Digitalisierung Teaser (Bild: Pixabay)

Was bedeutet eigentlich … Digitalisierung?

Spätestens seitdem Politiker zunehmend das Wort „Digitalisierung“ verwenden, ist es in aller Munde. Doch was bedeutet der Begriff? Welcher große Wandel geht damit einher? Und was hat das mit StartUps zu tun?

Definition: Was ist Digitalisierung?

Wenn Politiker vom Thema Digitalisierung reden, meinen sie damit vorrangig eine Sache: Internet-Anschlüsse. Ja, schnelles Internet ist ein wichtiger Bestandteil für den digitalen Wandel, es ist aber nicht die Digitalisierung!

Im Kern bedeutet Digitalisierung, dass analoge Informationen oder Abläufe in eine digitale Form gebracht werden. Zum Beispiel, wenn Musikstücke, die bislang auf Kassetten abgelegt waren, so transformiert werden, dass man sie auf dem Computer anhören kann. Oder die Umwandlung von Dias in Digital-Fotos.

Heutzutage versteht man unter Digitalisierung aber viel mehr. Das Buzzword ist der Überbegriff für eine Reihe weiterer Schlagworte, wozu unter anderem Industrie 4.0 und Digitale Transformation gehören.

Beispiele für die Digitalisierung bzw. digitale Dienste

Die meisten Dinge, die früher analog erfolgten, wurden mittlerweile schon digitalisiert oder es wird gerade mit Hochdruck daran gearbeitet, sie zu digitalisieren. Hier ein paar Beispiele:

E-Mail

Elektronische Briefe haben zwar klassische Briefe noch nicht ganz ersetzt, doch ohne E-Mail ist eine moderne Kommunikation kaum noch vorstellbar. Dazu gehören auch Abwandlungen wie beispielsweise SMS oder WhatsApp-Nachrichten.

Onlinebanking

Bankgeschäfte übers Web zu bewerkstelligen ist fast so alt wie das Internet selbst. Dieser Trend wird dank Mobile Payment via Smartphone zunehmen.

E-Commerce

24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche shoppen – das ist bequem. Deswegen schwimmen Onlineshops wie Amazon, Zalando & Co. seit einigen Jahren auf einer Welle des Erfolgs. Dank nachgelagerter, digitalisierter Prozesse kann der Kunde jederzeit sehen, wo sich sein Päckchen befindet.

> Ratgeber zum Thema E-Commerce

Navigationssysteme

Den Weg in den Urlaub mit einer Karte planen? Das gehört der Vergangenheit an! Navi-Systeme und kostenlose Apps wie Google Maps lotsen uns metergenau ans Ziel.

Elektronische Buchhaltung

Aufträge schreiben, Rechnungen aussenden, Zahlungseingänge verfolgen – diese Tätigkeiten sind auch für Selbstständige und StartUps kein Hexenwerk mehr. Mit Programmen wie FastBill oder Billomat kann die Buchhaltung sogar mit dem Smartphone erledigt werden.

Streaming

Videotheken sterben aus und sie werden wohl nie wieder zurückkehren. Schuld daran sind Dienste wie Netflix, Maxdome oder Amazon Prime, über die wir jederzeit ganz bequem Hollywood-Blockbuster anschauen können. Und mit Spotify und Deezer hören wir unsere Lieblingssongs ganz legal übers Internet.

Digitale Fitness

Wie hoch ist mein Puls? Wie viele Schritte bin ich heute gelaufen? Wie viele Kalorien habe ich verbrannt? Die Antworten auf diese Fragen beantworten heutzutage Fitness-Tracker und Smartwatches.

Sprachassistenten

„Was ist der Sinn des Lebens?“ – die (vermeintliche) Antwort auf diese Frage geben zunehmend sprachgesteuerte Assistenten wie Siri, Alexa und Cortana. Sie sind in Smartphones oder Smart-Home-Geräten wie Amazon Echo zu finden.

Was ist bei der Digitalisierung besonders wichtig?

Google Maps statt Faltkarten, Netflix statt Videothek, Siri statt Sekretärin: Das Öl in der Welt der Digitalisierung sind Daten in Form von Bits und Bytes. Diese bleiben in der Regel nicht an Ort und Stelle, sondern werden blitzschnell von A nach B geschickt. Die Basis für diesen Datenaustausch ist ein schnelles, leistungsfähiges Internet.

Zur Verarbeitung werden Computer und Server benötigt, als Ein- und Ausgabemedium kommt häufig ein Smartphone zum Einsatz. Das erste iPhone war somit ein großer Meilenstein in der Digitalen Transformation unserer Welt. Ohne Smartphones und Apps ist das moderne Zusammenleben kaum noch vorstellbar.

Doch Smartphones sind nicht das Ende der Fahnenstange. Smartwatches und Fitnesstracker, Sprachassistenten wie Alexa und Siri, intelligente Kühlschränke, autonom fahrende Autos, smarte Roboter … der Fortschritt ist nicht aufzuhalten.

Wichtige Fachbegriffe im Rahmen der Digitalisierung

Die Digitalisierung bringt derart viele und große Umbrüche mit sich, dass sie als die neue industrielle Revolution angesehen wird. Diese Industrie 4.0 beinhaltet wiederum viele kleine Revolutionen und Evolutionen. Dazu gehören unter anderem:

    • IoT (Internet of Things)
    • Cloud Computing
    • Big Data
    • Smart Home
    • Connected Car
    • Predictive Maintenance
    • Smart City
    • 3D-Printing
    • KI (Künstliche Intelligenz)
    • Blockchain
    • Kryptowährungen
    • Fintech
    • Virtual Reality

Bedeutung für StartUps

Echte StartUps möchten mit innovativen Produkten punkten. Im besten Fall brechen sie damit bestehende Branchen auf, was zu einer Disruption führt.

> Was bedeutet eigentlich Disruption?

Eine solche Disruption ist heutzutage am besten mit digitalen Ideen möglich. StartUps wie AOL, Yahoo, Facebook, Amazon oder Google haben die Digitalisierung mit ihrer Energie in Schwung gebracht. Somit ist alles, was irgendwie mit Digitalisierung zu tun hat, das ideale Tummelbecken für junge Gründer.

Bild: Pixabay

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