Arbeitsmotivation: So sorgst du für motivierte Mitarbeiter

Tipps zur Steigerung der Arbeitsmotivation: So kannst du mit kleinen und großen „Goodies“ für zufriedenere Mitarbeiter sorgen.

In einem StartUp zu arbeiten ist pure Freude – oder?

Viele Azubis und Studienabgänger wünschen sich, in einem StartUp zu arbeiten, anstatt bei einem Großkonzern einzusteigen. Das ist einerseits verständlich: In jungen Unternehmen gibt es flache Hierarchien, die Entscheidungen werden flott getroffen, jeder Mitarbeiter ist ein wichtiges Rädchen im System, und die Arbeitsatmosphäre fällt meist ziemlich locker aus.

Andererseits kann die Arbeit in einem StartUp Schattenseitenseiten haben: Die Arbeitsbelastung fällt sehr hoch und die Bezahlung recht gering aus. Und es mangelt gerne mal an den benötigten Budgets, um wichtige Programme zu lizensieren oder um groß angelegte Marketing-Aktionen durchzuführen.

Steigerung der Arbeitsmotivation: So geht‘s

Bei einem StartUp zu arbeiten ist also nicht immer nur die pure Freude, sondern richtige Arbeit. Das kann demotivieren. Irgendwann trifft jeden mal der „Blues“, bei dem die Motivation sinkt. Damit diese Missstimmung nicht kippt, sollten die Geschäftsführer darauf achten, dass sie ihre Mitarbeiter bei Laune halten. Wie das geht? Hier ein paar Tipps:

1) Faire Bezahlung

Ja, Geld alleine macht nicht glücklich, das stimmt. Trotzdem sollte jeder Mitarbeiter – vom Praktikanten über die Festangestellten bis hin zu den Freelancern – eine faire Bezahlung erhalten. Ist das nicht möglich, weil ein finanzieller Engpass vorherrscht (was ja bei StartUps gerne mal vorkommt), so müssen die Kollegen mit anderen Dingen „passiv“ bezahlt werden. In den folgenden Punkten gibt es dafür ein paar sehr gute Beispiele.

2) Kostenloses Essen

Mit einem leeren Magen lässt sich nicht arbeiten. Der Blutzuckerspiegel sinkt und parallel dazu die Arbeitsmotivation. Damit der kleine oder große Hunger erst gar nicht aufkommt, können StartUps ihren Mitarbeitern Obst, Süßigkeiten oder ganze Mahlzeiten spendieren. Diese kostenlose Verpflegung am Arbeitsplatz lässt sich sogar steuerlich absetzen!

3) Freie Arbeitszeiten

In vielen Unternehmen gehört die Gleitende Arbeitszeit, auch Gleitzeit genannt, mittlerweile zum guten Ton dazu. Die Mitarbeiter können hierbei in einer gewissen Rahmenarbeitszeit (z.B. von 6 Uhr bis 20 Uhr) Kommen und Gehen, wie sie möchten. Es kann allerdings hilfreich sein, sogenannte Kernarbeitszeiten zu vereinbaren (z.B. 10 Uhr bis 14 Uhr), in denen alle anwesend sein müssen, um beispielsweise Meetings planbar zu machen.

4) Freizeitmöglichkeiten im Büro

Zu einer Gleitzeit gehört, dass die Mitarbeiter ihre Pausen recht frei gestalten können. Wer in dieser „Auszeit“ eine Runde Tischkicker spielen oder Videos auf einem HD-Fernseher schauen möchte, benötigte die entsprechenden Rückzugspunkte, um die arbeitenden Kollegen nicht zu stören. Auch Ecken, in denen man „chillen“ oder mal einen „Powernap“ machen kann, sind nichts Ungewöhnliches mehr.

5) Lustiges Miteinander

Im Büro mal einen Witz erzählen oder gemeinsam einen lustigen Youtube-Clip anschauen – das ist in Ordnung. Doch in einer lockeren Atmosphäre sollte ein Arbeitsplatz immer noch ein Platz bleiben, an dem gearbeitet wird.

Trotzdem: Lachen und gemeinsam Spaß haben, das verbindet! Die Arbeitsmotivation und der Zusammenhalt untereinander wird gestärkt, wenn man sich gelegentlich abends auf ein Bierchen oder einen Cocktail trifft, wenn man gemeinsam Wandern oder Paddeln geht, oder wenn man auf seiner Weihnachtsfeier einen passenden Redner (z.B. einen Comedian) oder einen Magier für Stimmung sorgen lässt.

6) Fortbildungen und Aufstiegschancen

Wenn man alle Aufgaben beherrscht, wird der schönste Job irgendwann zur Routine. Und Routine sorgt für eine sinkende Motivation, da die neuen Herausforderungen fehlen. Deswegen ist das sogenannte Boreout-Syndrom ebenso ernst zu nehmen wie ein Burnout. Um der Langeweile im Büro entgegen zu wirken, sollten alle Mitarbeiter die Möglichkeit haben, sich fortzubilden. Beispielsweise, indem sie einen Teil ihrer Arbeitszeit für Online-Seminare, Englischkurse oder externe Fortbildungsangebote nutzen können. Zudem kann der Besuch von Messen oder Veranstaltungen, die nichts direkt mit dem eigenen Job zu tun haben, sich positiv auf die Motivation auswirken.

Wer sich fortbildet, will sein Wissen irgendwann einsetzen. StartUps müssen deswegen ihren Mitarbeitern die Möglichkeit geben, sich weiter zu entwickeln und ihnen passende Aufstiegschancen anbieten.

7) Gesundheitsförderung

Nur ein gesunder Mitarbeiter ist ein guter Mitarbeiter! Ein Geschäftsführer muss dafür sorgen, dass sein „Humankapital“ fit bleibt, indem er beispielsweise ergonomische Stühle oder Stehtische anschafft, für gesunde Snacks sorgt (Äpfel und Orangen anstatt Snickers und Oreo) und auch leicht kranke Mitarbeiter („Ach, das ist ja nur ein Schnupfen“) unverzüglich nach Hause schickt. Präventionsprogramme wie die finanzielle Unterstützung eines Fitnesstudio-Abonnements können ebenfalls sehr gut sein.

8) Weitere Möglichkeiten zur Steigerung der Arbeitsmotivation

Casual Friday, Büro-Hunde, Job-Rotation oder kostenlose Parkmöglichkeiten: Die Firma OfficeVibe zeigt in folgender Infografik weitere Möglichkeiten auf, wie man teilweise durch kleine, banal erscheinende Dinge die Arbeitsmotivation in einem Unternehmen steigern kann.

Infografik 20 Wege zur Steigerung der Arbeitsmotivation (Bild: OfficeVibe)

Bilder: Pixabay, OfficeVibe

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