10X Thinking (Bild: Pixabay)

Was bedeutet eigentlich … 10X Thinking?

Rocketscience für Unternehmen: Echte Entrepreneure und StartUp-Gründer zeichnet aus, dass sie wie Google nach der “10X Thinking”-Methode vorgehen. Das steckt dahinter.

Die meisten Unternehmen sind keine StartUps

Viele junge Unternehmen nennen sich StartUp. Verständlich, der Begriff klingt cool und innovativ. Leider wird er viel zu oft verwendet – und meist auch vollkommen unpassend.

Denn sind wir mal ehrlich: Die meisten sogenannten StartUps sind gar keine echten StartUps! Es sind recht gewöhnliche, frisch gegründete Unternehmen mit einer guten Idee. Nicht mehr. In unserem Beitrag “Was bedeutet eigentlich … StartUp?” erklären wir genauer, was StartUps von anderen Firmen unterscheidet.

Eine Besonderheit, die echte StartUps auszeichnet, ist das Vorhaben, möglichst schnell zu wachsen. Diese Skalierung wird meist durch innovative Wege gemeistert. Ein Unternehmen, das diesen Spirit immer noch in sich trägt, ist Google. Bei Google gibt es das Credo “10X Thinking”. Dieses wird auch als “Moonshot Thinking” bezeichnet.

Von der Disruption zum 10X Thinking

Jedes Unternehmen will wachsen. Ein Stillstand bedeutet im Kapitalismus einen Rückschritt. Gerade StartUps, die noch neu auf dem Markt sind, müssen wachsen, um überleben zu können. Nicht nur das: Echte Entrepreneure möchten mit ihren Ideen und Visionen die Welt verändern. Dafür benötigen sie radikale Veränderungen.

Derartige radikale Veränderungen nennt man Disruptionen. Eine Disruption bricht bestehende Strukturen auf und stellt sie auf den Kopf. Zum Beispiel machte Netflix das Brennen von DVDs und die Auslieferung an den Einzelhandel obsolet. Das Videostreaming-StartUp veränderte den Video-Markt und sorgte dafür, dass unter anderem ein Videotheken-Sterben einsetzte. Und dank seiner digitalen Technologie (die Filme bestehen ja nur aus Bits und Bytes) konnte Netflix sein Business skalieren.

Was ist 10X Thinking bzw. Moonshot Thinking?

Extrem große Veränderungen und extrem großes Wachstum – darum geht es bei Googles 10X Thinking. Das bedeutet, das Ziel eines StartUps muss es sein, nicht nur um 10% zu wachsen – sondern um das 10-fache. Daher der Begriff 10X.

Es reicht nicht, wenn ein Unternehmen sich vornimmt, dass es um 10% wächst, dass sein Produkt 10% schneller wird oder um 10% effizienter. Eine solche Steigerung ist zwar ein großer Fortschritt, doch sie sorgt nicht für einen radikal neues Denken. Echte Innovationen sind meist die Basis eines größer angedachten Denkens – eben Visionen von einem ganz großen Ziel.

Googles 10X Thinking wird auch Moonshot Thinking bezeichnet, weil die Denkweise mit dem Traum von J.F. Kennedy in Verbindung gebracht wird. Der ehemalige US-Präsident hatte den Traum, Menschen auf den Mond zu schießen. Ein wahnsinnig kompliziertes und komplexes Vorhaben. Doch es gelang, weil viele kluge Köpfe nicht aufgaben, sondern hart an der Umsetzung arbeiteten.

Was braucht es für das Moonshot Thinking?

Die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin haben mit ihrer Suchmaschine die Grundlage für ein Tech-Imperium gelegt, das keinen Stillstand kennt. Dafür benötigt es Innovationskraft und jede Menge “Spielgeld”. Das erhält unter anderem die Schwesterfirma Google X, die sich unter anderem mit der Internetversorgung per Heißluftballone und Stromversorgung aus der Luft beschäftigt.

Der Leiter von Google X ist Astro Teller. Er und sein Team agieren nach dem Moonshot Thinking. Dafür gibt es drei grundlegende Punkte:

  • Eine Verbesserung um 10X ist das Ziel, nicht weniger
  • Nur 1% der Projekte wird Erfolg haben – das ist in Ordnung
  • Ein Unternehmen muss Experimente ermöglichen und ermutigen

 

Fazit

Was haben Vordenker wie Elon Musk und auch die Google-Gründer gemeinsam? Sie haben einen großen Traum, den sie verfolgen. Anstatt nur kleine Dinge zu verbessern, zeichnet sie eine große Vision aus. Eben das 10X Thinking oder Moonshot Thinking.

Selbstverständlich kann nicht jedes StartUp alle Punkte voll erfüllen. Denn kaum ein Unternehmen hat die Mittel, dass 99% der Projekte floppen. Irgendwann geht eben der (finanzielle) Atem aus. Nichtsdestotrotz sollte es das Ziel sein, eine große Vision zu verfolgen.

Um diese realisieren zu können, müssen viele kleine Schritte – die Microsteps – gegangen werden. Das ist das Alltagsgeschäft. Das harte Business, der tägliche Kampf.

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