3D Druck (Bild: Shutterstock)

Schnelle Produktentwicklung und mehr: Diese Vorteile bietet der 3D-Druck für StartUps

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Kleine und große Unternehmen profitieren gleichermaßen von den neuen 3D-Druck-Technologien. Deshalb ist für StartUps der Einstieg ins 3D-Printing besonders attraktiv.

Der 3D-Druck erlebt einen neuen Boom

Wie Objekte dreidimensional gedruckt werden können, ist bereits seit einigen Jahrzehnten bekannt. Doch die Anwendung war für die meisten Unternehmen lange Zeit zu teuer, zu langsam und zu aufwändig. Das wandelte sich in den 2010er-Jahren: Druckmaschinen und Materialien wurden immer ausgefeilter und gleichzeitig erschwinglicher.

Als Folge nutzen heutzutage immer mehr kleine und große Unternehmen den 3D-Druck als Spielwiese zum Experimentieren. Und traditionelle Fertigungsmethoden rücken zunehmend in den Hintergrund. Verständlich, denn das 3D-Printing vereint viele Prozessschritte in einem.

Verbreitung des 3D Drucks in der Schweiz (Bild: Innovators Guide)
Die Verbreitung des 3D-Drucks in der Schweiz (Bild: Innovators Guide)

Mit diesen Vorteilen punktet der 3D-Druck

Der 3D-Druck eignet sich nur für Spielereien und für den Prototypen-Bau – vergiss dieses längst überholte Vorurteil!

Zu sehr überwiegen die Vorteile über das reine Rapid Prototyping hinaus. Serienproduktionen werden fortwährend effizienter. Und auch das gesamte Supply-Chain-Management profitiert von den verschiedenen dreidimensionalen Druckmethoden.

Der 3D-Druck erlaubt es, Werkstücke und Bauteile vor Ort und bei Bedarf herzustellen. Lieferketten und Produktion verschmelzen derart miteinander. Lange und damit kostspielige Transportwege fallen weg. Das bedeutet eine Disruption bestehender Strukturen.

Von diesem Pluspunkten profitieren StartUps

Der 3D-Druck gewinnt besonders im StartUp-Bereich an enormer Popularität. Da Prototypen und kleine Auflagen mit überschaubarem Aufwand realisierbar sind, lassen sie sich zeitnah im Markt testen und sukzessive verbessern. Diese agile Vorgehensweise entspricht genau dem Lean-StartUp-Gedanken.

Besonders die enge Zusammenarbeit mit 3D-Druck-Outsourcing-Partnern bringt für junge Unternehmen enorme Vorteile. Wer outsourct, spart Kosten und Lagerplätze. Es muss zum Beispiel nicht erst ein für das Produkt eigens entwickeltes Werkzeug teuer produziert werden.

Gutes Outsourcing ist die halbe Miete

Soll der 3D-Druck ausgelagert werden, muss der Outsourcing-Partner erfahren sein und über einen modernen Maschinenpark verfügen. So lassen sich hochwertige und belastbare Bauteile produzieren, zum Beispiel Kühlkanäle für die Automotivbranche oder medizinische Prothesen.

Deren Produktion kann zu einem überschaubaren Preis erfolgen. Metalle und Kunststoffe, die in Pulverform gelagert werden, verschmilzt man mittels Selective Laser Melting (SLM) oder Selective Laser Sintering (mehr zum SLS hier) zu dreidimensionalen Objekten verschmolzen. Auftraggeber bezahlen hier lediglich die Arbeits- und Prozesszeiten, die tatsächlich verwendeten Pulvermengen und die Lieferung des fertigen Objekts.

Fazit

Dank der rasanten Entwicklung auf dem 3D-Printing-Markt ist der Druck von dreidimensionalen Werkteilen deutlich kostengünstiger geworden. Ohne viel Aufwand lassen sich Dummies oder voll funktionsfähige Produkte herstellen. Insbesondere der Zeit- und Kostenfaktor sowie die deutlich effizienteren Produktionsabläufe sind für StartUps, aber auch für bereits etablierte Unternehmen ein unschlagbarer Vorteil.

Zusammenfassend lässt sich klar sagen: Die rasante Entwicklung von leistungsfähigen 3D-Druckern bei gleichzeitig zunehmender Bezahlbarkeit erleichtert den Markteintritt von innovativen, kleinen Unternehmen.

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