Crowdinvesting (Bild: Pixabay)

Was bedeutet eigentlich … Crowdinvesting?

Crowdfunding kennt mittlerweile jeder. Was hat es mit dem ähnlich klingenden Crowdinvesting auf sich?

StartUp-Finanzierung über Crowdinvesting

Viele Unternehmen haben innovative Ideen, mit denen sie erfolgreich sein könnten. Doch in der Regel fehlt dafür das notwendige Geld. Vor allem junge Unternehmen haben Schwierigkeiten einen Bankkredit für ihr vielversprechendes Projekt zu bekommen. Alternativ besteht die Möglichkeit, das StartUp über ein sogenanntes Crowdinvesting zu finanzieren.

Was ist Crowdinvesting und wie funktioniert es?

Beim Crowdinvesting wird die Realisierung von bestimmten Geschäftsvorhaben junger Unternehmen durch den Zusammenschluss mehrerer Geldgeber finanziert. Darum wird diese Art der Finanzierung auch als Schwarmfinanzierung bezeichnet.

Das bedeutet, dass Privatanleger über spezialisierte Crowdinvesting-Plattformen wie beispielsweise exporo.de ihr Geld zur Finanzierung des Unternehmens zur Verfügung stellen. Dabei können sich auch Klein-Anleger mit einer geringen Summe beteiligen.

Was ist der Unterschied zwischen Crowdinvesting und Crowdfunding?

Beim Crowdinvesting geht es hauptsächlich darum, die benötigte Geldsumme zu sammeln. Das Geschäftsvorhaben an sich spielt zumindest für die Privatinvestoren eine eher untergeordnete Rolle. Was aber nicht heißt, dass die Investoren nicht von der Geschäftsidee überzeugt sind, schließlich wollen die Anleger mit der Geschäftsidee des Unternehmens möglichst viel Gewinn erzielen.

Anders sieht es beim sogenannten Crowdfunding aus, bei dem es den Investoren vor allem um die Realisierung eines bestimmten Projekts und nicht auf die Rendite ankommt. So finden beispielsweise kreative Menschen wie Künstler, Autoren und Filmemacher ihre finanzielle Unterstützung durch das sogenannte Crowdfunding.

Welche Vorteile beziehungsweise Nachteile bietet das Crowdinvesting ?

Das Crowninvesting ist für Privatinvestoren aus verschiedenen Gründen vorteilhaft:

  • Die Renditechancen sind vergleichsweise hoch
  • Auch Kleinanleger können in das StartUp investieren
  • Wirtschaftliches und finanzielles Risiko wird auf mehrere Investoren verteilt (Risikostreuung)
  • Kurze Laufzeiten von wenigen Monaten oder Jahren
  • Vertraglich vereinbarte stille Beteiligung
  • Transparente Finanzierungsform, der Geldgeber erhält den Businessplan sowie Gewinnanalysen über das StartUp

Doch es gibt beim Crowninvesting durchaus auch negative Aspekte:

  • Kein Erwerb von Firmenanteilen
  • Privatanleger haben kein Mitspracherecht
  • Vorzeitige Kündigung der Finanzierung durch den Anleger ist nur möglich, wenn dies vertraglich manifestiert ist

Wie können Privatanleger in ein StartUp investieren?

Im Internet gibt es Crowdinvesting-Plattformen, die meist eine Investition in mehrere StartUps anbieten. Zu jedem StartUp werden detaillierte Informationen über das Geschäftsvorhaben sowie die Gewinnaussichten zur Verfügung gestellt.

Da ein Investment bereits mit kleinen Summen möglich ist, teilen viele Privatanleger ihren Anlagebetrag auf und beteiligen sich gleichzeitig an mehreren StartUps. Dadurch wird das Risiko minimiert und die Renditechancen erhöht. Allerdings ist die Rendite immer von der Höhe der Einlage abhängig. Je mehr Geld investiert wird, umso größer ist die Rendite.

Welche Renditechancen gibt es beim Crowdinvesting?

Die Rendite hängt beim Crowdinvesting von mehreren Faktoren ab. Ist das StartUp erfolgreich und steigt der Gewinn entsprechend, wirkt sich das natürlich auch auf die Höhe der Rendite aus. In diesem Fall erhält der Anleger eine Gewinnbeteiligung.

Macht das StartUp jedoch Verluste, dann haftet der Anleger nicht für die eventuellen Schulden des Unternehmens, verliert aber unter Umständen seine Einlage.

Fazit: Crowdinvesting ist eine attraktive Anlagemöglichkeit

Aufgrund des historisch tiefen Zinsniveaus in Deutschland sind klassischen Anlageformen für Privatinvestoren weniger interessant. Hingegen sind die Renditechancen beim Crowdinvesting vor allem bei Immobilien als auch bei StartUps zunehmend attraktiv.

Daher entscheiden sich immer mehr private Anleger als alternative Anlageform für eine Finanzierung von jungen Unternehmen beziehungsweise StartUps.

Bild: Pexels

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