Display Advertising (Bild: Shutterstock)

Was bedeutet eigentlich … Display Advertising? Welche Formen von Display Marketing gibt es?

Das Feld des Display Advertisings besteht aus vielen verschiedenen Methoden, wie Werbebanner ausgespielt werden. Hier ein umfassender Überblick.

Ein Gastbeitrag von Doris Pundy, Sortlist

Warum ist Display Advertising so wichtig?

An Display-Werbung kommt heute fast niemand vorbei. Beim Surfen stolpert man andauernd über Online-Banner oder Werbevideos. Display Ads sind quasi die Plakate auf Litfaßsäulen von heute – und somit unausweichlich.

Für Unternehmer ist es daher ein Muss, zumindest die Basics zu kennen. In diesem Artikel schauen wir uns daher an, was Display-Werbung überhaupt ist, was es kann, und welche Formen du kennen solltest.

Definition: Was ist Display Advertising?

Bei der Display-Werbung (oder Display Advertising) wird Werbung im Internet positioniert. User sehen die Anzeigen sowohl am PC als auch auf mobilen Endgeräten. Durch einen Klick landen sie auf der verlinkten Seite des Werbetreibenden.

Die Werbeanzeigen können ganz unterschiedliche Formate haben: Videos, Animationen oder Bilder sind genauso möglich wie simple Textanzeigen.

Display Ads werden entweder pro View, Klick oder Besucher abgerechnet. Dank Cookies ist es oft möglich, die Ausgaben im Display Marketing viel genauer zu berechnen als bei einer klassischer Werbefläche.

Um die Reichweite der Werbemaßnahmen zu maximieren, wird Display-Werbung oft in Kombination mit anderen Marketing-Kanälen kombiniert.

Die 10 wichtigsten Formen von Display Marketing

Das Display Advertising hat verschiedene Ausprägungen. Die Bekanntesten sind:

Advertising Netzwerke

In Advertising-Netzwerken kommen werbende Unternehmen und Website-Hosts zusammen. Über die Plattform Google Adsense verknüpfen Publisher zum Beispiel Google-Ads-Kampagnen mit ihren Websites.

Affiliate Netzwerke

Beim Affiliate Marketing erscheinen verlinkte Werbemittel gegen Bezahlung auf der Website eines “Affiliates”, also eines Partners.

Real-Time Bidding

Beim Real-Time Bidding ersteigerst du einen Platz für deinen Banner bei einer Online-Auktion.

Performance Marketing

Performance Marketing ist dem Affiliate Marketing sehr ähnlich. Hier analysierst du die einzelnen Werbeflächen, um Umsatz und Traffic zu messen.

Programmatic Advertising

Beim automatisierten Display Marketing schaltest du Anzeigen auf mehreren Websites, wobei du Nutzerdaten für das Tracking berücksichtigst.

Multi-Display-Marketing

Dabei steht das Gerät (Desktop-PCs, Laptops, Tablets und Smartphones) im Mittelpunkt, auf dem die Werbung angezeigt wird.

Behavioral Targeting

Schon mal nach einem bestimmten Produkt gegoogelt und danach bist du auf jeder zweiten Seite auf Werbung für dieses Produkt gestoßen? Das ist Behavioral Targeting, bei dem das Suchverhalten mit bestimmten Bannern verknüpft wird.

Remarketing

Ähnlich wie beim Behavioral Targeting zielt Remarketing auf das bestehende Interesse der Nutzer ab. Allerdings trackt man hier nicht das Suchverhalten, sondern den Besuch auf der Website des werbenden Unternehmens.

Contextual Targeting

Hier passen sich die Display Ads nicht dem Surfverhalten der User an. Stattdessen steht das Umfeld der Website, auf dem sie erscheinen, im Fokus. Deshalb siehst du auf Seiten mit Kochrezepten oft Werbung für Küchengeräte.

Native Advertising

Hier passt sich die Display-Werbung nicht nur inhaltlich dem Umfeld an, sondern auch optisch. Ein Beispiel für Native Advertising sind Anzeigen auf der Startseite von Tageszeitungen, die sich außer dem klein gedruckten “Anzeige” kaum von journalistischen Artikeln unterscheiden.

Die Vorteile von Display Advertising

Diese Pluspunkte bieten Display Ads:

Auf die Zielgruppe zugeschnitten

Während Anzeigen in Zeitschriften viele Leser zu Gesicht bekommen, die sich für das beworbene Produkt nicht im geringsten Interessieren, kannst du im Display Marketing die Zielgruppe genauer ins Visier nehmen.

Unmittelbares Handeln

Bei der klassischen Werbung ist der tatsächliche Kauf weit entfernt. Wenn ein Out-of-Home-Plakat dein Interesse geweckt hat, musst du zuerst noch in den Laden laufen oder zumindest nach dem Onlineshop des Unternehmens googeln.

Display Ads ermöglichen es, mit einem einzigen Klick direkt zu handeln.

Genauere Abrechnung

Bei klassischer Werbung zahlst du oft für die reine Reichweite eines Mediums. Onlinemarketing bietet genauere Bezahlmodelle: So bezahlst du bei Bannern und anderen grafischen Elemente pro View. Andere Modelle sind Pay per Click, Pay per Sale und Pay per Lead.

Performance im Auge behalten

Die Ergebnisse einer Display-Advertising-Kampagne lassen sich viel früher messen als jene von traditionellen Kampagnen. Sollten die erhofften Resultate ausbleiben, kannst du einzelne Aspekte der Kampagne – Zielgruppe, Design oder Platzierung – noch nachjustieren.

Die Nachteile von Display Ads

Bei den Online-Werbemaßnahmen gibt es auch Schattenseiten wie:

Adblocker und “Banner-Blindheit”

Etliche User haben auf ihren Browsern Adblocker installiert, die Banner-Werbung ausblenden. Nutzer, die viel Zeit im Netz verbringen, können eine sogenannte Banner-Blindheit entwickeln. Das heißt, sie blenden die Banner in ihrem Kopf aus.

Spam und zu viel Werbung

Noch schlechter als die Banner-Blindheit ist, wenn die Display Ads negativ auffallen. Das ist vor allem bei jenen Seiten der Fall, die so sehr mit Werbemitteln überladen sind, dass die sogenannte User Experience darunter leidet.

Kostenfällige Zufallsklicks

Jeder klickt mal unabsichtlich auf einen Link oder einen Button, vor allem am Smartphone. Bei Display-Werbung kann dich dieser Fehl-Klick trotzdem Geld kosten. Marketing-Agenturen beraten Unternehmen daher, welche Bezahlmodelle und Positionierungen den besten ROI (Return on Invest) liefern.

Ein Blick in die Zukunft

Display Werbung wird sowohl am Desktop, als auch auf mobilen Endgeräten weiter wachsen. Besonders Online Ads könnten in Zukunft noch ganz andere Formate als die des alltäglichen Online-Banners annehmen. Technologien wie Augmented Reality oder das Internet of Things, die heute erst in ihren Kinderschuhen stecken, spielen in Zukunft im Online Marketing eine wichtigere Rolle.


Über die Autorin:

Doris Pundy arbeitet als Head of Content bei Sortlist, Europas größter Marktplatz in der Marketingbranche. Das Unternehmen wurde 2014 in Belgien als Start-up gegründet, um B2B-Einkäufe im Marketingbereich deutlich einfacher zu machen. Heute hat Sortlist Niederlassungen in sieben Ländern.


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