Firmenname finden (Bild: Pixabay)

Firmennamen finden: Was du bei der Wahl deines Unternehmensnamens beachten solltest

Welchen Namen gebe ich meinem Unternehmen? Wenn du dir diese Frage stellst, solltest du diesen Ratgeber lesen.

Ein Gastbeitrag von Mark Leiblein, NameRobot

Wie findest du den passenden Firmenname?

Vielen StartUp-Gründern ist bewusst, dass der Name ihres Unternehmens von enormer Wichtigkeit ist. Deshalb geben sie sich viel Mühe, einen passenden und unverwechselbaren Namen zu finden. Andere verschwenden gar nicht so viele Gedanken an den Unternehmensnamen, da sie als Einzel-Unternehmer oder Freiberufler nicht die Notwendigkeit sehen. Aber warum?

Nicht nur große Unternehmen können eine starke Marke sein. Auch jeder Selbständige sollte seinen Namen zur Marke machen. Das zahlt auf die Personenmarke ein.

Der Aufbau einer Marke funktioniert aber in der Regel nicht mit dem eigenen Vor- und Nachnamen. Ein Beispiel: Jenny Smith Consulting. Ein solcher Name drückt zwar aus, welche Person hinter der Firma steckt, mehr aber auch nicht.

Welche Firmennamen-Möglichkeiten gibt es noch?

Sofern Jenny Smith nicht über einen enormen Bekanntheitsgrad verfügt, sollte sie sich überlegen, ob sie nicht kreativer an die Namensfindung herangehen könnte.

Zur Auswahl stehen eine ganze Reihe von Namensarten, die viele Gründer, StartUps und Selbständige oft nicht alle auf dem Schirm haben: Fantasienamen, beschreibende Namen, assoziative Namen und sämtliche Mischformen daraus.

Bei einem Brainstorming kämen für Jenny vielleicht Namen heraus wie:

    • TigerConsult
    • Consultess
    • BizAdvice
    • Jenith 
    • Happy Company

Den Möglichkeiten sind hier nahezu keine Grenzen gesetzt. Lediglich über die (Aus-)Wirkungen der verschiedener Namensstile muss sich Jenny natürlich Gedanken machen. So ist ein Kunst- oder Fantasiename zwar unter Umständen einzigartig, dafür braucht sie etwas mehr Einsatz, um den Namen zu etablieren.

Woher weißt du, ob ein Name perfekt passt?

Zuallererst musst du dich mit dem Firmennamen wohl fühlen. Und dein möglicher Unternehmensname sollte dir leicht über die Lippen gehen – sowohl von Person zu Person als auch am Telefon.

Ebenso wichtig ist es, dass sich die anvisierte Zielgruppe von dem (potenziellen) Firmennamen angesprochen fühlt. Das hängt natürlich stark davon ab, ob man im B2B-Umfeld unterwegs ist oder Konsumenten als Kunden hat (B2C).

Das heißt nicht, dass du bei einem Unternehmenskunden unbedingt konservativ rüberkommen muss. Im Gegenteil: Vielleicht fällst du gerade in einer klassisch agierenden Branche mit einem etwas pfiffigeren Namen auf und lässt die Mitbewerber so alt aussehen.

Unternehmensname: Was gibt es bei der Wahl zu beachten?

Wenn du dich entscheidest nicht einfach deinen eigenen Namen als Firmennamen einzusetzen, hast du erkannt, dass dies große Vorteile in der Außenwirkung und Kommunikation bringt. Allerdings musst du sorgfältiger prüfen, ob du nicht irgendwelche bestehenden Namensrechte verletzt.

Im Falle von Jenny Smith wären Joogle oder JBM Consulting keine guten Ideen, da in beiden Beispielen ältere Namensrechte von anderen Unternehmen verletzt werden würden.

So prüfst du deinen Firmennamen

Um also auf Nummer sicher zu gehen, führst du zunächst eine simple Internetrecherche durch. Dabei prüfst  du die eigene Namensideen in verschiedenen Schreibweisen. Derart erhältst du bereits einen groben Überblick, ob es identische oder sehr ähnliche Treffer gibt.

Viele hören beim Prozess der Namensfindung bei der Internetrecherche schon auf. Das reicht jedoch nicht aus!

Als zweites bietet sich ein Domaincheck an. Auch hier kannst du den angedachten Firmennamen unterschiedlich geschrieben durchchecken. Prüfe dabei nicht nur ein oder zwei Domain-Endungen (beispielsweise .de oder .com), sondern gleich etwas umfangreicher. Je nach Tool lassen sich hier gleich sämtliche Internetadressen wie .shop, .berlin oder .app durchprüfen.

Führe eine Markenrecherche durch

Bist du bis jetzt immer noch nicht über ähnlich lautende gestolpert, so geht es an die Markenprüfung. Hier kannst du in den öffentlichen Datenbanken der Markenämter oder mit Hilfe von Marken-Check-Tools auf eigene Faust nach eingetragenen Marken suchen.

Solltest du hier nichts finden, heißt das noch lange nicht, dass du grünes Licht für deinen Unternehmensnamen hast. Denn es könnte ähnliche Marken geben, die verwechslungsfähig sind. Daher ist es sinnvoll, sich zumindest vor der Entscheidung für einen Namen an einen Fachanwalt für Markenrecht zu wenden, der das notwendige Go gibt.

Denn: Markenrecht ist tricky – also bitte nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Fazit

Wie auch immer du dein Business nennst, gehe kreativ an die Sache und lote alle Möglichkeiten aus. Prüfe deinen Namen jedoch auch gewissenhaft! Und entscheide dich nicht vorschnell. Dann stehen die Chancen gut, dass der Name deinem Vorhaben in kommunikativer Sicht Flügel verleiht.

Über den Autor

Mark Leiblein ist Buchautor („Starke Namen“), Namensfinder bei seinem Unternehmen Namestorm und Co-Gründer von NameRobot. Das Startup bietet Tools, die anderen Startups und Unternehmern beim Finden und Prüfen von Firmen- und Produktnamen helfen.


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