Folgendermaßen aussehen:

Was ist deine Mission und dein Purpose?
Um eine Golden-Circle-Strategie zu entwickeln, starte mit deinem „Warum“. Frage dich, warum dein Unternehmen existiert, jenseits von Profit. Was ist deine Mission? Was begeistert dich? Was soll dein StartUp verändern oder anders machen?

Vom Warum zum Wie
Klare nach der „Why“-Frage das „How“: Welche spezifischen Aktionen, Prozesse oder Werte ermöglichen es dir, dein Warum zu leben? Wie kannst du deine Mission realisieren?

Zuletzt kommt das Produkt
Am Schluss definierst du das „What“ des Golden Circle. Halte dafür unter anderen fest: Was genau bietet dein Unternehmen an? Kreiere Produkte oder Dienstleistungen – aber immer mit dem Hintergrund, warum sie wichtig sind.

Anwendung des Golden Circle
Wenn du den Ideen von Simon Sinek folgst, dann ist deine Kommunikation genau umgekehrt im Vergleich zu den meisten anderen Unternehmen. So bist du attraktiver für potentielle Kunden, für Kooperationspartner und für Mitarbeitende, die ein ähnliches „Wozu“ verfolgen. Sinek spricht dabei von: “People don’t buy what you do, they buy why you do it”.

Das Warum verinnerlichen
Das essentielle „Why“ solltest du fest in deiner Unternehmenskultur verankern, damit alle Mitarbeiter die Sinnfrage verinnerlichen und tagtäglich leben können.

Apple vs. Dell aus der Sicht des Golden Circle

In seinem TED-Talk nahm Sinek Apple als Beispiel für ein Unternehmen mit einem nachvollziehbaren Wozu. Dell zog er als zweites Unternehmen zum Vergleich heran.

Dell hat zur damaligen Zeit Computer hergestellt und vertrieben, ebenso Laptops, MP3-Player und andere technische Geräte (= das „What“). Alle diese Produkte waren technisch gut, innovativ und ordentlich designt (= das „How“). Ein Wozu konnte das Unternehmen indes nicht wirklich vermitteln.

Dell spielt heute in der Wahrnehmung kaum noch eine Rolle. Apple hingegen hat Fans als Kunden: Bei der Company aus Cupertino stand im Zentrum, den Status Quo herauszufordern (= das „Why“). Das manifestierte sich im Claim “Think different”. Beim „Wie“ und beim „Was“ macht Apple hingegen nichts anders als Dell.

Mit dem „Wozu“ zur attraktiven Marke

Das glaubwürdig nachvollziehbare und erlebbare Wozu führte dazu, dass Apple die deutlich attraktivere Marke wurde. Darüber hinaus sorgte es dafür, dass der Kunde bzw. Fan sich nicht wundert, dass Apple als ursprüngliche Computer-Company plötzlich Smartphones entwickelte. Oder dass die Firma mit dem Apfel-Logo eines Tages auch Autos bauen oder Mobilitätskonzepte entwickeln wird.

Der Golden Circle: ein Fazit

Wenn das „Wozu“ klar ist, dann kann sich das „Was“ im Zeitablauf ändern – doch die Glaubwürdigkeit und die Attraktion der Marke bleiben bestehen. Damit wird der Golden Circle ein simples und zugleich mächtiges Werkzeug.

Ist das „Wozu“ einmal klar, fallen dir viele andere Entscheidungen leichter. Es lohnt sich also, damit auseinander zu setzen.

Bilder: Pixabay, Medium

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