SEO Irrtümer und Mythen (Bild: Shutterstock)

Faktencheck: 5 weit verbreitete und häufig angewendete SEO-Irrtümer – und was wirklich stimmt

In Sachen Suchmaschinen-Optimierung schwirren zahlreiche Falschinformationen und dubiose Halbwahrheiten durchs Netz. Wir entmystifizieren die populärsten SEO-Irrtümer.

SEO und seine vielen Unbekannten

Wie funktioniert der Suchalgorithmus von Google? Wie tickt Bing? Was ist das Geheimnis von DuckDuckGo, Yahoo, Ecosia und anderen Suchmaschinen? Ehrlich gesagt: Das weiß keiner – außer den Experten in den entsprechenden Unternehmen selbst.

Verständlich, denn Google, Microsoft und Co. wären dumm, wenn sie ihre “Coca-Cola-Rezeptur” verraten würden. Immerhin erzielen Sie gigantische Umsätze mit ihren Suchmaschinen.

Das bedeutet: Kein SEO-Experte weiß, wie Suchmaschinen-Optimierung _genau_ funktioniert. Die Profis haben Vermutungen, Erkenntnisse durch Experimente und angelesenes Wissen.

Was noch dazukommt: Google beispielsweise verändert ständig seine Algorithmen und Kriterien (wovon es wohl über 200 gibt). Es erscheinen fast täglich kleine Updates, dazu gesellen sich noch die großen Core-Updates.

Ist SEO eine mystische Kaffeesatzleserei?

Nein!

Das liegt zum einen daran, dass die großen Suchmaschinenbetreiber immer wieder Infos und Tipps veröffentlichen. Zum anderen wissen langjährige SEO-Profis im Großen und Ganzen, worauf es ankommt.

Dieses Wissen zapfen auch wir an und lassen es in unsere Ratgeber einfließen. Zum Beispiel erklären wir dir in “SEO für Einsteiger: Grundlagen und Tipps” die wichtigsten Basics der Suchmaschinen-Optimierung.

Und in diesem Text geht es darum, dir die größten SEO-Mythen und -Irrtümer zu zeigen.

SEO-Irrtum #1 | Es kommt auf die Länge an

Damit eine einzelne Webseite, zum Beispiel ein Blogpost, ganz vorne bei Google rankt, muss sie möglichst viel Text beinhalten. Im Internet kannst du lesen, dass du mindestens 1.000 Wörter schreiben sollst, mehr wären besser.

Um diesen Mythos zu untermauern, gibt es zahlreiche Erhebungen die belegen sollen, dass lange Beiträge besser platziert sind als kurze.

Was steckt hinter diesem Mythos? Ist die Länge einer Webseite wirklich ein wichtiger Rankingfaktor? Nein! Google selbst hat diesen Irrglauben schon mehrfach dementiert, trotzdem hält er sich hartnäckig.

SEO-Irrtum #2 | Die Keyword-Dichte ist wichtig

Suchmaschinen benötigen Keywords. Anhand dieser Schlagworte ordnen Sie deine Website im Gesamten wie auch die einzelnen Unterseiten ein. Sie wissen so zum Beispiel, dass deine Firmenwebseite einem Sport-StartUp gehört, und dass sich dein Firmenblog um Extremsportarten dreht.

Früher gab es einen leichten Trick, um deine Website organisch ganz vorne zu platzieren: mit dem Keyword-Stuffing. Dabei hat man die wichtigsten Keywords so oft wie möglich in einer Seite untergebracht.

Diese stupide Art von SEO ist seit ein paar Jahren tot, das Keyword-Stuffing bringt überhaupt nichts!

Ebenso hat das Ausloten einer gewissen Keyword-Dichte immer weniger Relevanz. Die Algorithmen von Google sind mittlerweile so schlau, dass sie deine Seite automatisch gewissen Schlagworten zuordnen, obwohl diese gar nicht in deinen Inhalten vorkommen.


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SEO-Irrtum #3 | Mehr Content, mehr Erfolg

Viel hilft viel: Diese Annahme ist nicht nur bei der Textlänge falsch.

Ein Irrglaube besagt, dass du in deinem Blog oder auf deiner News-Sektion möglichst oft neue Inhalte publizieren sollst. Das würde die Google-Bots anlocken und dein Ranking verbessern.

Diese Aussage stimmt nur bedingt. Denn: Publizierst du viele schwache oder irrelevante Inhalte, gefällt das weder deinen Lesern, noch Google und Konsorten. Bei den Suchmaschinen hast du nur mit erstklassigen Inhalten Erfolg.

SEO-Irrtum #4 | Einmal SEO gemacht – fertig

Suchmaschinen-Optimierung kann teuer sein. Warum? Zum einen benötigst du dafür viel Fachwissen und eventuell Experten, die dich dabei unterstützen.

Zum anderen ist Search Engine Optimization keine einmalige Maßnahme! Du musst ständig am Ball bleiben, deine Inhalte überarbeiten und technische Veränderungen vornehmen (das nennt sich Onpage-SEO) sowie externe Maßnahmen ergreifen (Offpage-SEO).

Passt du deine Inhalte nicht den neusten SEO-Erkenntnissen und Wünschen der Suchmaschinen-Betreiber an, kannst du bereits erzielte Top-Rankings schnell wieder verlieren. Zumal die Konkurrenz nicht schläft.

Wenn dir also jemand verspricht, dass er dir für eine einmalige Summe X den erhofften SEO-Erfolg bringt, ist er ein Scharlatan!

SEO-Irrtum #5 | Backlinks, Backlinks, Backlinks

Kommen wir zurück zur Annahme, dass Viel auch viel bringt. Ein weiterer Irrglauben passend zu diesem Thema ist der massive Aufbau von Backlinks.

Wie im letzten Mythos beschrieben, besteht SEO aus Onpage- und Offpage-Maßnahmen. Zu Letzterem zählen Verlinkungen von anderen Websites auf deine Seite. Diese sogenannten Backlinks sind ein Zeichen, dass andere Menschen deine Inhalte mögen und deswegen auf deine Inhalte verweisen.

Doch: Auch bei den Backlinks geht Qualität vor Quantität!

Backlinks bringen nur etwas, wenn sie von hochwertigen Quellen stammen. Verlinkt zum Beispiel Spiegel.de deinen Blog, zählt das mehr als zig Backlinks von kleinen oder gar dubiosen Websites.

Weitere SEO-Mythen und was wirklich dahinter steckt

Es gibt viel mehr als nur fünf Fehlannahmen und Irrtümer in Sachen Suchmaschinen-Optimierung. Weitere Mythen entlarvt unser Chefredakteur Jürgen zusammen mit dem SEO-Experten Benjamin O’Daniel in folgender Podcast-Folge:

 

Bild: Shutterstock

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