Steuerberater (Bild: Unsplash)

Darum benötigen StartUp-Gründer einen Steuerberater

Ein Steuerberater ist mehr als nur ein Fachmann zum Thema Steuern. Gerade in der Gründungsphase kann er dir wichtige Ratschläge geben.

Ärger mit dem Finanzamt lässt sich vermeiden

Wenn ein Entrepreneur in dir schlummert, kennst du dieses Gefühl: Du hast unzählige Ideen für ein StartUp im Kopf, die du alle unbedingt umsetzen möchtest. Also krempelst du die Ärmel hoch und startest dein eigenes Unternehmen.

Voller Tatendrang stürzt du dich in die Arbeit, konzipierst, planst, setzt um, entwickelst weiter … und eines Tages meldet sich das das Finanzamt bei dir. Die Herren und Damen haben dann unzählige Fragen an dich, die du kaum oder gar nicht beantworten kannst. Und schon steckst du in der Klemme – denn mit dem Finanzamt ist nicht zu spaßen!

Warum bist du in diese Situation geschlittert? Weil du deinen Steuerberater zu spät eingeschaltet hast. Oder im schlimmsten Fall hast du noch gar keine fachmännische Unterstützung in Sachen Steuern und Finanzen. Das ist ein großer Fehler!

Steuerberater sind mehr als nur Steuer-Berater

Wie es der Titel besagt, beraten dich Steuerberater zu Steuerfragen. Doch diese Definition reicht nicht aus. “Steuerberatung ist heute oft nicht mehr nur auf steuerliche Fragestellungen beschränkt”, erklären zum Beispiel die Steuerberater Tecklenburg auf Ihrer Webseite. “Vielfach ergeben sich Überschneidungen zu komplexen juristischen Problemstellungen und Finanzierungsfragen. Beispielsweise fordert jede Existenzgründung nicht nur den Steuerberater, sondern auch den Juristen und einen Experten für Finanzierungen.”

Anders gesagt bedeutet das: Ein Steuerberater unterstützt dich zwar in Angelegenheiten, die das Finanzamt betreffen, aber auch in anderen finanziellen Aspekten. Zum Beispiel:

  • Check deines Businessplans
  • Beratung bei der Wahl der passenden Rechtsform
  • Überprüfung deiner Einnahmen und Ausgaben
  • Abwicklung der Steuer-Vorauszahlungen und der regulären Steuerzahlungen
  • Unterstützung bei der ordentlichen Buchführung
  • Erstellung des Jahresabschlusses

Beispiele für die Unterstützung durch einen Steuerberater

GbR, GmbH oder vielleicht UG? Weißt du, welche Rechtsform für dein geplantes Unternehmen die Beste ist. Welche Vor- und Nachteile haben die unterschiedlichen Rechtsformen von StartUps, welche Kosten kommen auf dich zu? Diese Fragen kann ein Steuerberater beantworten und die für dich beste Art der Unternehmensgründung finden.

Oder: Laufen die Geschäfte und kommen die ersten Umsätze rein, musst du die Einnahmen korrekt ablegen. Eine Buchhaltung ist nötig, die aber auf keinen Fall aus “Fresszetteln”, Word-Dateien und Excel-Listen bestehen darf. Heutzutage musst du dich an die GoBD (“Grundsätze zur ordnungsgemäßen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff”) halten.

Drittes Beispiel: Steuern. Umsatzsteuer, Einkommenssteuer, Gewerbesteuer, Lohnsteuer und so weiter – das deutsche Steuersystem fällt ziemlich kompliziert aus. Dementsprechend gibt es auch unzählige Fallstricke. Im schlimmsten Fall musst du Steuern nachzahlen (inkl. Verzugszinsen) oder Strafgebühren blechen.

In den genannten Beispielen und darüber hinaus hilft dir ein Steuerberater weiter. Er berät dich und kann dir viel Papierkram, auf den du vielleicht eh keine Lust hast, abnehmen.

Benötigt jeder Gründer unbedingt einen Steuerberater?

Jein. Es gibt kein Gesetz, dass du unbedingt einen Steuerberater brauchst.

Doch bist du selbst kein gelernter Steuerberater oder studierter Jurist, dann ist es empfehlenswert, dass du einen Fachmann engagierst. Schon alleine aus diesem Grund: “Ein Steuerberater kostet zwar Geld, macht die Sache dafür aber in der Regel schneller und effizienter als man selbst und spart einem wertvolle Zeit, in der man dafür sorgen kann, dass die Kosten locker wieder reingespielt werden”, so das-unternehmerhandbuch.de.

Dieser Punkt ist aus unserer Sicht mit der wichtigste. Kreative Unternehmensgründer, Entrepreneure und Macher-Typen dürfen ihre Zeit nicht mit lästigem Papier- und Steuerkram verschwenden! Stattdessen solltest du dich auf das Fokussieren, was du am besten kannst. Alles andere musst du delegieren oder komplett abgeben, um deinen Kopf für das Wesentliche frei zu haben.

Fazit

Ein Unternehmen ohne die Unterstützung durch einen Steuerberater zu gründen ist ein riskanter Akt auf dem Drahtseil. Nur wenn du ein absoluter Profi in Sachen Recht und Steuern bist, solltest du deinen Weg so beschreiten.

Schaltest du einen Steuerberater ein, so ist eine Erkenntnis ganz wichtig: Du musst den Fachmann lange _vor_ der Gründung kontaktieren, um vorab viele Hindernisse aus dem Weg zu räumen!

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Ein Kommentar

  1. Danke für die Informationen zu Start-Ups und Steuerberatern. Mein Bruder möchte ein Unternehmen gründen. Ich werde ihm auf jeden Fall sagen, dass er einen Steuerberater braucht. Danke!

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