Flexible Arbeitsmodelle (Bild: Freepik)

Mit diesen (teils ungewöhnlichen) flexiblen Arbeitsmodellen punkten StartUps bei Bewerbern

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Moderne Arbeitsmodelle werden immer flexibler und gehen längst weit über das bewährte Home Office hinaus. Diese Möglichkeiten gibt es.

Alle Welt spricht über flexible Arbeitsmodelle

Wenn du ein StartUp ins Leben gerufen hast, kommst du irgendwann an den Punkt, an dem du Mitarbeiter einstellen willst. Spätestens jetzt musst du dir über den Arbeitsrahmen Gedanken machen, welchen du deinen zukünftigen Mitarbeitern bieten möchtest.

Früher stellte sich diese Frage nicht. Damals waren die 35- bis 42-Stunden-Woche und ein fixer Arbeitsplatz im Büro quasi in Stein gemeißelt. Irgendwann kam das Home Office auf und stellte den Beginn einer neuen Ära dar.

Dank der fortschreitenden Digitalisierung, dem wachsenden Streben nach Work-Life-Balance und der New-Work-Bewegung ist die Arbeit mittlerweile deutlich flexibler geworden. Mal arbeiten deine Angestellten im Büro, mal zuhause, mal im Zug, mal in der ganzen Welt.

Welche flexiblen Arbeitsmodelle gibt es?

Das Schöne ist: Mittlerweile bestehen zig Ausprägungen, um deine Arbeit und die deiner Mitarbeiter abwechslungsreich, schön und flexibel zu gestalten. Von Remote Work und Telearbeit bis zur Vier-Tage-Woche und Sabbaticals – du kannst aus einem bunten Topf an Möglichkeiten wählen.

Das ist auch gut so. Denn im sogenannten „War for Talents“, bei dem Unternehmen jeder Art und Größe um neue Fachkräfte buhlen, kannst du mit besonders flexiblen Arbeitsmodellen ein wenig aus der Masse hervorstechen. Wir stellen dir hier die bekanntesten Varianten vor.

Remote Work & Digitales Nomadentum

Unter Remote Work versteht man ein Arbeiten per Remote. Das bedeutet, du und dein Team seid vollkommen flexibel bei der Wahl des Arbeitsplatzes. Gleichgültig, ob ihr in einem Cafè, in einer Hotellobby, zuhause oder in Thailand sitzt: Die einzige Voraussetzung ist ein flotter und stabiler Internetanschluss. Reisen du und deine Kollegen bei der Arbeit gerne durch die Welt, dann seid ihr Digitale Nomaden.

Home Office & Telearbeit

Home Office ist eine Form der Telearbeit. Telearbeit bedeutet, euer beruflicher Lebensmittelpunkt spielt sich hauptsächlich in deinen eigenen vier Wänden ab. Betreiben du und dein StartUp-Team du nur gelegentlich „work from home“, spricht man von Home Office.

Kleine Büros & Coworking Spaces

Kann sich dein StartUp noch keine eigenen Räumlichkeiten leisten? Oder möchtest du vielleicht noch gar kein eigenes Büro haben, weil dein Team größtenteils aus Freelancern besteht? Dann hast du die Möglichkeit, für eure Meetings einen Raum in einem Coworking Space zu buchen.

Willst du für dein junges Unternehmen einen zentralen, dauerhaften und günstigen Ort zum Treffen und Arbeiten haben, kannst du ein kleines Büro mieten. Derartige Mini-Büros gibt es zum Beispiel von Agendis in München und zahlreichen, weiteren Städten.

Jobsharing & Vier-Tage-Woche

Flexible Arbeitsmodelle beziehen sich nicht nur auf die physische Präsenz, sondern auch auf die Arbeitszeiten. Das Jobsharing ermöglicht die Teilzeitarbeit, bei denen es eigentlich nur Vollzeitstellen gibt. Das Modell eignet sich allem für Berufe, wo die betreffenden Mitarbeiter zur Erfüllung ihrer Aufgaben vor Ort anwesend sein sollten.

Eine andere Möglichkeit ist die Vier-Tage-Woche. Hier muss in der Regel die Arbeit von fünf Arbeitstagen in nur vier Arbeitstagen erledigt werden. Wie verschiedene Experimente zeigen, geht das sehr gut, wenn alle Mitarbeiter effizienter ans Werk gehen.

Sechs-Stunden-Arbeitstag & Vertrauensarbeitszeit

Nur sechs Stunden pro Tag arbeiten bei gleichbleibender Bezahlung? Auch dieses Arbeitszeitenmodell kommt in Mode. Ebenso die Vertrauensarbeitszeit, bei der gar keine Stunden aufgeschrieben werden.

Auf den ersten Blick klingt Letzteres sehr attraktiv, auf den zweiten Blick ist die Vertrauensarbeitszeit aus Arbeitnehmersicht oft eine Mogelpackung. Denn: Bezahlte Überstunden? Gibt’s hier nicht!

Unbegrenzter Urlaub & Sabbaticals

Möchten sich deine Mitarbeiter mal viele Monate oder gar ein Jahr am Stück eine Auszeit gönnen? Dann biete Sabbaticals an! Oder du gönnst deinen Angestellten so viel Urlaub, wie sie möchten.

Beide Konzepte sind sehr spannend für Bewerber. Doch für dich als Arbeitgeber bieten sie einige Risiken. Denn im schlimmsten Fall musst du lange Zeit auf deine Fachkräfte verzichten und die Lücken irgendwie schließen. Das ist kompliziert und unter Umständen sehr teuer.

Fazit

Flexibel zu arbeiten, heißt: Entscheide dich, wo du und deine Mitarbeiter tätig sind. Benötigst du ein kleines Büro, mietest du gelegentlich einen Coworking Space an, oder sind alle an einem Telearbeitsplatz tätig? Zudem solltest du dir Gedanken über die Arbeitszeit machen. Müssen alle ganz klassische von 9-to-5 arbeiten? Oder zählen bei dir nur Ergebnisse, egal wie diese zustande kommen?

Bedenke: Je nach Branche und Tätigkeit eignet sich nicht jedes Modell für dein junges Unternehmen. Müssen beispielsweise Kunden vor Ort in Deutschland betreut werden, können nicht sämtliche Mitarbeiter im Ausland sitzen. Und hast du erst wenige Angestellte, machen Modelle wie Jobsharing oder Sabbaticals wahrscheinlich wenig Sinn – irgendwer muss ja all die Arbeit erledigen.

Auch wenn dir bei den flexiblen Arbeitsmodellen einige Grenzen gesetzt sind, solltest du ein passendes Konzept für dein StartUp suchen. Nur so wirst du dich langfristig gegen die Konkurrenz am Markt behaupten und die besten Mitarbeiter für dein Unternehmen gewinnen können.


Hinweis zur Transparenz: Bei diesem Ratgeber handelt es sich um einen bezahlten Beitrag, auch Sponsored Post genannt.

Bilder: Freepik, Agendis

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