Fight (Bild: Shutterstock)

Die Corona-Krise mit Jobs To Be Done besiegen

COVID-19 stellt die Welt auf den Kopf. Mit der JTBD-Methode (Jobs To Be Done) können Unternehmer lernen, wie sie jetzt ihr Geschäftsmodell anpassen sollten.

Ein Gastbeitrag von Eckhart Böhme, JTBD.de

Die Corona-Pandemie verändert unser aller Leben

Das Corona-Virus und seine Folgen bedeutet für die meisten StartUps und etablierte Unternehmen eine noch nie dagewesene Disruption ihres Geschäftsmodells. Die entstandenen Einschränkungen, die mit der Pandemie einhergehen, bewirken, dass sich Kunden nicht mehr wie gewohnt verhalten.

Heute ist noch nicht abzusehen, ob und wann die Lage sich wieder „normalisiert“. Eventuell werden die Veränderungen des Kunden-Verhaltens beibehalten oder weit in die Zukunft reichen.

Kunden möchten weiterhin Lösungen nutzen – nur anders

Die Frage ist nun: Wie können sich Freelancer und Unternehmen möglichst schnell auf die veränderten Bedingungen einstellen? Wie ist es möglich herauszufinden, wie der “Kunden-Job” derzeit erledigt werden sollte?

Dieser Frage kann man mit Jobs-To-Be-Done-Interviews und einer Auswertung mit dem Wheel of Progress herausfinden. Und darauf basierend neue Lösungsmöglichkeiten erarbeiten.

Wie sieht die „Corona-Disruption“ auf dem Wheel of Progress aus?

Die Corona-Disruption auf dem Wheel of Progress (Bild: Eckhart Böhme)

Schematisch stellt sich die Reaktion auf das Virus folgendermaßen dar:

    • Eine Serie von Ereignissen (blau) auf dem Zyklus des Fortschritts mündet in legislatorischen Maßnahmen, welche zu Einschränkungen führen (pink).
    • Die Einschränkungen lösen einen Druck (rot) aus.
    • Der Druck bewirkt, dass sich Menschen auf die Suche nach einer besseren Lösung machen.
    • Die Gewohnheiten (grün) behindern ein an die neuen Verhältnisse angepasstes Verhalten.
    • Dieser Prozess endet in der Beauftragung, zum Beispiel durch das Nutzen einer neuen Lösung (Home-Office, Online-Bestellungen usw.) oder durch provisorische Lösungen.
    • Wie die Beauftragung einer neuen Lösung im Einzelnen aussieht, ist vom Kunden-Job abhängig.

Fazit: richtig reagieren

Auf Basis von mehreren JTBD-Interviews und deren Auswertung kann man lernen, was der Kunde erreichen möchte („unrealized Gains“) und welche Schwierigkeiten („Pains“) er/sie derzeit hat. Mit Hilfe dieser Erkenntnisse können Unternehmer Lösungen entwickeln: Von ganz einfachen bis zu neuen Produkten, die der Situation angepasst sind und den Kunden-Job besser erledigen.

Hörtipp: Möchtest du wissen, wie das Wheel of Progress aus Job To Be Done entstanden ist? Im USP Marketing Podcast von unserem Chefredakteur Jürgen erfährst du es:


Eckhart BöhmeÜber den Autor:

Eckhart Böhme ist Innovationsberater und einer der bekanntesten deutschsprachigen Experten für Jobs To Be Done (JTBD). Zudem entwickelte er zusammen mit seinem Geschäftspartner Peter Rochel aus JTBD das Wheel of ProgressUnd Eckhart war fachlicher Berater der deutschen Übersetzung von “Competing against luck” (“Besser als der Zufall”) von Clayton M. Christensen.


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Bilder: Shutterstock, Eckhart Böhme

 

 

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